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Kannst du dem Glück entgegenlaufen?

Dem Glück entgegen zu laufen, hältst du für Quatsch? Ich nicht, ich bin seit zehn Monaten damit beschäftigt und immer wieder erstaunt, wie gut es (manchmal) gelingt. Zu laufen hat mittlerweile einen festen Stellenwert in meinem Leben bekommen und ich möchte es nicht mehr missen. Was hast du davon? Beim Laufen kannst du relativ schnell Erfolgserlebnisse haben – und Glück erfahren.

Moment noch! Heißt es Laufen oder Joggen?

Wenn sich das so einfach beantworten ließe … Ich habe noch keine allgemein gültige Definition gefunden. Jeder legt sich seine Aussage selbst zurecht. Wenn ich mir meine Laufschuhe anziehe und mich von meinem Freund verabschiede, heißt es meistens: “Ich gehe laufen.”

Ich gehe laufen, wenn ich ein Ziel vor Augen habe oder weiß, dass ich an diesem Tag zu Leistungen fähig bin (Leistung in meinem bescheidenden Rahmen). Schmerzen die Muskeln oder Knochen, bin ich müde und würde am liebsten auf dem Sofa versauern, gehe ich hingegen joggen. Schön langsam, Schritt für Schritt, meistens nur 30 Minuten.

Meine Psyche ruft: “Lauf los!”

Es ist kein Geheimnis, dass Laufen sehr gut für die Gesundheit ist. Das Herz-Kreislaufsystem wird trainiert, Blutdruck und Blutfettwerte sinken, das Immunsystem wird stärker. Mein Blutdruck war schon immer gut, krank bin ich sowieso selten – ob mir Laufen in dieser Hinsicht hilft, kann ich nicht sagen.

Ich merke aber, dass es mir psychisch besser geht. Ich habe mir angewöhnt, dreimal pro Woche loszutraben. Meistens schaffe ich es, den Plan einzuhalten. Kommt mir etwas dazwischen, spüre ich, wie ich ungeduldig, reizbar und unzufrieden reagiere. Die Bewegung schafft einen Ausgleich, den andere Sportarten bei mir nicht erreichen. Das sogenannte Runner´s High ist nicht umsonst ein Phänomen, nach dem viele Läufer lechzen, wenn sie dem Glück entgegen laufen.

Schnelle Erfolge auf zwei Beinen

Laufen ist gerade für Anfänger toll. Brauchst du schnelle Erfolgserlebnisse, kauf dir gute Laufschuhe und geh los. Jeder kann laufen! Es gibt keine große Technik zu erlernen, schon im Alter von einem Jahr sind die meisten Menschen dazu in der Lage. Natürlich gibt es aber körperliche Einschränkungen, die du beachten solltest.

Ziehst du nur zwei Mal pro Woche deine Laufschuhe an und trainierst, bist du wahrscheinlich nach einigen Monaten in der Lage, fünf Kilometer zu laufen. Wenn du länger brauchst – kein Problem. Bleib bei deinem Tempo! Warum erwähne ich ausgerechnet diese Strecke? Weil viele Städte und Dörfer 5-Kilometer-Läufe veranstalten, an denen du wenigstens einmal teilnehmen solltest.

Glückshormone heben die Stimmung

Hab keine Angst, dass du als Letztes ins Ziel einläufst. Ein Läufer ist immer der Letzte, das lässt sich nicht vermeiden. Selbst wenn es dich treffen sollte, bist du immer noch wesentlich schneller unterwegs als die Menschen, die am Straßenrand stehen und dir zusehen. Die meisten von ihnen sind übrigens sehr nett, feuern dich an und helfen dir damit über den letzten Kilometer.

Melde dich an, um die Sache für dich offiziell zu machen und fange an zu laufen. Selbst wenn du überrundet wirst und mit den Hinteren über die Ziellinie läufst, wirst du viel Stolz spüren, dein Ziel erreicht zu haben. Ich weiß, wovon ich rede. Die hinteren Plätze nehme ich bevorzugt.

Und Ja, du bist dem Glück entgegengelaufen – und hast es sogar erreicht.

Wann fühlst du dich glücklich?
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Titelbild: Pixabay.com @ tpsdave (CC0 1.0)

 

 

13 Kommentare

  1. Hallo Linda!

    Ha, genau der richtige Artikel für mich. Ich will mich schon ewig zum Laufen motivieren, weil es einfach so schon praktisch ist. Kostet nichts, man ist an der Natur und kriegt den Kopf frei. Immer wieder bin ich aber nach ein paar Läufen schon wieder demotiviert… Vielleicht ziehe ich es jetzt endlich mal durch…

    Liebe Grüße!
    Anna

  2. Hallo Anna,
    vielleicht überforderst du dich am Anfang zu viel? Du bist zu schnell oder die Strecke zu lang? Daran kann es schon liegen.
    Lass es langsam angehen, der Rest kommt von alleine 🙂

    Viele Grüße
    Linda

  3. Hallo Linda,

    toller Artikel.

    Ich habe lange gebraucht um ein regelmäßiges Laufen in meinen Alltag zu integrieren. Damals wusste ich nicht, dass ich mir selbst im Weg stehe. Ich wollte immer gleich am Ziel sein, ohne den ersten Schritt zu machen.
    Irgendwann hat’s Klick gemacht und am 31.12.14 hatte ich meinen ersten offiziellen 10 km Lauf.
    Das Adrenalin, was in meinen Adern floss war wahnsinnig euphorisierend.

    Laufen ist ja irgendwie die natürlichste Sportart. Man braucht keine Geräte und kann es das ganze Jahr hindurch draußen machen.

    Daumen hoch 🙂

    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Hallo Sabrina,
      danke für deinen schönen Kommentar 🙂
      Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten 10-km-Lauf! Hast du schon einen nächsten Lauf ins Auge genommen?
      Ich fand bei meinem echt beeindruckend, mit welch einer wahnsinnigen Geschwindigkeit die schnellsten Läufer mich überrundet haben – wirklich krass 😀

      Ja, ich denke das auch immer wieder, dass es eine natürlichere Sportart eigentlich nicht gibt. Jeder kann sofort anfangen, wenn er will. Ich bin aber in den letzten 2 Wochen echt faul gewesen. Erst tagelang Dauerregen, dann war ich erkältet. Also nix mit Laufen! Waren aber auch willkommene Ausreden 😉

      Deinen Kommentar nehme ich zum Anlass, morgen wieder laufen zu gehen!
      Lieben Gruß
      Linda

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