Angst besiegen: 3 Schritte, um deine Angst zu besiegen

Angst besiegen Angst überwinden

4.41 Uhr, Mittwoch. In der Hoffnung, schnell wieder einzuschlafen, habe ich den Blick auf die Uhr lange hinausgezögert. Mein Herz klopft schnell, ich kann es pochen spüren. Meine Ohren rauschen, in meinem Kopf überschlagen sich die Stimmen. Es nützt nichts, an Schlaf ist nicht zu denken.

4.41 Uhr, so ein Dreck! Schließlich liege ich schon einige Zeit wach im Bett und weiß, dass es mir gleich noch schwerer fallen wird, aufzustehen als vor zwei Tagen. Denn da lag ich auch mitten in der Nacht wach im Bett und habe versucht, mich zu beruhigen.

Ich habe Angst.

Ich habe Angst vor meinem eigenen Mut.

Neue Wege beschreiten

Denn gerade passiert etwas in meinem Leben, von dem ich weiß, dass es vieles ändern wird.

Wenn alles so läuft wie geplant, wird es mich stärker in die Öffentlichkeit bringen, mir ermöglichen, als Coach zu arbeiten und Geld mit dem zu verdienen, was mir total Spaß macht.

Und die Stimmen in meinem Kopf haben mich letzte Nacht nicht schlafen lassen, weil sie wissen wollten, ob ich das wirklich will.

Bin ich bereit für den nächsten Schritt?

Seit 1,5 Jahren blogge ich und hatte von Anfang an als Ziel, damit erfolgreich zu sein und Geld zu verdienen. Aber nun, wo Erfolg und Leidenschaft zum Greifen nah sind, kommen leise Zweifel hoch und versuchen, mich herunterzuziehen.

Aber ich lasse sie nicht!

Ich lasse mich nicht von den Stimmen kleinkriegen.

Seit Oktober 2014 habe ich sie immer mal wieder gehört. Immer dann, wenn es weiter ging und Schritte aus meiner Komfortzone heraus notwendig waren. Manchmal haben sie sogar gewonnen und ich bin einen Schritt zurückgegangen. Oder ich habe mich überwunden und bin damit auf die Schnauze geflogen.

Letztendlich ging es aber trotz gelegentlichen Zweifeln, Glaubenssätzen, Stimmen im Kopf und Rückschlägen mehr nach vorne als zurück.

Unterm Strich kommt es darauf an, zu lernen. Oder nicht?

Bist du bereit für Veränderungen?

Das Gefühl, deinem Leben nicht gewachsen zu sein, kennst du vielleicht.

  • Du kommt nicht mit deinem Geld klar, hast den Überblick verloren oder weißt nicht, wie du es dir besser einteilen sollst, damit es endlich für den ganzen Monat reicht.
  • Dein Job ist okay, macht dir aber nicht wirklich Spaß. Von Erfüllung kann keine Rede sein. Die Kollegen sind meistens nett, aber mehr nicht. Interessiert sich einer wirklich für das, was dich beschäftigt und bewegt? Aber einen neuen Job zu suchen, kommt nicht in Frage.
  • Du ahnst innerlich, was du ändern müsstest, aber du traust dich nicht.

So wie dir geht es den meisten Menschen um dich herum, sie erzählen es dir nur nicht.

Willst du deine Angst besiegen?

Es gibt etwas, das dich zurückhält, dich mit deinem Geld wirklich auseinanderzusetzen. Du würdest entdecken, dass Geld nicht nur ein Mittel zum Bezahlen ist. Sondern, dass deine Werte damit verbunden sind. Dass du Verantwortung für dein Leben übernehmen müsstest, wenn es finanziell endlich richtig gut laufen soll.

Welche deiner Einstellungen halten dich zurück, dich damit auseinanderzusetzen, Verantwortung zu übernehmen oder deine geheimen Träume auszuleben?

Vielleicht sind deine Glaubenssätze sogar so groß und mächtig, dass du keine Träume mehr hast. Deine Angst beherrscht dich.

Glaub mir, ein Leben ohne Träume kenne ich auch.

Du hast es in der Hand, dein Leben zu ändern!

Das Gute ist: So muss es nicht bleiben, sondern du kannst dein Leben verändern und deine Angst besiegen.

Um die ersten Schritte zu gehen, nimm dir Stift und Papier und schreib auf:

Was macht mir total Spaß?

Vergiss rationales Denken, sondern hau voll rein!

Du träumst schon seit Ewigkeiten davon, Jet Ski zu fahren, aber wohnst in den Bergen und dein Mann will keinen Urlaub am Meer machen? Egal, schreib`s auf!

