Opfergaben auf Bali – so lernst du von den Balinesen

Es ist beeindruckend, wie viel die Menschen hier auf Bali jeden Tag geben, obwohl sie kaum selbst etwas haben. Opfergaben, um den Göttern zu huldigen und Dämonen zu besänftigen, gehören zu jedem Tagesablauf fest dazu.

Dabei wirken die Balinesen nicht ängstlich und um ihre (finanzielle) Zukunft besorgt, sondern besonnen und immer gut gelaunt. Dass viele Balinesen nicht viel Geld haben, erkennt ein Blinder.

Opfergaben für Götter und Dämonen

Opfergaben 2

Hier herrscht teilweise eine große Armut, was die Opfergaben und die damit verbundene gute Laune für mich umso eindrucksvoller macht.

  • Die Straßen sind teilweise in einem extrem schlechten Zustand. Ich bin schon zusammengezuckt, als ich plötzlich vor einem Loch im Asphalt gestanden habe, das nachts nach einem heftigen Regenschauer aufgebrochen ist. Das Loch wird nicht geflickt, sondern die Anwohner stellen einige Steine darum herum auf, sodass kein böser Unfall geschieht – groß genug wäre das Loch.
  • Vor allem bei einigen alten Balinesen ist die Armut offensichtlich. Sie sind ausgemergelt, haben kaum Zähne und tragen Kleidung, die schon Jahrzehnte auf dem Buckel zu haben scheint.
  • An den Haupttouristenstraßen sind neben Bettlern überall Männer zu sehen, die sich mit einer Taxifahrt ein bisschen Geld verdienen wollen. Dass es sich dabei immer um offizielle Taxis handelt, wage ich zu bezweifeln.

Aber trotz aller Armut: Die Balinesen sind super freundlich. Sie lächeln, grüßen und lachen laut, die Kinder sind fröhlich. Gleichzeitig herrscht Gelassenheit und Ruhe – eine tolle Atmosphäre.

Trotz ihrer Armut geben die Balinesen

Opfergaben 6

Eine Opfergabe für Götter und Dämonen muss nicht groß sein, schon ein paar Körner Reis reichen aus. Allerdings fallen die aufwändigeren Opfergaben auf Bali voll ins Auge!

(Meistens) Frauen stellen diese wunderhübschen Gebilde her, die teilweise echte Kunststücke sind. Blumen, Blütenblätter, Kekse, Zigaretten, Geld, Räucherstäbchen und andere Gaben findest du in dem kleinen geflochtenen Körbchen.

Sie stehen am Straßenrand, an der Kasse in Geschäften, vor Haustüren oder sind am Roller angebracht. Du kannst sie nicht übersehen.

Nicht nur, weil sie so hübsch sind, sondern auch aus Respekt vor den Balinesen und ihrer Kultur, solltest du immer mit einem Auge auf den Fußboden schielen, um nicht aus Versehen über eine Opfergabe zu latschen.

Das kannst du von den Balinesen lernen

Opfergaben 5

Wenn ich mir die Menschen hier ansehe, kommt mir sofort in den Sinn, wie gut es mir (und dir) geht, auch wenn wir oft stöhnen und uns beschweren. Von den Balinesen kannst du einiges lernen:

  1. Meistens geht es dir so gut, dass du immer noch in der Lage bist, anderen zu helfen.
  2. Den meisten Menschen auf der Welt geht es schlechter als dir. Denk daran immer mal wieder!
  3. Glück und Fülle ist überall, wo du es zulässt.

Opfergaben 3

Wann hast du dir zum letzten Mal bewusst gemacht, wie gut es dir in Wirklichkeit geht?

PINN FÜR SPÄTER:

Opfergaben Bali

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6 Kommentare

  1. Diese Opfergaben sind umsonst!!! Jesus Christus spricht in Johannes 14,6: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.” Die Bibel wurde zuverlässig überliefert. Gerne beantworte ich kostenlos Fragen zum christlichen Glauben, ich bin Mitglied der Ev. Landeskirche (EKD).
    Kostenlose Vorträge im Internet:
    – Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt: Warum ich als Wissenschaftler der Bibel glaube.
    http://www.dwg-load.net
    – Ulrich Parzany: Gibt es ein “Navi” fürs Leben? vom 20.1.2008 unter Medien-Downloads:
    http://www.gottesdienste-als-entdeckungsreise.de

    Beste Grüße und Gottes Segen!
    Claus F. Dieterle, Berlin

    1. Hallo Claus,
      ob die Opfergaben umsonst sind oder nicht, entscheide nicht ich, sondern die Balinesen.

      Ob die Menschen ihren Glauben Christentum, Hinduismus oder das Universum nennen, ist mir relativ egal, solange sie friedlich dabei sind <3

      Liebe Grüße,
      Linda

  2. Liebe Linda
    Dein wunderschöner Artikel versetzt mich zurück in meine eigene Zeit in Bali! Danke dafür! **** Du hast alles wunderbar getroffen und beschrieben.
    Meine Essenz war damals – und ist, verstärkt durch meine Arbeit mit Menschen in Afrika immer noch … wie gut geht es uns hier!!! Wow, selbst jeder harzt Empfänger hat so vile mehr als die allermeisten Menschen in Bali, Tansania oder sonst wo auf em Planeten.
    Eine meiner Business Erfolgsregeln – vielleicht die wichtigste – ist deshalb: “Alle für Eine”
    Seit 2007 baue ich eine NGO rund um Bildungs- und Wasserprojekte in Afrika auf. Dabei treffe ich viele Frauen, die von unseren Möglichkeiten nur träumen können (und die ganz andere Themen haben).
    Ein sehr wichtiger Punkt ist für mich: Wir Frauen, der „westlichen Welt“ haben die Möglichkeit uns erfolgreich in die Welt zu stellen. Wir gehören zu den wenigen Frauen auf der Welt, die das tun können, ohne ihr Leben oder ihre soziale Zugehörigkeit zu riskieren. Das motiviert mich immer wieder sehr – für mich ist mein Ausdruck in der Welt auch immer ein Ausdruck für andere Frauen mit. Und dieser Mindset versetzt in eine hohe Schwingung … die dann Geld anzieht. *goodvibes*
    Ich freue mich sehr auf weitere Updates von Dir! Lieben Gruss Christina

    1. Hallo Christina,
      freut mich, dass dir der Artikel gefällt 😀
      Tolle Sachen machst du – wirklich interessant!
      Und du hast natürlich vollkommen recht: Frau zu sein, ist für uns nicht mit Gefahren verbunden. Das ist keine Selbstverständlichkeit! Oder in einem Blog seine Meinung zu sagen 😉

      Liebe Grüße
      Linda

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