Ich habe lange nicht gewusst, dass mein Selbstwertgefühl nicht sonderlich hoch war. Die Frage „Was bin ich wert?“ hat in meinem Kopf nicht einmal existiert.

Ich habe mich immer für einen ruhigen und bisschen schüchternen Menschen gehalten, der aber trotzdem gut im Leben zurecht kommt. „Einigermaßen selbstbewusst“ könnte man dazu sagen.

Dass mein Selbstwertgefühl ziemlich im Keller ist, habe ich erst verstanden, nachdem ich schon einige Jahre selbstständig war.

In den ersten Jahren war es für mich normal, dass ich nur ungefähr 1500 Euro im Monat verdient habe. Emden ist eine Arbeiter- und Hafenstadt und das Leben ist günstig.

Meinen schlechten Verdienst habe ich immer mit „Ich brauche ja nicht mehr“ gerechtfertigt.

Außerdem gab es genug Menschen in meiner Branche, die genau wie ich schlecht verdient haben und das laut im Internet herausposaunt haben. Es war normal, nur wenig Geld zu haben, sich darüber zu beschweren und gegenseitig in seinen einschränkenden Glaubenssätzen zu bestärken.

Erst als ich angefangen habe, 2014 auf Mymoneymind zu schreiben und mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt habe, habe ich gemerkt, dass mein Verdienst nichts mit meiner Branche, sondern mit mir zu tun hat.

Meine Preise erhöhen? Au weia!

Als Texterin hatte ich zwar relativ schnell meine Preise erhöht, aber bei meinem Online-Business hat es gedauert.

Als ich dann angefangen habe, die ersten Ebooks oder Kurse 2015 hier anzubieten, wurde mir deutlich vor Augen geführt, dass ich noch eine Menge an mir zu arbeiten hatte.

Meine Produkte wurden kaum gekauft.

Wenn ich zwischendurch tatsächlich etwas verkauft und ein positives Feedback bekommen habe, dachte ich: „Oh, die will nur nett zu mir sein!“ Dass mein Produkt tatsächlich gut sein kann, ist mir nicht eingefallen.

Allerdings waren die Preise damals noch nicht einmal hoch. Maximal 30 Euro habe ich mich getraut zu nehmen. Die Frage „Was bin ich wert?“ hätte mich in dieser Situation nicht einen Millimeter weitergebracht.

Denn wie wäre das Gefühl, nur 30 Euro oder weniger wert zu sein? Vernichtend.

Erst 2016 habe ich ich getraut, meine Preise anzuheben.

Die Auswirkungen auf dein Leben

Geht es dir auch so?

  • Du weißt, dass du eigentlich zu wenig verdienst, aber du traust dich nicht, deine Preise zu erhöhen?
  • Wie sollst du deinen Kunden verklickern, dass sie jetzt plötzlich das Doppelte zahlen sollen? Denn deine Preise waren so niedrig, dass du mit dem doppelten Preis noch ziemlich kundenfreundlich bist. Für den Kunden ist der Schock aber wahrscheinlich groß.
  • „Hält der mich jetzt für durchgeknallt und überkandidelt?“
  • Außerdem weißt du nicht, wie du deine neuen Preise ansetzen und dich dabei wohl fühlen kannst. Reicht das Doppelte überhaupt? Du bist doch viel mehr wert!
  • Du hast Angst, dass dir deine bisherigen Kunden wegbrechen. Und dann? „Wie um Himmels Willen soll ich meine Rechnungen bezahlen, wenn meine Kunden zur günstigeren Konkurrenz gehen?“
  • Die Angst ist groß. Und bevor gar kein Geld mehr reinkommt, machst du lieber so weiter wie bisher.

Ich kenne diese Ängste.

Mittlerweile hat sich mein Geldbewusstsein aber verändert und ich weiß, dass meine Produkte und Leistung mehr wert sind.

Wie zeigt sich ein geringes Selbstwertgefühl in deinem Leben?

Ein großes Problem ist aber, dass sich ein geringes Selbstwertgefühl nicht nur auf deine Preisgestaltung auswirkt, sondern sich in deinem gesamten Leben bemerkbar macht.