Ich würde zum Beispiel nach San Francisco fliegen und mit Tim Ferriss ein Interview machen. Außerdem Retreats mit Sonne am Meer, Surfen, Yoga und Coaching für dich halten.

Welche Werte sind dir wichtig?

Wenn du weißt, welche Werte dein Leben charakterisieren, ist es leichter für dich, für deine Ziele einzustehen. Mir ist meine Unabhängigkeit sehr wichtig.

Was dir spontan einfällt, schreibst du dir auf.

Auf dieser Liste findest du viele Werte, wenn du nicht weißt, was du nehmen sollst. Such dir raus, welche dich besonders ansprechen. Wenn sich auf deiner Liste zwei Wörter ähneln, entscheide dich für das, was sich stärker anfühlt.

Was willst du stärker fühlen?

Genauso wie deine Werte sind deine Gefühle wichtig. Denk an einige schöne Momente in deinem Leben. Was machen sie aus? Wie hast du dich dort gefühlt? Deine Hobbys, Vorbilder, Bücher oder Filme – schau sie dir an und finde heraus, welche Gefühle sie verkörpern.

Durch die Arbeit mit der “Desire Map” von Danielle LaPorte habe ich herausgefunden, dass mir Kraft, Sicherheit, Liebe und Leidenschaft in meinem Leben wichtig sind.

Hast du dir diese drei Fragen beantwortet (lass dir Zeit!), hast du schon Anhaltspunkte, wie du dein Leben ändern kannst. Je genauer du weißt, was dir wichtig ist und wohin du willst, desto leichter fällt es dir, die nächsten Schritte zu gehen und deine Angst zu besiegen.

Wieso ich meine Angst überwinde

Eins meiner Ziele ist es, nach San Francisco zu reisen und Tim Ferriss für meinen Podcast zu interviewen. Auch wenn das für die meisten Menschen utopisch erscheint, behalte ich mein Ziel im Auge.

Wenn du Tim Ferriss nicht kennst: Alternativ könnte ich als Ziel haben, mit Madonna im Duett zu singen.

Ich arbeite also auf mein Ziel hin, egal was andere davon halten.

Und gleichzeitig versuche ich, meine Werte und Emotionen jeden Tag mehr und mehr in mein Leben zu integrieren.

Schon der Weg zu meinem Ziel ist ziemlich geil!

Genau das Gleiche kannst du jetzt auch machen

Beantworte dir die Fragen und mach den ersten Schritt!

 

PS: Jetzt, nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe und drei Tage vergangen sind, habe ich mich beruhigt. Ich kann besser schlafen und aus meiner Angst ist Aufregung geworden. Mission erfüllt.

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Angst besiegen

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11 Kommentare

  1. Hallo liebe Linda

    Ich fühle mich echt abgeholt von dir und vor allem: ich glaube ganz fest daran, dass du Tim Ferriss interviewen wirst. Und bei deiner Power wirst du, wenn du ohnehin schon mal da bist, auch gleich noch mit Madonna singen. 😉

    Alles Liebe für dich – von Herzen – hau rein!

    Carmen

    1. Huhu Carmen 🙂
      freut mich, dass dir der Artikel gefällt! Manche Beiträge veröffentliche ich ganz locker, bei diesem ist mir der Klick aufs Knöpfchen schwer gefallen.
      Ja, Tim Ferriss werde ich interviewen – das steht fest.
      Aber mit Madonna will ich gar nicht singen 😉 Dann plauder ich lieber noch 10 Minuten länger mit Tim.

      Liebe Grüße
      Linda

  2. Hallo Linda,
    ich verfolge deinen Blog schon eine sehr lange Zeit und habe deine Verwandlung voller Freude und Respekt beobachtet. Ich habe gesehen, wie du immer wieder deine Komfortzone ausgedehnt hast, wie du dich überwunden hast. Ich finde es ganz großartig! Ich freue mich sehr für dich. Ich finde es toll zu sehen, wie weit du schon gekommen bist.

