letzter Tag

Den Gedanken “Was, wenn morgen dein letzter Tag wäre” hat wahrscheinlich jeder zwischendurch einmal. Zumindest ich habe schön häufiger darüber nachgedacht. Allerdings hat sich einiges in meinem Leben geändert, sodass ich die Frage nach meinem letzten Tag heute anders beantworten würde als noch vor einem Jahr.

Da Nicole vom Blog bewusstglücklich.ch in ihrer Blogparade dazu aufruft, sich öffentlich dazu Gedanken zu machen, nutze ich die Gelegenheit und teile dir meine Sicht der Dinge mit. Es wird also persönlich.

Was habe ich vermisst?

“Was, wenn morgen mein letzter Tag wäre?” – Immer wenn mir früher dieser Gedanke durch den Kopf ging, habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlt. Ich wusste, dass ich nicht zufrieden sterben würde.

Was genau mir gefehlt hat oder ich glaubte zu vermissen, kann ich jetzt nicht mehr sagen. Ich wollte dies und jenes noch machen, den Jakobsweg wandern und reisen. Dinge, die du häufig auf Bucket-Listen wiederfindest. Ob sie letztendlich etwas verändern würden, weiß ich nicht.

ICH habe mich verändert

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal gedacht: “Wenn ich jetzt sterben müsste, wäre es okay.” Das hat mich gewundert und gefreut.

Natürlich wäre ich wahrscheinlich immer noch traurig und ich würde vieles tun, um dem Tod zu entgehen. Schließlich will ich leben und noch viel entdecken.

Im Inneren hat sich aber etwas bei mir verändert. Dem letzten Tag würde ich nicht mehr verzweifelt entgegensehen.

Woher kommt das?

Ich bin insgesamt viel zufriedener geworden. Seitdem ich im vergangenen Jahr begonnen habe zu bloggen, hat sich mein Leben verändert:

1. Ich habe angefangen zu meditieren

Ungefähr fünf Mal pro Woche übe ich mich in Dankbarkeit, visualisiere meine Zukunft und den kommenden Tag. Das macht mich zufrieden.

2. Gelassener durch bessere Geldbeziehung

Ich bin zwar noch in der Privatinsolvenz, beschäftige mich aber durch den Kontakt mit Uta Nimsgarn und Nicole Rupp mit meiner Beziehung zum Geld. Viele Menschen glauben, Geld spielt in ihrem Leben keine Rolle, trotzdem ist sie meistens größer, als sie es sich vorstellen können.

Durch die Beschäftigung damit bin ich im Alltag gelassener, da ich weiß, dass meine Geldangelegenheiten geregelt sind. Wer keine großen Schulden oder Probleme hat, seine Finanzen zu ordnen, kann vielleicht nicht verstehen, dass dies eine große Erleichterung ist.

3. Mein Selbst-WERT-Gefühl ist gestiegen

Zusätzlich steigt durch die Auseinandersetzung mit Geld und Werten mein Selbst-WERT-Gefühl. Endlich verlange ich in meinem Job als Texter Preise, von denen ich gut leben kann. Mit dem Geld, das ich vorher bekommen habe, ging das nicht. Okay, irgendwie hat es geklappt, aber das war`s auch schon. Das war mir zwar bewusst, aber ich dachte: “Der Markt gibt nichts anderes her!”

Heute hat sich meine Sicht geändert. Meine Arbeit ist es wert, dass ich davon leben kann, Rücklagen bilde und für mein Alter vorsorge. So wie es bei einem Selbstständigen Normalität sein sollte.

Das gibt mir eine Sicherheit, die ich langsam aber sicher auch nach außen transportiere.

4. Ich habe übers Bloggen schon einige tolle Menschen kennengelernt.

Sie motivieren und inspirieren mich, an meinen Zielen festzuhalten und weiter auf meinen Erfolg sowie finanzielle Freiheit hinzuarbeiten.

5. Angst vor Absagen zu haben, ist überflüssig

Während ich anfangs noch Angst hatte, die Großen und Erfolgreichen der Bloggosphäre wegen eines Gastbeitrags oder eines Tipps anzuschreiben, bin ich auch da jetzt gelassen. Entweder ich bekomme eine Antwort oder eben nicht.

