Wireless Life

Sebastian hat ein super Leben: Er wohnt in Shanghai, arbeitet nur, wenn er Lust hast und dann auch nur vom Strand aus.

Na ja, ganz so ist es natürlich nicht. Er lebt tatsächlich in der zweitgrößten Stadt Chinas und es gibt Bilder vom ihm am Strand mit dem Laptop auf den Knien. Aber sein Alltag sieht so nicht aus.

Im Blogblink Teil 3 stelle ich ihn dir und seinen Blog näher vor.

Wireless Life und dein ortsunabhängiges Leben

Sebastian gehört zu den Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und sich ein Leben nach ihren Maßstäben und Werten aufbauen. In seinem Blog www.wirelesslife.de gibt er digitalen Nomaden Ratschläge und Tipps, wie sie ihr Leben leben können. Ich bin auch regelmäßig in dem Blog unterwegs. Die Artikel sind nicht nur für Nomaden interessant, sondern ebenso dann, wenn du online arbeitest – oder es vorhast.

Nicht nur in seinem Blog bin ich Gast, sondern auch in seiner Community Mywirelesslife.de. Dort findest du ein Forum, kannst Mastermind-Gruppen beitreten oder an Webinaren teilnehmen. In einem kostenpflichtigen Bereich hast du weitere Möglichkeiten.

Sebastian über Money Business und Passion Projects

Ich habe Sebastian gebeten, dir von seinem Leben zu erzählen und wie er es geschafft hat, sich sein Leben aufzubauen.

1. Du hast mehrere Standbeine: Du bist Director einer Marketing Agentur, führst einen Blog, hast ein Buch geschrieben, deine eigene Community, machst Affiliate Marketing. Würdest du so ein Vorgehen generell empfehlen?

„Ich würde empfehlen, so viele Dinge wie möglich auszuprobieren, bis man seine Mission gefunden hat. Alle diese Projekte parallel anzugehen, ist nicht sinnvoll, wie ich in den letzten Jahren (und eine Menge graue Haare später) lernen musste. Besser ist es, immer seine ganze Energie zumindest zeitweise auf ein Projekt zu fokussieren.

Für mich haben sich all diese Dinge ergeben, waren also nicht wirklich geplant. Ich habe als Freelancer begonnen, woraus dann die Agentur wurde. Nebenbei habe ich in den letzten drei Jahren ein Portfolio an Affiliate-Seiten aufgebaut. Aus dem Blog Wireless Life ist dann eine Community entstanden. Es war ein iterativer Prozess, der mich am Ende mit zu vielen Projekten dastehen ließ.

Den wenigsten Spaß hat mir die Agentur bereitet, weshalb ich mich von den meisten Kunden getrennt habe und dieses Kapitel für mich in den nächsten Monaten schließen werde.

Die Affiliate Seiten sind mein Money Business, wofür ich zirka zehn bis 20 Stunden im Monat investiere. Alles andere – mein Blog, die Community, das Schreiben – sind meine Passion Projects, die mich wahnsinnig erfüllen, auch wenn sie weniger Einkommen generieren.

Über die Jahre hat sich für mich herauskristallisiert, wie mein Lifestyle Business aussehen soll. Jetzt komme ich diesem Schritt für Schritt näher.“

2. Hast du einen Tipp für Frauen, wie sie das richtige Business für sich finden? 

„Wie bereits beschrieben, hat der Weg für mich über das Ausprobieren geführt. Nicht alles, was ich probiert habe, war das Richtige für mich, aber einiges ist hängengeblieben. So komme ich immer näher an das Business, was am besten zu meinem Lifestyle und meinen Leidenschaften passt.

Mein Tipp wäre also, nicht zu lange zu überlegen, sondern einfach zu starten. Einen Blog zu schreiben, eine Affiliate Seite aufzubauen oder als Freelancer zu arbeiten, benötigt so gut wie kein Startkapital. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, nach ein paar Wochen zu merken, dass es nicht das Richtige für dich ist.

Zu diesem Zeitpunkt hast du bereits viel gelernt und bist dem passenden Online Business für dich schon wieder einen Schritt näher gekommen.“

2. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

„Das kommt ganz darauf an, ob ich zuhause oder unterwegs bin. In den letzten Wochen war ich in Indien unterwegs, also wirklich unterwegs, ohne länger als drei Nächte an einem Ort zu sein.

Während dieser Zeit beschränkt sich meine Arbeitszeit auf ein bis zwei Stunden am Morgen oder Abend. Das reicht aus, um die wichtigsten E-Mails zu beantworten und etwas zu schreiben, wenn mich die Muse küsst – nicht mehr und nicht weniger. Ich bin auf Reisen also im Maintenance-Mode.

Wenn ich wirklich aktiv Projekte voranbringen möchte, dann brauche ich eine Routine, einen Arbeitsalltag, der mich produktiv sein lässt. Ganz grob sieht das so aus, dass ich recht zeitig aufstehe und bis um 8 Uhr Content erstelle (Blogartikel, Buch, Online-Kurse). Am Vormittag arbeite ich dann wichtige To-Dos ab, beantworte Mails und kümmere mich um mein Money Business.

An Nachmittagen versuche ich mir dann Zeit für mich selbst, neue Projekte und kreative Arbeiten zu nehmen. In diesem Beitrag habe ich ausführlich über meine Routinen, Prozesse und Tools geschrieben: http://wirelesslife.de/mein-arbeitsalltag/

3. Du sagst, dass du viele Hürden nehmen musstest, bevor du deinen heutigen Standard erreicht hattest. Wie konntest du dich immer wieder motivieren, weiterzumachen?

„Mein Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben mit vielen Freiheiten war so groß, dass ich wirklich nie Motivationsprobleme hatte. Besonders im ersten Jahr als Freelancer habe ich große finanzielle Einschnitte machen müssen und extrem viel gearbeitet. Ich wollte mich so schnell wie möglich aus der Zeit-gegen-Geld-Maschine befreien.

Auch heute, wo ich finanziell recht unabhängig bin, fällt es mir nicht schwer, um 6 Uhr morgens aufzustehen und an meinem Business zu arbeiten. Es ist meine Leidenschaft, meine Mission, die mich erfüllt. Ich habe es in den letzten Wochen in Indien manchmal sogar vermisst. 😉

Wenn dein Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit groß genug ist, dann solltest du keine Motivationsprobleme haben. Wenn du Motivationsprobleme hast, dann ist dieser Lifestyle vielleicht doch nicht der richtige für dich oder der Schmerz der Festanstellung noch nicht groß genug.“

Vielen Dank, Sebastian, für die Beantwortung meiner Fragen.

 

Wie sieht es bei dir aus? Hast du genug Motivation, um dein Leben zu ändern?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar!

 


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

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