Hilf dir selbst – Selbstcoaching-Tool im Test

Du hast zu wenig Geld auf deinem Konto? Verdienst du wenig oder gibst mehr aus als du einnimmst? Vielleicht glaubst du, dass du einfach kein gutes Verhältnis zu Geld hast und sich das irgendwann von selbst ändert.

Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass schlechte Erfahren dich beeinflussen, dich negative Glaubenssätze zurückhalten oder dein Selbstwertgefühl eine Rolle spielt. Es geht also tiefer, als du denkst.

In solchen Fällen ist es oft sinnvoll, dass du einen Coach engagierst, der dich über einen gewissen Zeitraum begleitet. Ein guter Coach ist allerdings nicht günstig, sodass du vielleicht (noch) zögerst, diese Investition zu machen. Dann ist eventuell das Selbstcoaching-Tool “Hilf dir selbst” für dich passend, das ich getestet habe.

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Was will das Selbstcoaching-Tool?

Das Kartenset hat die Heilpraktikerin für Psychotherapie Yvette Pichlkostner entwickelt. Durch die Betreuung ihrer Patienten hat sie erfahren, dass die Lösung eines Problems immer im Inneren liegt. Ein Coach kann zwar helfen, dem auf die Spur zu kommen, letztendlich liegt die Arbeit aber beim Betroffenen. Hilfe zur Selbsthilfe könnte hier ein gutes Stichwort sein.

Die Heilpraktikerin richtet sich mit dem Selbstcoaching-Tool beispielsweise an

  • Leute, die noch keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen wollen,
  • die Probleme eher mit sich ausmachen
  • oder es sich im Moment nicht leisten können (wollen), einen Coach zu engagieren.

Sie legt aber großen Wert darauf, dass das Kartenset keine Psychotherapie ersetzt.

Wie funktioniert das Kartenset?

Wenn du mit dem Kartenset arbeiten willst, hast du 80 Bildkarten und 80 Wortkarten zur Hand. Es gibt verschiedene Legetechniken, um dich damit zu coachen.

Du kannst Verhaltensmuster aufdecken, erfahren, warum du dich in bestimmten Situationen auf deine Art verhältst oder offene Fragen stellen. Im beigefügten Booklet erfährst du, wie du die Karten dafür legen musst.

Im Prinzip ziehst du immer eine Bild- und eine Wortkarte zusammen. Je nach Legetechnik sind so zum Beispiel bei der offenen Fragestellung drei Paare zu ziehen, bei der Frage nach den Verhaltensmustern wesentlich mehr.

Hast du die Karten gezogen, liest du im Booklet Fragen, die du dir stellen und beantworten musst.

  • Was siehst du?
  • Was verbindest du mit dem Wort?
  • Wie hängen die beiden Karten miteinander zusammen?
  • Welche Schlüsse ziehst du daraus?
  • Was musst du tun, um deinem Ziel näher zu kommen?

Indem du deine Gedanken aufschreibst, sie hinterfragst und anfängst zu reflektieren, arbeitest du an deinem Problem.

Wie lege ich die Karten?

Ich habe mit dem Kartenset zwei Varianten ausprobiert. Einmal das Aufdecken von Verhaltensmustern und die offene Frage. Beides hat mir gut gefallen, wobei die Legetechnik zu den Verhaltensmustern bei mir echt viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Ich habe das Blatt nicht auf einmal bearbeitet, sondern es mir an mehreren Abenden vorgenommen. Wenn ich es am Stück gemacht hätte, schätze ich, dass ich zwei bis drei Stunden gebraucht hätte. Für die offene Frage hab ich eine gute halbe Stunde gebraucht.

Damit du eine ungefähre Ahnung davon bekommst, wie das abläuft, gebe ich dir einen Blick in meine Aufzeichnungen. Für mich ist es wichtig, alles aufzuschreiben, wenn ich meine Glaubenssätze zum Geld bearbeite. Dann kann ich besser sortieren und reflektieren.

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Meine Frage war: Was hindert mich (noch) daran, viel Geld zu verdienen?

Nun die vorgegebenen Fragen und meine Antworten.

Bildkarte 2: Was sehen Sie auf dem Bild?

Ich sehe eine Wahrsagerkugel.

Welche Informationen erhält dieses Bild für Sie in Bezug auf Ihre Fragestellung?

Ich kann mir meine Zukunft so gestalten, wie ich will. Wenn ich ab sofort mehr Geld verdienen will, muss ich heute damit anfangen: Weiter an meinen Glaubenssätzen arbeiten, mich zeigen, Produkte entwickeln und Menschen helfen.

Wortkarte 2: Welche Informationen enthält dieses Wort als Ergänzung zu Ihrer Fragestellung?

