Dankbar sein – Wieso es dir zu mehr Reichtum in deinem Leben hilft

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Dankbar sein für kleine Momente. Bild: Elina Puohiniemi

“Ich bin so dankbar” – wenn ich noch vor ein paar Monaten bei erfolgreichen Bloggern diesen Satz gelesen habe, habe ich meistens den Kopf geschüttelt und mich gefragt, ob die das tatsächlich ernst meinen.

Mich hat dieser Satz eher an die Sorte Mensch erinnert, die in irgendwelchen entfernten Sphären unterwegs sind, aber sicherlich nicht mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.

Mittlerweile denke ich anders. Ich weiß nämlich inzwischen, dass Annehmen und Danke sagen zu können, einen Einfluss auf dein finanzielles Glück haben können.

Mit einem guten Gefühl starten

Ich habe schon vor einiger Zeit einmal ein Dankbarkeitstagebuch geschrieben. Wie das bei mir oft so ist, fange ich etwas mit großer Begeisterung an und lasse es dann nach ein, zwei Monaten wieder einschlafen.

Mittlerweile habe ich aber wieder angefangen, jeden Morgen aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin.

Ich nehme mir morgens mein Heft und schreibe Dinge auf, die mir am Tag vorher passiert sind. Manchmal sind es fünf, manchmal sind es zehn Sachen, die mir einfallen. Mal kleine, mal große.

Indem ich mir die schönen Momente des vergangenen Tages zurück ins Gedächtnis hole, fängt das Heute mit einem tollen Gefühl an.

Die Umgebung genießen

Gleichzeitig habe ich angefangen, mein Leben mehr zu genießen. Sicherlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, aber Dankbar zu sein, zählt dazu.

Was ich zum Beispiel bis vor meinem Umzug vor zwei Monaten NIE freiwillig gemacht habe, ist spazieren zu gehen. Spaziergänge habe ich bisher für eine nutzlose Tätigkeit gehalten, nur mit Hund machten sie Sinn. Nur in der Gegend herumzulatschen, fand ich blöd. Entweder von A nach B oder gar nicht.

Jetzt aber, wo ich hier lebe, gehe ich öfter mal am Wochenende raus, nehme meinen Fotoapparat mit, gehe durch die Altstadt oder am Wasser entlang. Ich freue mich dann darüber, in welch schöner Umgebung ich jetzt wohne, genieße das und bin dankbar. In echt.

(Und daher bin ich jetzt auch bei Instagram)

Dankbar sein in schlechten Zeiten

Es gibt aber ebenso Momente, in denen es mir noch schwer fällt, dankbar zu sein. Zeiten, in denen das Geld knapp ist. Aber um mehr Geld ins Leben zu holen, ist es wichtig, auch dann Dankbarkeit zu zeigen. Es gibt immer etwas, was gut ist, was dir hilft und dich weiterbringt – du musst es nur sehen.

Das mag für dich nach esoterischer Spinnerei klingen. Keine Sorge, hat es für mich anfangs auch. Um dir das Prinzip dahinter zu verdeutlichen, musst du dir nur einmal zwei Menschengruppen vorstellen:

  • Stell dir die vor, die kaum Geld haben, den ganzen Tag rauchend vor dem Fernseher sitzen und schon längst keine Ziele mehr haben. Denk dafür gerne in Klischees, dann wird dir schneller klar, was ich meine. (Damit sich niemand diskriminiert fühlt: Ich war auch mal eine rauchende Arbeitslose vor der Glotze)
  • Und dann stell dir einen erfolgreichen Unternehmer vor, der jeden Monat so viel Geld verdient, dass er sich ein tolles Leben leisten kann.

Denk daran, wie deine Unterhaltung mit beiden aussehen würde: Der Arbeitslose beklagt sich, dass sein Leben so schlecht ist, ist undankbar, nimmt schöne Momente nicht wahr und glaub, dass alle anderen außer ihm Schuld an seiner Situation sind.

Der Unternehmer ist positiv gestimmt, hat Pläne und Ziele. Er weiß, dass er ein gutes Leben hat und kann es wertschätzen.

Dankbar zu sein für das, was du hast, ist in jeder Situation wichtig. Besonders wenn du nicht viel Geld zur Verfügung hast, kann dir diese Einstellung helfen, dein Leben mehr zu genießen und einen Weg aus der Misere, hin zu mehr Erfolg und Fülle zu finden.

