Stutenbissigkeit: 7 Tipps, wie du mit Angriffen besser umgehst

Stutenbissigkeit

Gelegentlich lästere ich recht gerne. Im Café zu sitzen, die vorbeiziehenden Menschen zu beobachten und mich gemeinsam mit einer Freundin über seltsame Kleidung oder komische Frisuren lustig zu machen, gehört dazu. Ich kenne keine Frau, die nicht dann und wann lästert.

Solange es nicht bösartig ist und nicht überhand nimmt, habe ich nichts dagegen. Wenn es allerdings darum geht, anderen Frauen dadurch privaten oder beruflichen Schaden zuzufügen, hört es bei mir auf. Für Stutenbissigkeit bin ich nicht zu haben. Du kannst damit hoffentlich auch nichts anfangen.

Wieso dich lästern schützt

Wenn wir gelegentlich über andere schlecht reden, befinden wir uns in guter Gesellschaft. Rund ein Drittel unser Gesprächszeit widmen wir Menschen, die nicht am gleichen Tisch sitzen. Das fanden Forscher in Liverpool heraus. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sich Männer oder Frauen unterhalten.

In anderen Studien kam heraus, dass sich Menschen negative Informationen leichter merken können. Lästern wird so zu einem sozialen Warnsystem, zeigt mir, ob mein Verhalten in meinem Umfeld toleriert wird oder ob ich mich vor einer anderen Person schützen sollte. Klingt logisch.

Stutenbissigkeit: Wenn dir dein Erfolg nicht gegönnt wird

Bei Stutenbissigkeit geht es jedoch um Rangauseinandersetzungen. Der Begriff kommt aus der Pferdewelt und beschreibt, wie Stuten sich den Rang der Leitstute erschaffen. Leitstuten übernehmen viel Verantwortung und müssen die Herde vor Raubtieren warnen. Gelegentlich kommt es dazu, dass sich eine weitere Stute meldet und diesen Posten einnehmen will. Vor allem durch Bisse machen die weiblichen Tiere unter sich aus, wer den Rang der Leitstute in Zukunft einnimmt.

Im übertragenen Sinne geht es also ganz klar um Erfolg im Business. Eine Frau gönnt der anderen nicht die Butter auf dem Brot, ist neidisch auf ihre Erfolge und versucht, sie schlecht zu machen. Hier geht es nicht mehr nur darum, Informationen auszutauschen, sondern der anderen Schaden zuzufügen.

7 Wege, mit Stutenbissigkeit besser umzugehen

Vielleicht bist du schon einmal Opfer einer solchen Attacke geworden. Oder weißt gerade nicht, wie du mit einer Frau umgehen sollst, die es auf dich abgesehen hat. Bevor du dich auf das gleiche Niveau herablässt, beachte einige Punkte:

1# In vielen Bereichen des Online-Business gibt es keine wirkliche Konkurrenz. Das gilt vor allem dann, wenn deine Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielt. Du schreibst einen Blog, arbeitest als Coach oder Autor? Dann hat deine Persönlichkeit einen großen Anteil daran, wie erfolgreich du bist. Deine Kunden kommen zu dir, weil sie dich mögen. Selbst wenn du plötzlich weg vom Fenster wärst, würde es nicht bedeuten, dass sie zur vermeintlichen Konkurrenz gehen.

2# Sei dir bewusst, dass oft Neid vorhanden ist, wenn eine Kollegin anfängt, dich vor anderen schlecht zu reden. Du hast bereits etwas geschafft, was sie noch nicht erreicht hat. Sei also stolz auf deinen Erfolg!

3# Letztendlich sagt das Verhalten mehr über die andere aus als über dich. Sie hat Angst, nicht genug Geld zu verdienen, nicht im Rampenlicht zu stehen und will dich daher verdrängen. Ihr Selbstwertgefühl kann nicht so groß sein, wie sie es nach außen darstellt – sonst hätte sie so etwas nicht nötig.