Das Wort ist “Vorbereitung”. Ich bereite mich auf die Zukunft vor. Ich bin aufgeregt und freue mich auf die Sachen, die auf mich zukommen. Um alles möglichst richtig zu machen und gut zu handeln, muss ich mich vorbereiten.

Kombination aus Wort und Bildkarte: Welche Schlüsse ziehen Sie aus dieser Kombination in Zusammenhang mit Ihrer Fragestellung?

Es wird viel Geld in mein Leben fließen und ich muss bereit sein, damit richtig umzugehen. Wenn ich das nicht kann, geht es genauso schnell weg, wie es gekommen ist.

Was sollten Sie also tun beziehungsweise lassen, um den gewünschten Endzustand zu erreichen?

Weiter an meinen Glaubenssätzen arbeiten, mein finanzielles Wissen vergrößern und Ordnung halten.

Wie gefällt mir Selbstcoaching mit “Hilf dir selbst”

Das Beispiel mit der Wahrsagerkugel ist nur ein Auszug aus dem Legeblatt. Wie Yvette Pichlkostner schreibt, kommen dabei durchaus Themen ans Licht, an die ich bisher nicht unbedingt gedacht habe. Dass sie noch eine Rolle in meinem Leben spielen, war mir nicht so bewusst.

Ich glaube daher, dass das Selbstcoaching-Tool echt eine gute Hilfe für zwischendurch sein kann. Ich bin zwar in einem richtigen Coaching, aber wenn mir zwischendurch ein Glaubenssatz auffällt, hab ich nicht immer Bock, meinen Coach zu kontaktieren. Dann mache ich zum Beispiel The Work von Byron Katie oder lege mir die Karten. Danach sieht es oft schon anders aus.

Was gefällt mir nicht?

Das Design der Karten.

Das ist überhaupt nicht mein Ding.

Mein Fazit

Ich finde das Kartenset gut und ich benutz es ab und zu. Ich glaube nicht, dass es einen Coach ersetzen kann. Von außen ist der Blick anders und geht in Richtungen, in die ich von alleine nicht denken würde. Oder der Coach fragt drei Mal nach, wenn ich schon zweiten Überlegung denke, dass ich das Ergebnis habe.

Aber wie gesagt: Als Ergänzung finde ich es super und empfehle es gerne.

Du kannst das Kartenset für 39,90 € bei Amazon bestellen*.

Kommt Selbstcoaching für dich in Frage oder wendest du dich lieber an einen Profi? Hinterlasse jetzt einen Kommentar.

Mein Dank geht an den Verlag J. Kamphausen und Yvette Pichlkostner, die mir das Selbstcoaching-Tool zur Verfügung gestellt haben.

 

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5 Kommentare

  1. Puh, das geht ja schon sehr in die esoterische Richtung. Was ich prinzipiell gar nicht so schlecht finde. Ich gebe zu, dass ich ab und an online auch mal eine Karte ziehe, aber mehr aus Spaß. Also ich find’s ganz nett, würde mich aber nicht darauf verlassen. 😉

    LG!

    1. Hallo Anja,
      wieso esoterisch?
      Kommt mir eigentlich nicht so vor. 🙂 Ein echter Coach stellt dir auch Fragen, bei denen du ins Denken und Reflektieren kommst.

      Oder verstehe ich dich falsch?
      Lieben Gruß
      Linda

  2. Also, ich glaube, alle möglichen persönlichen Defizite sind einem vielleicht mehr oder weniger oder auch eher überhaupt noch gar nicht bewusst. Und je nachdem wie leidensfähig und/oder resilient ich bin und wie alt und wie lange ich noch Erfahrungen alleine sammeln kann/will, so scheint mir doch eine professionelle Begleitung (keine Psychiater/Psychologen, da selbst meist belastet) die besten Ergebnisse zu bringen. Deshalb halte ich auch ein Ansparen oder auch einen Kredit sogar dafür angemessen. Ich erlaube mir das sog. “Innenweltsurfen” nach Bernd Joschko zu empfehlen, das nachweislich die tatsächlich zugrunde liegenden Fehlprägungen der individuellen Persönlichkeit aufdeckt und nachhaltig hier und heute auflöst, ohne dass man auf gut Glück ewig inkarnieren muss. Liebe Grüße, Andreas

  3. Ich frage mich-warum geht es immer nur ums Geld?! Egal wo man hinsieht, es geht nicht um die Gesundheit oder die Umwelt usw… nein es geht ums Geld.Total egozentrisch und meistens auf Kosten anderer Lebewesen.

    1. Hallo Heike,
      es geht nicht nur ums Geld 😀
      Wenn du mehr auf meinem Blog liest, wirst du sehen, dass es vor allem um ein besseres Leben, Spaß und ein gutes Gefühl geht.

      Was ist daran egozentrisch, wenn ich mein Verhältnis zum Geld und mein Leben verbessere?

      Viele Grüße
      Linda

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