Leidet deine Beziehung darunter, dass du unzufrieden bist und deinen Wert nicht kennst?

Bei mir war das der Fall.

Ich war total unsicher und es hat manchmal schon ein schiefer Blick von meinem Freund ausgereicht und ich bin in Tränen ausgebrochen.

Traust du dich nicht, auf andere Menschen zuzugehen?

Mir war das oft unangenehm. Ich fand einige Menschen aus der Entfernung zwar total interessant und hätte sie gerne kennengelernt. Trotzdem bin ich lieber in sicherer Entfernung stehen geblieben und hab sie beobachtet.

Dadurch sind sicherlich einige tolle Begegnungen und Freundschaften an mir vorbeigegangen.

Leidet deine Gesundheit?

Ich merke ziemlich gut, wenn ich zu viel Stress bekomme. Ich gerate zwar immer noch in solche Situationen, aber ich weiß heute, wie ich mich leichter wieder daraus holen.

An solchen Tagen merke ich meinen verspannten Nacken. Der Schmerz breitet sich langsam vom Hals über den gesamten Hinterkopf aus und führt schließlich dazu, dass ich am liebsten nur schlafen will. Nachts wache ich dann oft auf und bin morgens dementsprechend müde.

Oft ist es dann an der Zeit, dass ich meine Grenzen klarer ziehe und mich ein bisschen mehr um mich kümmere. Meine Energiequellen helfen dann, wieder mehr zu mir zu finden.

Die Auswirkungen auf dein Business

In deinem Business macht sich die Frage „Was bin ich wert?“ beziehungsweise ein niedriges Selbstwertgefühl aber nicht nur bei deinen (niedrigen) Preisen bemerkbar.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich das Gefühl wie ein roter Faden durch deinen gesamten Job zieht.

Oder arbeitest du mit Kunden zusammen, die dich respektvoll behandeln? Als ich am Anfang meiner Selbstständigkeit noch zu Billigpreisen gearbeitet habe, waren diese Kunden nicht gerade meine Lieblingskunden.

Sie waren es, die oft etwas zu meckern hatten, über die Bezahlungen diskutieren wollten oder zusätzliche Anforderungen hatten. Die anderen Kunden hingegen, die höhere Preise bezahlt haben, waren viel angenehmer.

Kennst du das?

Wenn du viele unzufriedene Kunden hast, muss das nicht zwangsläufig mit schlechter Arbeit von dir zu tun haben. Vielleicht sind es einfach Menschen, die den Wert deiner Arbeit nicht erkennen, weil sie nur auf billig, billig, billig fixiert sind.

Wie sieht es aus mit deinen Plänen und Zielen?

Hast du welche?

Ich hatte damals keine. Ich habe mir einfach keine Gedanken darüber gemacht, was ich erreichen könnte. Für mich war klar, dass ich schlecht verdiene. Warum sollte ich mir da noch überlegen, wie ich noch mehr für wenig Geld arbeite?

Erst als ich mit Mymoneymind angefangen und mich mit meiner Entwicklung beschäftigt habe, ist mir bewusst geworden, dass es sogar Spaß macht, Ziele zu haben und sie zu verfolgen.

Was kosten dich deine Sorgen?

Abgesehen davon, dass dich die Frage „Was bin ich wert?“ wahrscheinlich eher runterzieht, als das sie dich aufbaut und du sowieso den finanziellen Druck und die Angst vor der Zukunft jeden Tag spürst, hast du dir schon einmal überlegt, was dir alles entgeht, wenn sich nichts für dich ändert?

Vielleicht kannst du dir sogar in konkreten Zahlen ausrechnen, was es dich kostet, die nächsten Jahre im gleichen Zustand zu leben.

  • Welche Einnahmen hättest du, wenn du das Doppelte verlangen würdest?
  • Wie viel mehr Zeit könntest du mit deinen Hobbys und Freunden verbringen?
  • Wie viel mehr Spaß und Freude wäre in deinem Leben?
  • Welche Urlaube könntest du dir leisten, die du immer schon machen wolltest?
  • Oder hast du schon seit Ewigkeiten keinen Urlaub mehr gemacht, aus Angst deine Kunden gehen in deiner Abwesenheit zur Konkurrenz und bleiben dort?
  • Wenn du häufig krank bist oder nicht voll motiviert, macht sich das letztendlich auch in deinem Umsatz bemerkbar …

Deine Preise erhöhen – die ersten Schritte zu einem höheren Selbstwertgefühl

Aber du bist diesen Situationen nicht hilflos ausgeliefert, sondern kannst jetzt anfangen, dein Leben zu verändern.

