Wenn ich die Tasse gefüllt mit schaumigem und starkem Kakao an meine Nase halte und tief einatme, bin ich dankbar und freue mich auf die folgende Stunde. Ich werde tief in meine Gefühle eintauchen und mein Herz öffnen, ganz im Augenblick sein.

Das ist der Anfang meiner eigenen Kakao-Zeremonie.

Appetit auf Kakao führt zur ersten Zeremonie

Vor vier Monaten hatte ich noch keine Ahnung, dass es so etwas wie Kakao-Zeremonien gibt. Kakao kannte ich nur als Pulver oder in Form von Schokolade, das war`s.

Nach dem Ayahuasca-Retreat in Costa Rica hatte mir eine der Teilnehmerinnen erzählt, dass sie bald an einer Kakao-Zeremonie in London teilnehmen würde. Schnell war mein Interesse geweckt!

Denn witzigerweise hatte ich seit Costa Rica einen riesigen Appetit auf Kakao: Dicke Schichten ungesüßtes Kakaopulver auf Orangen und Bananen schmeckt mir seitdem wahnsinnig lecker. Das konnte kein Zufall sein!

Also habe ich mich schlau gelesen und mir schon bald meinen ersten zeremoniellen Kakao aus England bestellt – seitdem bin ich angefixt und mache mindestens einmal pro Woche meine eigene Kakao-Zeremonie zuhause.

Zeremonieller Kakao ist nicht gleich Kakao

Zeremonieller Kakao ist nicht mit herkömmlichem Kakao oder Schokolade zu vergleichen!

Die Kakaobohnen werden in Latein-Amerika in der Sonne getrocknet, leicht geröstet und von Hand geschält. Mit einem Stein werden sie gemahlen, bis eine Paste entsteht. Diese Paste wird zu einem Block oder anderen Formen geformt.

Es wird nichts hinzugefügt und nichts entfernt – der reinste Kakao, den du dir vorstellen kannst.

Bei meiner ersten Bestellung hatte ich einen Kakao-Block, nun habe ich Pellets. Einen Unterschied in der Wirkung habe ich nicht festgestellt, die Pellets sind einfacher zu benutzen. 

Meine Kakao-Pellets

Deine eigene Kakao-Zeremonie – so mache ich es

Wie du deinen zeremoniellen Kakao zubereitest, kannst du hier in einem Beitrag von Heartsolution.de lesen. Dort habe ich meinen Kakao bestellt.

Ich mache meinen Kakao mit einer Prise Chili-Pulver, ordentlich Zimt, Hafer- oder Mandelmilch und Agavendicksaft zum Süßen.

Mit meiner gefüllten Tasse gehe ich dann in mein Zimmer. Dort ist schon alles vorbereitet: Kerzen brennen, neben meiner Yogamatte habe ich meinen kleinen Buddha, Muscheln und Steine aufgestellt. Was dort genau steht, wechselt je nach meiner Laune.

Mein Smartphone liegt dort bereit, Kopfhörer sind bereits eingestöpselt.

Nun wird es feierlich und die Zeremonie beginnt.

Dicker, starker Kakao

Ich nehme die Tasse und atme den Duft des Kakaos tief ein. Ich bedanke mich und denke an meine Absicht, die ich mit dieser Zeremonie verfolge.

Möchte ich mehr Fülle spüren?
Möchte ich mehr zu mir selbst finden?
Möchte ich meiner Intuition mehr folgen?

Je nachdem was in dem Moment wichtig ist, fühle ich und “bitte den Kakao”, mich bei diesem Prozess zu unterstützen.

Wenn das für dich etwas spooky klingt, denk dran: Kakao ist Pflanzenmedizin. Das warme Gefühl, dass dir ein Riegel Schokolade gibt, ist nur ein Vorgeschmack dessen, was du in deiner eigenen Kakao-Zeremonie erlebst.

Meinen Kakao trinke ich ziemlich schnell, genieße aber jeden Schluck. Danach setze ich mir meine Kopfhörer auf und meditiere.

Ich meditiere sowieso jeden Tag, aber unter dem Einfluss von Kakao ist jede Meditation länger, tiefer und intensiver. Ich spüre in der Meditation meine Gefühle viel bewusster, kann mich mehr auf den Moment einlassen und genießen. Manchmal muss ich sogar weinen, weil ich so dankbar bin.

Mehr mache ich meistens nicht. In einer Zeremonie meditiere ich meistens eine Stunde lang, oft kombiniere ich zwei bis drei Meditationen hintereinander. Ab und zu hole ich mir mein Tagebuch und schreibe auf, was mir in den Kopf kommt.

Ich lasse mich da ganz von meinem Gefühl leiten.

Was mir meine Kakao-Zeremonien bringen?

Ich komme raus aus meinem Kopf, rein ins Gefühl.

In Costa Rica habe ich erfahren, dass ich mir mein Leben versaue, weil ich oft im Kopf bin. Ich grüble viel um ungelegte Eier, oft geht es dabei ums Geld. In diesen Momenten bin ich in der Angst, von Fülle ist dann nichts zu spüren.

In den Ayahuasca-Zeremonien habe ich gespürt, welche Auswirkungen diese Angst und Grübelei auf meinen Körper hat. Das ist alles andere als schön.

Kakao zeigt mir, wie ich wieder ins Fühlen und in die Fülle komme. Denn im Jetzt spielen Probleme keine Rolle.

Das ist ein Prozess, aber ich merke, wie es mir immer besser gelingt und ich genieße.

Ich mache beruflich immer mehr das, was mir wirklich Spaß macht. Vor allem bin ich seit Costa Rica beruflich viel kreativer und kann mich da austoben.

Ich bin gespannt und freue mich auf die Dinge, die als nächstes in mein Leben treten werden.

Hast du schon Erfahrungen mit zeremionellem Kakao gemacht? Schreib es jetzt in die Kommentare.

Pinn für später

Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht - auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

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