Kannst du annehmen?

Dankbar zu sein und annehmen zu können, stehen in einem engen Zusammenhang. Ich kann nur für etwas dankbar sein, das ich bewusst annehme.

Ich dachte immer, dass ich super annehme. Ist aber nicht so.

Das ist mir in der letzten Zeit immer wieder aufgefallen, beziehungsweise gab es nette Zeitgenossen, die mich darauf aufmerksam machen. Vielleicht war es ihnen nicht bewusst, darum sag ich passenderweise an dieser Stelle einmal: Danke Gabi, danke Raho!

Konkret ging es in ihren Fällen um Komplimente, die sie mir gemacht haben. Schon diese Kleinigkeit kann einen großen Unterschied machen.

Ich mache super gerne selbst Komplimente, sage jedem, wenn er etwas Tolles gemacht hat oder ein Kleidungsstück trägt, das mir gefällt. Ich spreche auch schon mal Fremde auf der Straße oder Verkäufer an, wenn sie ein gut duftendes Parfum tragen.

Aber selbst ein Kompliment anzunehmen, fiel mir anscheinend schwerer als gedacht.

[bctt tweet=”Komplimente anzunehmen, ist genauso wichtig, wie sie zu verteilen.”]

Bei Gabi und Raho habe ich zwar gehört, dass sie mir etwas Tolles gesagt haben, es aber nicht wirklich als solches empfunden und mich daher auch nicht bedankt.

Beide haben mir dann deutlich zu verstehen gegeben, dass sie mir gerade ein Kompliment gemacht haben und ich das (gefälligst) wahrnehmen soll. “Man muss auch mal annehmen können” waren die Worte.

Dadurch, dass ich darauf aufmerksam gemacht wurde, fällt es mir jetzt wesentlich leichter, Komplimente zu erkennen, anzunehmen und wertzuschätzen.

Und in Kombi mit der verstärkten Dankbarkeit bemerke ich immer häufiger nette Gesten, die mir meine Mitmenschen machen.
Ich freue mich mittlerweile wirklich und habe teilweise schon die Befürchtung, dass meine ständigen “Danke schön” den anderen auf die Nerven gehen …

So hilft dir Dankbarkeit in deinem Leben

Aber nun zu dir:
Wenn es dir bisher nicht gelungen ist, dein Verhältnis zu deinem Geld zu verbessern, kannst du jetzt damit anfangen. Sei dankbar.

  • Schreib dir jeden Tag auf, was dir Tolles passiert.
  • Geh mit offenen Augen durch dein Leben.
    Im Laufe der Zeit sieht du immer mehr schönere Dinge und erlebst intensiver.
  • Außerdem bietet dir dein Leben immer wieder Möglichkeiten, die du nutzen kannst, um dein Leben zu verbessern. Geh davon aus, dass es in deinem Leben keine Zufälle gibt, sondern alles passiert, damit du daraus lernst. Du musst die Chancen nur sehen und ergreifen.

Ich weiß, das ist nicht immer leicht.

Ich bin zwar mittlerweile recht mutig geworden, aber es gibt oft genug Situationen, in denen ich denke: “Oh, das wäre geil und würde mir bestimmt helfen (mich weiterzuentwickeln, Geld zu verdienen, tolle Leute kennenzulernen …)”, ich traue mich aber nicht und es bleibt erstmal liegen.

Meistens gärt so eine Idee dann einige Stunden oder auch zwei Tage, bis ich überzeugt davon bin, dass ich ein totaler Idiot wäre, die Chance verstreichen zu lassen.

Also werde ich aktiv. Ob sich tatsächlich etwas Geiles daraus entwickelt, weiß ich nicht. Spielt aber auch erst einmal keine Rolle. Wer weiß, wofür es gut ist.

Bist du schon dankbar? Kannst du Komplimente annehmen?
Hinterlasse mir jetzt einen Kommentar.

 

Und am Ende dieses Beitrags noch ein großes Danke an Elina Puohiniemi aus Finnland, die mir ihr Bild nicht nur für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat, sondern außerdem den ursprünglichen englischen Text ins Deutsche geändert hat.

Sie macht tolle Zeichnungen! Unter fb.com/elinapf siehst du mehr von ihr. Thank you, Elina!