4# Durch Stutenbissigkeit und Neid gehen viele tolle Chancen flöten. Ich finde es viel toller, sich mit anderen Frauen auszutauschen und zusammen zu arbeiten. Wer jedoch nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, schließlich sich selbst aus.

5# Sinnvoll ist es, nicht auf die gleiche Weise zurück zu schießen. Am besten ist es oft, ruhig zu bleiben und nicht zu reagieren. Wahrscheinlich verläuft sich die Attacke dadurch im Sande. Du musst aber nicht alles mit dir machen lassen. Gehen Kommentare unter die Gürtellinie, sind beleidigend oder schaden dir in anderer Form, kannst du die Person anzeigen.

6# Ich bin mittlerweile ziemlich konsequent geworden. Wenn ich merke, dass mir der Kontakt zu einer Person nicht gut tut und mir mein Bauch sagt, dass irgendetwas in die falsche Richtung läuft, breche ich den Kontakt ab. Es muss dafür nicht einmal zu Stutenbissigkeit gekommen sein, ich vertraue meinem siebten Sinn. In den sozialen Netzwerken zu entfolgen, ist schnell geschehen und schon sehe ich nicht mehr, was sie schreibt. Zur Not blockiere ich sogar.

7# Konzentriere dich auf dein Leben! Such dir Frauen, die wie du an einem gemeinsamen Strang ziehen, sich unterstützen und ihr Business zusammen vorantreiben. Gründe eine eigene Facebook-Gruppe, in der du Frauen versammelst, die in der gleichen Branche wie du arbeiten und sich wohlgesonnen sind. Oder du suchst dir eine handvoll Frauen für eine Mastermind-Gruppe.

Du bekommst dadurch nicht nur direkte Unterstützung für deine Selbstständigkeit, sondern zusätzlich Beistand, wenn jemand dich abschießen will. Eine Krise lässt sich dadurch leichter meistern.

Gemeinsam lässt sich so viel mehr erreichen als im Alleingang!

 

Wie gehst du mit Stutenbissigkeit um?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar und berichte mir von deinen Erfahrungen.

 

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5 Kommentare

  1. Ich plädiere ja für Solidarität! Im Studium ging es mal darum, wie Männer und Frauen im Job jeweils miteinander agieren. Die Männer waren glaube ich Krähen, die irgendwo nett aufgereiht nebeneinander saßen. Die Frauen wurden symbolisiert durch einen “Krabbenkorb” – jede zwickt die andere weg, um zum oberen Rand zu kommen. Ich fand das demütigend!
    http://alleinerziehend-erfolgreich.de/solidaritaet/
    LG! Ela

  2. Hallo……
    T ja, …ich habe gerade in einem neuen Job begonnen,zu arbeiten. In einem Pflegejob,bei den Samariter. Daß ist eine diakonische kirchliche Einrichtung.
    Dass ausgerechnet bei denen auch höchstgradig Stutenbissigkeit vorhandenes, wo wir unter dem Leitbild der Menschlichkeit und Nächstenliebe arbeiten sollen und wollen,sowie müssen,hätte ich nicht gedacht.
    Nun…ich bekomme viel positives Feedback von den Bewohnern, oder ignoriere dann die Stute, immer gelingt es mir auch nicht und möchte dann am liebsten wieder fortlaufen. Allmählich beginne ich aber auch die positive Resonanz der Bewohner als Stärke und Rückendeckung aufzunehmen und überstehe die Situation.

    1. Hallo Ilona,
      schön, dass die Bewohner dir zeigen, dass deine Arbeit und Hilfe gewertschätzt wird. 🙂
      Dass dir das Ignorieren nicht immer gelingt, kann ich gut nachvollziehen. Würde mir nicht anders gehen.
      Neulich habe ich den schlauen Spruch “Verletzte Menschen verletzen Menschen” gehört. Der bezog sich zwar auf Hasskommentare bei Facebook, ist aber eigentlich überall anwendbar.