Erst neulich habe ich dazu einen tollen Podcast gehört. Blöderweise weiß ich mal wieder nicht, wer gesprochen hat, aber immerhin erinnere ich mich an den Inhalt. Letztendlich ging es darum, dass du keine Angst vor Absagen haben musst.

Wenn du zu einem Anliegen 100 Menschen bittest, dir zu helfen, sagen vielleicht 60 Ja und 40 Nein. Oder 20 Ja und 80 Nein. Kommt natürlich drauf an, was du willst.

Der Punkt ist: Es kommt nicht auf dich und deine Bitte an!

Vielmehr ist der Zustand deines Gegenübers ausschlaggebend. Hat er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Charakteren wie dir gemacht, hat er Liebeskummer oder ist einfach mit dem falschen Bein aufgestanden? All das kann dazu führen, dass du ein Nein erhälst. Macht also überhaupt nix!

6. Wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Ich habe echt Spaß mit dem, was ich tue!

Geschrieben habe ich schon immer gerne, schon als Kind. Eigentlich ist es daher nicht verwunderlich, dass ich das irgendwann zu meinem Beruf gemacht habe.

Beim Bloggen, beim Beantworten von Kommentaren oder Mails von Lesern oder auch beim Schreiben meines ersten Blog-Buches passiert aber gelegentlich etwas ganz Wundervolles!

Um es eher körperlich zu beschreiben: Mein Solar plexus fühlt sich plötzlich warm an. Spirituell lässt es sich aber treffender mit einem Gefühl der absoluten Fülle in diesem Bereich beschreiben.

Keine Ahnung, ob das für die meisten Menschen normal ist und du nun verwundert den Kopf schüttelst. Für mich war es das bisher nicht und ich freue mich jedes mal wie Bolle, wenn ich diese Sekunden voller innerem Reichtum und Fülle erleben darf. Das ist so ein schönes Gefühl, für das ich wirklich dankbar bin!

Mein letzter Tag

Diese sechs Punkte sind die wichtigsten, die dazu führen, dass es mir heute gut geht und ich mein Leben wesentlich bewusster lebe.

Ein großartiges Szenario für meinen letzten Tag gibt es daher nicht. Wahrscheinlich würde ich im Kreise meiner Lieben sitzen, lecker essen und über Vergangenes lachen. Oder so.

Wie sieht`s bei dir aus?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar!


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht - auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    6 replies to "Wenn morgen mein letzter Tag wäre …"

    • Nicole

      Hi Linda 🙂

      wuhuuu, du hast bei meiner Blog-Parade mitgemacht. Ich habe mich echt darüber gefreut, denn ich verfolge deinen Blog schon ein Weilchen 🙂 Und was du geschrieben hast, kann ich echt bestätigen. Auch ich bin viel zufriedener und auch etwas gelassener worden seit ich blogge. Vielleicht weil Schreiben innerlich befreit? 🙂 Jedenfalls mach weiter so!

      gllückliche Grüsse,
      Nicole

      • Linda

        Hallo Nicole,
        ja, bloggen ist schon eine coole Sache 😉
        Freut mich, dass dir mein Blog gefällt – deinen find ich auch gut. Und du machst immer so schöne Zitate-Bilder bei Facebook 😉

        Lieben Gruß
        Linda

    • Robert Kraxner

      Liebe Linda,

      wow… danke für diesen offenen und ehrlichen Artikel.

      Mich hat vor allem das Selbst-WERT Thema sehr angesprochen, welches für mich wieder meine Erfahrung bestätigt, dass das Thema Geld in Verbindung mit meinem Selbstwert steht.

      Ich erkläre es oft so, dass Geld der äußere Ausdruck vom Selbstwert ist. Sozusagen der Spiegel im außen.

      DANKE
      Alles Liebe
      Robert

      • Linda

        Hmmm, so kann man es auch sehen – sehr interessant 🙂
        Wobei Menschen mit wenig Geld nicht unbedingt wenig Selbstwertgefühl haben müssen. Wichtig ist wahrscheinlich die Art, wie sie mit Geld umgehen, sich etwas gönnen und ein zufriedenes Leben führen.

        Viele Grüße
        Linda

    • […] Mischa Miltenberger | adios-angst Susanne Mierau | geborgen-wachsen Pia Mester | malmini Linda Benninghoff | mymoneymind oder direkt bei dem entsprechenden Artikel auf […]

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