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21 Kommentare

  1. Hallo Linda,

    wieder einmal ein interessanter Artikel.

    Ich glaube, ich bin zu echter Dankbarkeit gar nicht fähig. Weder mir noch anderen gegenüber. Wenn ich beispielsweise ein wichtiges Ziel erreicht habe, käme es mir gar nicht in den Sinn, dankbar dafür zu sein, es erreicht zu haben. Für mich ist es lediglich eine logische Konsequenz (ich hatte ein Ziel > ich habe es verfolgt > ich habe es erreicht).

    Natürlich bedanke ich mich (wenn mir jemand Platz macht, das Wechselgeld an der Kasse überreicht, usw.), aber das ist Teil eines anständigen Benehmens (es ist oftmals erschreckend, zu sehen, wie viele Menschen nicht in der Lage sind, “bitte” und “danke” zu sagen, aber das ist ein anderes Thema).

    Aber echte Dankbarkeit? Wie fühlt sich sowas an? Entsteht dabei ein warmes Gefühl in der Magengegend? Oder ähnelt es dem Gefühl von Stolz?

    Und Komplimente? Würde ich welche vergeben, wären sie wahrscheinlich nicht “ernst gemeint”.

    1. Hallo Rene,
      wenn ich ein Ziel erreiche, bin ich auch eher stolz, glaube ich.
      Auf dem Weg dahin hab ich aber viele Momente, in denen ich dankbar bin. Wenn sich zum Beispiel Situationen, Kooperationen oder Kontakte ergeben, mit denen ich nicht gerechnet habe 🙂
      Oder wenn ich morgens bei bewölktem Himmel laufe und es in dem Moment anfängt zu regnen, in dem ich wieder zuhause ankomme.

      Wie sich Dankbarkeit anfühlt, finde ich schwer zu beschreiben. Aber mit Stolz würde ich es nicht vergleichen. Beim Stolz bist du ja stolz darauf, was DU geschaffen hast. Dankbarkeit bezieht sich darauf, was du von AUßEN bekommst.
      Ein warmes, erfüllendes Gefühl im Magen trifft es (bei mir) ziemlich gut 🙂

      Wieso kannst du keine ernst gemeinten Komplimente vergeben?
      Fällt dir nicht auf, wenn jemand etwas gut macht oder gut aussieht? Oder ist es dir egal?

      Liebe Grüße
      Linda

      1. Hallo Linda,

        Zitat: “Wieso kannst du keine ernst gemeinten Komplimente vergeben?”

        Weil ich nichts dabei empfinde, wenn ich es täte.

        Zitat: “Fällt dir nicht auf, wenn jemand etwas gut macht oder gut aussieht? Oder ist es dir egal?”

        Natürlich fällt mir auf, wenn jemand etwas gut macht oder gut aussieht. Aber wenn jemand etwas gut macht, ist das ja nicht mein Verdienst. Natürlich sage ich dann “Gute Arbeit” oder “Well done” oder welche Sprache auch gerade notwendig ist. Aber das fiele für mich, wie bereits geschrieben, in den Bereich “gute Erziehung”. Und nein, ich sage nicht “gute Arbeit”, wenn es nicht wirklich gute Arbeit ist.

        Und was gutes Aussehen betrifft: dafür können die betroffenen Menschen in der Regel nichts. Daher käme ich niemals auf die Idee, einem wildfremden Menschen zu sagen, wie gut er / sie aussieht.

        Du siehst, ich lebe wohl einfach auf dem falschen Planeten. 😉

  2. Dankbarkeit kann man für viele Dinge und auch Begegnungen entwickeln. Wir nehmen vieles als total selbstverständlich hin. Gerade jetzt in den Zeiten, wo viele Fremde (Flüchtlinge) zu uns kommen, müssten wir die Dankbarkeit verstärkt fühlen. Wir leben sicher, in Frieden und Wohlstand. Die Idee mit dem Dankbarkeits-Tagebuch finde ich sehr gut. Denn es hilft uns, sich bewusst damit auseinander zu setzen, was gut ist, was gut gelaufen ist am Tag, wo wir tolle Begegnungen hatten etc. Und man sieht recht schnell, dass es viele kleine Dinge und Gegebenheiten gibt, wofür wir dankbar sein können. Danke für den erneuten Impuls, liebe Linda.
    Licht und Liebe – GINA

