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Den inneren Schweinehund überwinden oder die Angst vor dem ersten Schritt

 

Inneren Schweinehund überwinden

Mittlerweile bekomme ich zu meinen Artikeln viele Kommentare und auch bei Facebook steigt die Beteiligung. Das freut mich sehr! In einigen Zuschriften fällt mir auf, dass die Frauen gerne etwas an ihrer Situation ändern würden, den ersten Schritt in diese Richtung aber nicht gehen.

Das Geschäft läuft schon seit ein paar Jahren schlecht, die Finanzen sind nicht so wie erhofft. Vielleicht gehörst du auch zu den Frauen, die wissen, dass es eigentlich Zeit ist, etwas zu ändern. Aber trotzdem nichts unternehmen.

“Woran liegt das?” habe ich mich gefragt.

Trotz Fleiß kein Preis

Ich glaube nicht, dass es etwas mit Faulheit zu tun hat. Wenn ich lese, wie viel die Frauen arbeiten, um sich über Wasser zu halten und/oder ihre Familie zu ernähren, wird schnell deutlich, dass sie sehr fleißig sind.

Mitunter arbeiten sie sogar so viel, dass irgendwann alles zu viel wird und sie unter der Last zusammenbrechen.

Ich vermute eher, dass es viel mit Angst zusammenhängt. Natürlich nicht solche Angst, wegen der du schlotternd in der Ecke sitzt. Sie ist eher unterschwellig. Wahrscheinlich bist du dir dessen nicht einmal bewusst. Und trotzdem beeinflusst sie deine Handlungen unter Umständen stark.

Angst verhindert Veränderungen

Natürlich ist jede Frau anders. Und vielleicht ist das, was ich hier erzähle, totaler Quatsch. Schließlich bin ich keine Psychologin oder so was.

Ich weiß aber selbst, dass ich bei einigen Schritten zögere, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Die Angst vor Neuem spielt dann eine große Rolle. Wenn du dein gewohntes Terrain verlässt, ist erst einmal ungewiss, was dahinter kommt. Es kann dir schließlich niemand versprechen, dass alles besser wird. Unter Umständen geht es erst bergab. Warum also etwas verändern, wenn es dir im Endeffekt noch schlechter geht?

Wohin führen Veränderungen?

Vielleicht bist du aber schon einen oder zwei Schritte in eine andere Richtung gegangen. Warum hast du angehalten? Die Angst vor Veränderungen hält dich dann eventuell zurück. Unter Umständen sind es nicht einmal die Veränderungen, die deinen Beruf oder deine finanzielle Situation betreffen. Sondern deine Mitmenschen sehen sich mit deinem neuen Ich konfrontiert und können nicht damit umgehen.

Du bist energischer, packst neue Projekte an, wirst selbstbewusster. Deinen bisherigen Freunden oder deinem Partner kommt dies spanisch vor und immer häufiger fallen Kommentare in diese Richtung. Anstatt dass sie sich mit dir freuen, finden sie “dass du irgendwie komisch” oder “verkrampft geworden bist, seitdem du auf dem Selbstverwirklichungstrip bist.” Wer hört das schon gerne?!

Es ist nur natürlich, dass du von deinen ersten Erfolgen erzählen willst. Schließlich arbeitest du hart und bist stolz, dass das Geschäft anläuft. Doch was passiert? Dein Partner oder die beste Freundin scheinen wenig begeistert zu sein. Mitunter machen sie deinen Erfolg sogar runter. Das verletzt.

Mara Stix hat dazu einen sehr schönen Artikel geschrieben. Von den Personen, mit denen du in engem Kontakt bist, solltest du keine Kritik annehmen. Sie machen sich Sorgen und haben Angst davor, dass ihre eigene Welt aus den Fugen gerät. Das ist ebenso verständlich wie dein Wunsch nach Veränderung.

Angst vor dem Scheitern

Oh nein, was passiert, wenn ich tatsächlich versuche, etwas zu ändern, aber es klappt nicht? Ist es nicht furchtbar peinlich, sich und den Mitmenschen sein Scheitern einzugestehen?

Ich finde nicht. Du hast es immerhin versucht, hast dich aufgerafft und warst aktiv.

Es gibt verschiedene Gründe, warum es jetzt nicht passend war. Vielleicht bist du krank geworden, in der Beziehung sind Probleme aufgetreten oder du warst einfach noch nicht so weit. Das ist alles möglich.

Mach dir keine Vorwürfe, sondern erhole dich erst einmal. Mit etwas Distanz sieht die ganze Sache in ein paar Wochen schon wieder ganz anders aus.

Den inneren Schweinehund überlisten

Den inneren Schweinehund zu überwinden, braucht ein bisschen Geschick. Eine gute Chance auf Erfolg hast du, wenn du dich gut vorbereitest.

  • Überleg dir genau, was du willst.
  • Ich wiederhole mich gerne: Schreib dir einen Plan, in dem du die verschiedenen Etappen festhältst.
  • Such dir Unterstützung. Vielleicht steht dir finanzielle Unterstützung durchs Amt zu, du kannst Fortbildungen günstiger oder sogar kostenlos besuchen.
  • Mit etwas Glück findet eine Gründermesse in deiner Nähe statt. Dort kannst du dich informieren und erste Kontakte knüpfen: Hier gibt es einen Terminkalender für solche Veranstaltungen.
  • Hast du Schulden, informiere dich, ob eine Schuldnerberatung für dich Sinn macht. Vor allem, wenn die Schulden dir über den Kopf zu wachsen drohen, ist dies empfehlenswert. Bedenke: Eine seriöse Schuldnerberatung ist kostenlos!
  • Hast du Freunde oder Bekannte, die schon das leben, was du erreichen möchtest? Sehr gut! Von ihnen bekommst du die notwendige Motivation, um dein Ding durchziehen.
  • Ist dein Umfeld hingegen misstrauisch, such im Internet nach Verbündeten. Vielleicht lernst du ein paar Menschen kenne, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und ihr gründet eine Master-Mind-Gruppe.

Am wichtigsten ist jedoch, dass du den ersten Schritt gehst. Selbst wenn er noch so klein ist, kann er Großes bewirken.

 

Hält dich etwas zurück, etwas in deinem Leben zu verändern?

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11 Kommentare

  1. Hallo Linda

    Ich selber bin eher der umgekehrte Fall, ich neige dazu, mich völlig unüberlegt in irgendwas reinzustürzen. Zugebenermaßen war das früher schlimmer, aber aus meinen Erfahrungen kann ich sagen, dass es nicht das Ende der Welt ist, wenn man auf die Nase fällt. Wobei ich es gut verstehe, wenn Frauen zögern, die zum Beispiel noch Kinder zu versorgen haben, denn es ist einfach etwas anderes, ob du nur für dich alleine verantwortlich bist oder es Menschen gibt, die von dir abhängig sind.

    Liebe Grüße,
    Daniela

    1. Hallo Daniela,
      ja, ich habe (mittlerweile) auch keine Probleme mehr, etwas anzufangen.
      Klar, mit Kindern ist es sicherlich noch etwas anderes, das glaube ich auch. Ist nur generell schade, wenn Änderungen gewünscht sind, aber sich Frauen nicht trauen 🙂

      Lieben Gruß und ein schönes Wochenende,
      Linda

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