Ich brauche dringend Geld! Tipps für die finanzielle Katastrophe

 

Ich brauche dringend Geld

“Ich brauche dringend Geld!” Sicherlich gibt es Momente in deinem Leben, in denen dir dieser Satz durch den Kopf geht. Oder nicht?

Dein Auto ist fast Schrott, die Sohlen von deinen Lieblingssneakern lösen sich oder du befürchtest eine üble Nachzahlung an das Finanzamt. Wenn du glaubst, dass du mit deinen Ängsten alleine bist, sei beruhigt. Vielen Menschen geht es so.

Die Kunst ist allerdings, dann nicht in Selbstzweifel zu verfallen oder Panik zu bekommen, sondern in Ruhe nach einer Lösung zu suchen. 

Ich brauche dringend Geld – und zwar jetzt!

In diesem Artikel geht es nicht darum, wie du mittel- oder langfristig ein besseres Verhältnis zum Geld aufbauen kannst. (Dabei hilft dir mein Online-Kurs Happy Money => Klick hier!)

Du bekommst stattdessen Anregungen, wie du jetzt in der akuten Situation handeln kannst.

Eine finanzielle Katastrophe habe ich vor einigen Jahren erlebt. Nachdem mein damaliger Mann gestorben war, habe ich schnell gewusst, dass ich nicht in der Lage bin, die monatlichen Raten für unser Haus zu zahlen. Ich habe nicht viel verdient, hatte keine Rücklagen und wusste nicht, was finanziell abgeht.

1# Atme!

Der wichtigste Ratschlag, den ich dir geben kann: Bewahr die Ruhe und atme tief durch!

In vielen Fällen sieht die Situation schlimmer aus, als sie ist. Wenn du aber jetzt in Panik verfällst, wirst du das leider nicht feststellen. Stattdessen machst du durch unüberlegtes Handeln alles nur noch schlimmer.

2# Keinen teuren Kredite!

In meiner Situation kam ein Kredit sowieso nicht in Frage, weil meine Schulden viel zu hoch waren, um das irgendwie abzudecken.

Eventuell hast du schon mehrere kleine Kredite laufen und müsstest nun noch einen aufnehmen, um die Zahlung für die neue Rechnung machen zu können. Informiere dich mal, ob es sich nicht eher lohnt, die kleinen Kredite in einem großen zusammenzufassen und dadurch weniger Zinsen zahlen zu müssen.

Je nach Vertrag kann dadurch sonst ein ordentlicher Batzen zusammenkommen.

Wenn es notwendig ist, würde ich eher innerhalb der Familie fragen, ob mir jemand Geld leihen kann. Da ich mittlerweile aber Schulden wie die Pest vermeide, käme das nur im absoluten Notfall in Frage für mich.

3# Aufschreiben und sortieren

Als ich damals gemerkt habe, dass ich nicht genug Geld habe, hab ich zuerst alle Unterlagen sortiert und nach unbekannten Reichtümern gesucht. Leider nix gefunden.

Ein Freund warf den Begriff Privatinsolvenz in den Raum, ich habe mich informiert und eine Schuldnerberatung in Anspruch genommen. Der Rest ist Geschichte, in einem Jahr bin ich damit durch.

Flattert heute eine hohe Rechnung ins Haus, nehme ich erst meine Kontoauszüge zur Hand, schaue, ob ich eine offene Rechnung eines Kunden übersehen habe und hole mir mein Geld.

Denk außerdem daran, dass du meistens nicht sofort zahlen musst, sondern oft zwei Wochen Zeit hast, um zu überweisen. Bekommst du bis dahin dein Gehalt, erwartest du andere Zahlungseingänge auf deinem Konto oder ist zufällig Weihnachten?

Schreib dir auf, bis wann du überweisen musst und wie sich dein Kontostand bis dahin entwickelt. Oft sieht`s dann gar nicht mehr so dramatisch aus. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich auf diese Weise Situationen meistern konnte, die mir vorher echt Angst gemacht haben.

4# Zusätzliches Geld verdienen

Der Gedanke “Ich brauche dringend Geld” sollte dich nicht lähmen, sondern aktivieren.

Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du schnell verdienen kannst. Am besten suchst du im Kleinanzeigenmarkt der Tageszeitung oder am schwarzen Brett im Supermarkt nach Anzeigen: Hunde ausführen oder Babysitten bringt zwar keine großen Summen zustande, aber Kleinvieh macht auch Mist!

Sieh in Online-Stellenmärkten nach, überleg dir, was du kannst, worauf du Lust hast und gib selbst eine Anzeige auf.

Als ich neulich wegen meines Umzug über mehrere Monate hohe Ausgaben hatte, hab ich diesen Zeitpunkt zum Anlass genommen, mich endlich zu trennen. Ich habe fast meine ganzen Fachbücher aus meiner Heilpraktiker-Ausbildung verkauft. Dadurch kam eine ordentliche Stange Geld zusammen, was mir total geholfen hat.

Außerdem hat es sich extrem gut angefühlt, mit dieser Zeit abzuschließen. Loslassen à la carte!

5# Kontakt zum Gläubiger aufnehmen

Unter Umständen merkst du aber schnell, dass es diesmal nicht zu schaffen ist. Du packst es einfach nicht, innerhalb von ein paar Wochen die Summe zusammen zu bekommen.

Dann ist es gut, wenn du dir das eingestehst und nicht länger auf Gut Wetter machst.

[bctt tweet=”Sei kein Hasenfuß und ruf deinen Gläubiger an!”]

Im Zweifelsfalls ist er froh, von dir zu hören! Sei nett, schilder ihm dein Problem und mach einen Vorschlag, wann du bezahlst.

Von dort aus könnt ihr euch nähern und an einer Lösung arbeiten.

Ich weiß, dass der Griff zum Telefonhörer nicht einfach ist. Wichtig ist, dass du dich überwindest und es einmal durchziehst. Du merkst, dass die Gespräche oft halb so schlimm sind. Von da aus fällt dir um einiges leichter, da dein Selbstbewusstsein steigt.

Wie du siehst, gibt es mehrere Möglichkeiten, zu handeln. Bei mir steht an erster Stelle das Aufschreiben und Sortieren.

Hast du noch einen anderen Tipp? Dann schreib ihn in die Kommentare.

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9 Kommentare

  1. Ich habe vor einigen Monaten auch Schuldenberaterin für ein Bekannte gespielt. Ich habe mir eine Woche Urlaub genommen und das erledigt, dessen sich die Person nicht mehr gewachsen sah:
    Rechnungen, Mahnbescheide und Vollstreckungsbescheide sortiert
    Anwälte angerufen und Vergleiche ausgehandelt, die in Raten abbezahlt werden können
    einen Tilgungsplan erstellt, der voll automatisiert über Daueraufträge läuft

    Es war viel Arbeit und ich hatte das Glück, dass ich nicht selbst betroffen war. Aber was ich auf jeden Fall mitnehmen konnte ist folgendes:
    Die Leute sind erleichtert, wenn man sich als Schuldner überhaupt meldet und kompromissbereit ist. In allen Fällen sind mir die Gläubiger entgegen gekommen und haben weitere Mahnungen aufgeschoben, weil ich genau gesagt habe, wann was beglichen wird. Die Telefonate waren eigentlich immer sehr angenehm und man braucht da absolut keine Angst vor haben. Immer einen Schritt nach dem anderen aus der Schuldengrube raus. Man muss nur wollen – oder jemanden finden, der einem zur Seite steht 😉

    1. Hallo Fräulein Zaster,
      vielen Dank für dein Beispiel mit deiner Bekannten!
      Das ermutigt sicherlich Betroffene, tatsächlich diesen Schritt zu gehen und zum Telefonhörer zu greifen 🙂

      Lieben Gruß
      Linda

  2. Hallo Linda,

    ja solche Situationen kenne Ich. Ich befinde mich zurzeit auch in einer Lage, in der mein finanzielles Polster auf Grund einiger Investitionen und Ausgaben relativ schmal geworden ist. Da schläft man schonmal ein wenig unruhiger als sonst.
    Wie du schon sagst ist es wichtig, dass man erstmal die Ruhe bewahrt und dann versucht das Problem rational zu betrachten. Meistens ist es gar nicht so schlimm, wie man im ersten Moment denkt.

    Gruß,

    Claudius

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