      Liebe Grüße
      Linda

  3. Hallo,
    tja es ist nicht ganz einfach mit Neid, Missgunst und Stutenbissigkeit umzugehen.
    Derzeit exkalliert es bei uns auf der Arbeit. Ich arbeite im Einzelhandel. Da gibt es verschiedene “Positionen” Die “normalen” Kassiererinnen in der Reihe, die die auch Retoure machen dürfen und welche die zusätzlich an der Hauptkasse arbeiten (mit erweiterten Aufgaben, wie Pausenkoordinierung..) Und die, die auh Tresorzugag haben, abrechnen usw. Im laufe der Zeit, werden die Aufgaben erweitert, so das man ggf von der “normalen” Kassiererin “aufsteigt” und erweiterte Aufgaben bekommt. Alles koordiniert durch den Kassenassistenten und der Erstkassiererin. Nun hat die Erstkassiererin aufgehört. Die Stelle wurde ausgeschrieben, die Nachfolgerin hat schnell aufgegeben. Di anderen Bewerberinnen wurden erstmal abgelehnt, da sich die Marktleitung entschlossen hat, die Aufgaben der Erstkassiererin auf die Kassiererinnen zu verteilen. Nun ist da eine Kollegin, die neu dazu gekommen ist, die sich auch als Zweitkraft an der Hauptkasse gut gemacht hat. Nachdem sie nun erweiterte Aufgaben und Berechtigungen bekommen hat, kommt Unruhe ins Team. Sie will nur noch vorne Cheffin spielen, eingeteilte Kolleginnen an der Hauptkasse, werden umgeplant. Ist neidisch auf Aufgaben anderer, weil ihe Aufgaben nicht so wichtig sind, wie die die andere bekommen haben. Mit der Weile wird sie von anderen “Der General” genannt. Nun sind einige von uns zum Chef gegangen und haben gesagt, das das so nicht geht.
    Danach war besagte Kollegin so auer, das sie ihre “Macht” vorne ausgespielt hat.
    Ich hasse es mich auf dieses Gezicke einzulassen. Aber was bleibt mir, mein RECHT auf Hauptkasse nd Führung durchzusetzen, oder mich zurückzunehmen und ihr das Feld zu überlassen. Mit meiner andern Teamkollegin (leider in Mutterschaft) gab es die Probleme nicht. Wir haben uns ergänzt, haben uns abgesprochen, gegenseitig auf Fehler hingewiesen, ohne Neid, Missgunst oder was. Wenn ich besagte Kollegin etwas zeigen will, oder auf etwas hinweisen, kommt ” ja ja, du weist es besser, du gönnst mir das nicht…. ” Ich bin der Typ, wenn eine andere Kollegin eine meiner zugeteilten Aufgaben übernimmt, sag ich DANKE. Denn ich brauch mich nicht kümmern, also abgehakt. Wenn eine Kolleging einer aufgabe von besagter Kollegin (den Genaeral) übernimmt, heist es “DAS war MEINE Aufgabe, du darfst das nicht machen…
    Ich halte das Verhalten für unglaublich dumm, weiß aber nicht, wieich damit umgehen soll, um mich nicht auf die gleiche Stufe zu setzen.

  4. Ich habe auch Probleme. Zwei meiner Kolleginnen haben mich regelrecht gemobbt. Erst hatte ich nur wage Vermutungen, dann aber bekam ichein Gespräch mit. Die eine hatte über meinen Fehler ausgiebig unerhalten. Sie sagte zur anderen, da hat sie sich ja wieder ein dickes Ei erlaubt. Triumphierte regelrecht damit. Aber nicht nur das, sie schnitt auch Grimassen hinter meinem Rücken, dies konnte ich einmal im Fenster sehen, da es sich gespiegelt hat. Eine andere Kollegin sagte zu mir das ist frauengehabe. Tatsache ist, sie kann mich nicht ab. Es ist schwierig und ich fühle mich zidmlich unwohl. Habe auch schon Gespräche unter vier Augen versucht, dann heisst es, ich wäre zu empfindlich.

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