    Mit deinem Artikel hast du mich total erwischt. Auch ich plane eine große Ausdehnung meiner Komfortzone, die mir tierisch Angst macht. Vor einigen Tagen beschloss ich noch locker flockig, ein Webinar zu veranstalten. Ich plante, entschied mich für ein Thema und wollte schon einen Termin festsetzen, bis mich ein großer Schlag in die Magengrube traf. Ich war plötzlich so nervös und ängstlich, dass ich alles wieder ablies. Seit gestern allerdings bin ich nicht mehr ganz so ängstlich, sondern euphorisch bei der Vorstellung, was ich mit einem Webinar für mich und andere alles erreichen kann. Ich versuche mich jetzt darauf zu konzentrieren. 🙂

    Viele Grüße
    Maike

    1. Hallo Maike,
      danke für deinen schönen Kommentar <3 Freut mich sehr, wenn ich dich erreiche!

      Deine Webinar-Angst kann ich total nachvollziehen. Vielleicht hast du mein erstes großes Webinar mit Mara Stix gesehen? Ich hab wirklich eine Stunde durchgezittert, was man zum Glück nicht gesehen hat 😀
      Aber das stimmt natürlich, du erreichst damit noch mal andere Leute als nur mit deinem Blog. Und du kannst sie anders ansprechen 🙂
      Ich drück dir schon mal meine Daumen für dein erstes Webinar und wünsch dir viel Erfolg!!

      Bist du denn Montag beim Webinar von Sebastian und mir dabei? Da geht`s ja genau um dein Thema 🙂
      Hier kannst du dich anmelden: http://app.webinarjam.net/register/17747/7093a0462f

      Liebe Grüße
      Linda

      1. Ja, das Webinar mit Mara habe ich gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass du ganz schön gezittert hast. Vermutlich tut das jeder beim ersten Mal. Einfach Augen zu und durch ist wohl die beste Möglichkeit. Das zweite Mal wird dann automatisch viel besser, schätze ich.
        Ich bin aber inzwischen selbst ein riesiger Fan von Webinaren geworden und sehe das als sehr große Bereicherung – für beide Seiten.
        Klar, zum Webinar mit Sebastian habe ich mich daher gleich angemeldet, als ich das gesehen habe. Das lasse ich mir doch nicht entgehen. 😉

        Ich freue mich schon.

  3. Hey Linda!

    Wandle Angst in Antrieb um, ist mein Mantra 😉

    Erst außerhalb unserer Komfortzone können wir lernen, aus welchem Holz wir wirklich geschnitzt sind. Deswegen freut es mich sehr, dass wir bald unser erstes gemeinsames Webinar abhalten werden.

    Wichtig bei alledem ist zu erkennen: Wir selbst haben die Kontrolle über unser Leben. Wir entscheiden, wie sehr uns Emotionen kontrollieren.

    Sebastian

    1. Stimmt.

      Ich freu mich auch schon aufs Webinar!
      (Dass ich das mal sagen würde, hätte ich vor einem halben Jahr auch noch nicht gedacht 😀 )

  4. hallo Linda,

    ich lese immer wieder gerne deine Blogartikel. Angst ist wahrscheinlich bei allen Leuten in irgend einer Form anzutreffen, außer bei Psychopathen vielleicht. In deinem Fall würde ich sagen ist das ganz einfach die Angst vorm Scheitern. Als ich mit dem Rauchen aufhören wollte brauchte ich mehrere Versuche. Erst als ich mir “erlaubte” zu scheitern, habe ich es dann geschafft. Vorher war einfach die Angst da dass ich wieder eine rauche und es dann nicht geschafft habe. Erst als ich mir klar wurde dass ich auch einen zweiten oder dritten Anlauf nehmen kann, konnte ich damit aufhören. Ist das nicht verrückt ?

    Gruß Frank

    1. Hey Frank,
      ja verrückt! Aber super, dass du nicht aufgegeben, sondern es immer wieder versucht hast – Meinen Glückwunsch und Respekt!
      Nicht mehr zu rauchen, lohnt sich doch voll, oder? Ich bin ja auch seit ein paar Jahren Nichtraucher 🙂

      Viele Grüße
      Linda

  5. Hey Linda,
    gut zu wissen, dass es anderen auch so geht – dass andere auch Angst haben und an sich zweifeln. Aber auch gut zu wissen, dass es immer wieder eine Möglichkeit gibt, aufzustehen und diese Angst zu überwinden. Ich finde deine Ziele großartig und hab überhaupt keine Zweifel, dass du sie auch erfüllen wirst. Man kann sich wirklich nur ein Beispiel an dir nehmen!
    LG – Anja

    1. Hallo liebe Anja,
      danke! <3

      Hast du dir das Podcast-Interview mit Sebastian Thalhammer angehört? Der ist Fallschirmspringer und Apnoe-Taucher - und hatte auch jedes Mal Angst 🙂
      Aber wie du schon sagst, wichtig ist, dass man nicht aufgibt, sondern die Angst überwindet.
      https://mymoneymind.de/9-2/

      Liebe Grüße
      Linda

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