    1. Hallo Gina,
      gern geschehen 🙂
      Ja, du hast recht. Vieles ist so selbstverständlich geworden, das hab ich auch bei mir gemerkt.
      Ich wünsche dir viele tolle Momente 🙂

      Lieben Gruß
      Linda

  3. Liebe Linda, du hast ein Thema aufgegriffen, dass wirklich zum Nachdenken anregt. Insbesondere der Punkt, wie du auf ein Feedback auf außen erst so einiges realisiert hast und angefangen hast, dich aktiv weiterzuentwickeln. Kompliment.

    Liebe Grüße aus Bremen

    Claudia

    1. Hallo Claudia,
      freut mich, dass dir der Artikel gefällt 🙂
      Ja, manchmal braucht es kleine Anstupser von außen, um sich mit sich selbst zu beschäftigen.
      Bist du gut im Annehmen? Oder hast du da auch Schwierigkeiten?

      Lieben Gruß
      Linda

      1. Moin Linda,
        auf deine Frage antworte natürlich mit einem klaren und entschiedenen:Ja, ich bin gut im Annehmen! Bei Komplimenten geht es super easy. Mit negativem Feedback ist das etwas anders. Nach außen hin, nehme ich das professionell und gelassen an. Innerlich bin ich natürlich komplett anderer Meinung. Zum Glück lässt mir die Kritik dann doch keine Ruhe, mein Kopf beäugt sie von allen Seiten, schnuppert und prüft, ob nicht doch etwas dran ist. Und wenn ja, kann ich auch das annehmen und dran arbeiten. Hmm, hatte jetzt nicht so viel mit Dankbarkeit zu tun..oder doch.
        Herzliche Grüße

        1. Danke für deinen Einblick 🙂
          Mit Kritik ist das bei mir ja auch noch so eine Sache.
          Mich lässt die oft nicht in Ruhe und ich muss erstmal sehen, was ich davon annehmen kann/will 😉
          Ich schaue ja mittlerweile, wer mich kritisiert, wenn mich Kritik runterzieht. Das hilft mir (meistens) ganz gut.

          Hat schon was mit Dankbarkeit zu tun, wenn ich um die Ecke denke 😀
          Nämlich dann, wenn ich davon ausgehe, dass alles in meinem Leben zu meinem Besten geschieht.

          Lieben Gruß

  4. “Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
    entweder so, als wäre nichts ein Wunder,
    oder so, als wäre alles ein Wunder.
    Ich glaube an Letzteres.”
    Albert Einstein

    Liebe Linda,

    meiner Erfahrung nach ist dankbar sein eine Frage des Bewusstseins. Ich muss mir meine eigenen Gedanken, Gefühle und Überzeugungen bewusst machen. Sonst merke ich nicht, wo ich ablehnend bin und wo dankbar. Es ist also die Frage, worauf ich meine Aufmerksamkeit lege und das lässt sich trainieren, z.B. mit dem Morgenritual, wie du es machst.

    Herzliche Grüße

    Angela

  5. Hallo Linda,

    Wieder einmal ein toller Beitrag. 🙂

    Ich denke Dankbarkeit zu empfinden und Komplimente annehmen zu können ist neben Charaktersache auch eine Frage der Erziehung und Erfahrung.

    Wer schlechte Erfahrung gemacht hat hinterfragt viel eher die Ernsthaftigkeit eines Kompliments als sich daran zu erfreuen. Ich denke deswegen kommt der Selbstwert wieder ins Spiel. “Hast du super gemacht” sage ich recht oft zu mir selbst und klopfe mir mental auf die Schultern. Ich erwarte keine Anerkennung von aussen. Und Dankbarkeit drücke ich oft so aus, dass ich mein “Glück” erkenne und darüber glücklich bin, dass ich es erleben darf.

    Liebe Grüße,
    Maren

    1. Hah! Genau, mach ich auch!
      Ich sage mir auch “Hab ich gut gemacht”, aber ich klopf mir dann echt auf die Schulter 😀

      Stimmt wohl, dass schlechte Erfahrungen dazu führen, dass man Komplimente nicht mehr als ernsthaft annehmen kann.
      Danke für deine Anregung 🙂

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