Ich hatte Post. Beim Blick auf den Absender hat sich sofort ein schlechtes Gefühl in meinem Magen breit gemacht.  Oh, oh! Post vom Vermieter.

Ich bin da vor drei Jahren ausgezogen. Also eigentlich gab es überhaupt keinen Grund, dass die mich noch einmal anschreiben. Sofort gingen bei mir alle Lampen im Kopf an!

“Oh nein, jetzt wollen die eine böse Nachzahlung von mir. Das kann doch nicht wahr sein! Wann nehmen die mich endlich aus ihrem Verteiler raus? Was wollen die jetzt schon wieder von mir?”

 

Alarmleuchten gehen in meinem Kopf an

Vielleicht kennst du auch diese Gedankenspirale, wenn du einen Brief vom Finanzamt oder eine Mahnung im Briefkasten siehst. Zum Glück ist mir das aber sofort aufgefallen und ich habe mir gesagt: “Nein, Linda, ruhig bleiben und den Brief öffnen!”

In der Zwischenzeit hatte ich den Brief nämlich schon zur Seite gelegt und mir einen Kaffee gemacht. Dann ist mir klar geworden: “Nein, so nicht! So habe ich das früher gemacht, jetzt mache ich es anders. Ich weiß es inzwischen besser.”

Überwinde deine Angst

Also habe ich meine Angst überwunden und den Brief geöffnet.

Es war keine Zahlungsforderung an mich.

Sondern ich bekam eine fette Rückzahlung von meinem ehemaligen Vermieter. Und mit “fett” meine ich richtig fett!

Wenn ich mich nicht überwunden hätte, diesen Brief zu öffnen, wäre ich noch Tage oder sogar Wochen mit dieser Angst herumgelaufen. Vor einigen Jahren wäre es so gewesen.

Aus Angst, was auf mich warten könnte, hätte ich den Brief nicht geöffnet. Dabei ist die Angst eigentlich das Schlimmste.

Wenn du dich überwindest, den Brief zu öffnen, dann hast du die Fakten. Dann weißt du, was die Realität ist.

Rechnungen bezahlen

Aufschieberitis gehört der Vergangenheit an

Bei mir war es zum Beispiel früher so:  Ich habe es aufgeschoben, Rechnungen zu öffnen und sie zu bezahlen. Meistens habe ich sogar die erste Mahnung abgewartet. 

Letztendlich konnte ich aber immer alles bezahlen. 

Also ich habe die Zahlung aus Angst, nicht genug Geld zu haben, aufgeschoben, konnte aber letztendlich dann immer alles bezahlen.

Total blödsinnig, wenn ich es mir heute überlege.

Wenn ich jeden Brief sofort geöffnet und Rechnungen bezahlt hätte, hätte ich mich mit der Angst nicht herumschlagen müssen. Das Geld war da, nur die Angst war größer.

Du hast die Fakten, kannst handeln und holst dir die Macht zurück

Du bist nicht hilflos, sondern du kannst handeln. Nur in dem Moment, wo du wartest und den Brief nicht öffnest, kommen Angst, Überforderung und Hilflosigkeit.

Nimm dir für die Zukunft vor, dass du deine Rechnungen sofort öffnest.

Dann hast du die Macht, zu handeln.

PINN FÜR SPÄTER

Rechnungen bezahlen

 


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht - auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    4 replies to "Rechnungen bezahlen: Hast du Angst davor, deine Rechnungen zu öffnen?"

    • Martin Thörmer

      Hallo Linda,

      ich war gerade auf finanzblogroll.de unterwegs und habe dort gesehen, dass ein neuer Blog-Artikel von Dir raus ist. Zudem noch mit einem Thema, was ich sehr gut verstehen kann. Also musste ich sofort lesen.

      Dies ist mir auch lange so passiert. Es ist nie etwas wirklich angebrannt, aber die Gedankenspirale (ich nenne es Brummkreisel) im Kopf ist so mächtig, dass ich Bücher mit den Stories füllen könnte, die ich mir ausmalte und eben nicht eingetroffen sind.

      Achja, es kann schon verrückt sein. Die interessante Frage, wieso ist das so? Woher kommt eben diese Angst? Bei mir weiß ich es (mittlerweile): Absolute Kontrollverlustangst! Diese blockiert und hemmte mich so sehr, dass ich dann erst recht die Kontrolle verliere. Woher kommt diese Angst? Aus meiner Kindheit. Mit meinen 33 Jahren habe ich das aber erst letztes Jahr erkannt. Das ganze steigerte sich noch so weit, dass ich sehr oft am Tag in den Briefkasten schaute, um ja nichts mehr zu verpassen. Völlig irrational, ich weiß.

      Da ich für mich erkannt habe woher dies alles kommt, folgten die nächste Schritte – annehmen, dass ich so bin – und umsetzen, d.h. mich ändern wo ich es für sinnvoll halte.

      Egal was der Grund sein mag wieso diese Angst entsteht, so ist auf jeden Fall eines gewiss; es ist dem Absender egal. Also Pflaster ab und gleich aufmachen. Und mit der Zeit die innere Ruhe finden und den Brummkreisel abschalten.

      Danke für den kurzweiligen und spannenden Artikel.

      Beste Grüße,
      Martin

      • Linda

        Hallo Martin,
        danke für deinen Kommentar und dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst 🙂

        liebe Grüße, Linda

    • Andreas

      Hallo Linda,

      ich hatte leider nicht das Glück, Geld vom Vermieter zurückzubekommen. Stattdessen war eine Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung fällig.

      Bei mir lösen eingehende Rechnungen natürlich auch keine Freude aus. Da ich aber für derartige (nur vermeintlich “unvorhergesehene” Fälle) regelmäßig eine Rücklage auf meinem Tagesgeldkonto bilde, wirft mich das nicht um.

      Wer seine Finanzen ordentlich strukturiert und im Griff hat, kann den eintrudelnden Rechnungen ein Stück weit gelassener entgegenblicken…

      Vielen Dank für den interessanten Artikel und viele Grüße,
      Andreas

      • Linda

        Hallo Andreas,
        danke für deinen Kommentar 🙂

        Ja, sehe ich auch so.
        Ich bekomme ja auch Rechnungen, die ich zahlen muss.

        Wichtig ist dann auch, sich bewusst zu machen, dass man dafür etwas erhalten hat 😉
        Und Rücklagen helfen natürlich ebenfalls, da bist du ja schon super dabei!

        Liebe Grüße, Linda

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