Wenn du anfängst, an dir zu arbeiten, kann es ziemlich schnell gehen, dass du die ersten Veränderungen bemerkst.

  • Du verdienst mehr Geld.
  • Du hast keine Angst mehr vorm Verkaufen, sondern bist stolz auf deine Produkte.
  • Dein Einkommen rinnt dir nicht mehr wie Wasser durch die Finger, sondern du kannst es dir gut einteilen.
  • Du kannst dir schöne Kleidung und Taschen kaufen.
  • Du leistest dir Reisen.
  • Du bekommst mehr und bessere Aufträge.
  • Deine Kunden sind zufrieden mit dir und bezahlen dich gut und gerne.
  • Du wachst morgens mit einem guten Gefühl auf und freust dich auf deine Arbeit.
  • Du siehst Möglichkeiten und Kooperationen. Anstatt auszuweichen, ergreifst du sie und freust dich darüber, dich und dein Business weiter zu entwickeln.
  • Du traust dich, groß zu denken.
  • Du weißt, was du leistest und bist stolz auf dich.
  • Du bist finanziell unabhängig und fühlst dich frei.

Das passiert nicht unbedingt von heute auf morgen, aber du merkst schnell, dass du dich besser fühlst. Das Geld folgt.

Wenn du dir nicht mehr die Frage „Was bin ich wert?“ stellen willst, sondern es für dich selbstverständlich sein soll, dass deine Arbeit und deine Produkte ihren Preis wert sind, kannst du einige Schritte gehen, damit dir das leichter fällt.

Ich stelle dir vier Schritte vor, die mir geholfen haben, mein Selbstwertgefühl zu steigern.

1# Die Komfortzone verlassen – immer und immer wieder

Gerade wenn du Angst hast, ist es umso wichtiger, dass du deine Komfortzone verlässt.

Stell dir mal vor, wie es sich anfühlt, wenn du dich etwas traust, vor dem du bisher immer Angst gehabt hast. Du überwindest dich und stellst dich deiner Angst.

Selbst wenn nicht alles so klappt, wie du es dir vorstellst, kannst du stolz auf dich sein. Und noch viel stolzer bist du, wenn dir schließlich etwas glückt.

In solchen Momenten wächst dein Selbstwertgefühl.

Wichtig ist dabei, dass du dich zwar aus deiner Komfortzone herauswagst, aber nicht übertreibst. Das Risiko, das du eine Bruchlandung erleidest, muss nicht bei 99 % liegen.

Fang stattdessen klein an.

Wenn du noch nie auf einem Sprungturm gestanden hast, wäre es Quatsch, dich als erstes auf den 10-Meter-Turm zu schicken und dich runterzuschubsen.

Stattdessen machst du einen vorsichtigen Hüpfer vom Startblock und bist stolz.

Die nächste Station ist das Ein-Meter-Brett, dann der Drei-Meter-Turm. Mit jeder Station, die du trotz deiner Angst absolvierst, fühlst du dich besser.

Ob du schlussendlich vom 10-Meter-Turm springst, spielt fast keine Rolle mehr. Die Hauptsache ist, dass du dich auf den Weg gemacht hast und erkennst, wozu du in der Lage bist.

2# Vergleich dich nicht mit anderen

Schaust du neidisch auf andere Frauen, die scheinbar vor Selbstbewusstsein strotzen, hohe Preise für ihre Produkte verlangen und damit super mega erfolgreich sind?

Höre besser auf damit!

Zum einen hast du keine Ahnung, wie es bei diesen Frauen hinter den Kulissen aussieht. Natürlich posten sie nur Fotos von sich, auf denen sie gut, frisch und erholt aussehen. Ich vermeide es auch, wie eine müde Gurke auszusehen, und du sicherlich auch.

Hohe Preise bedeuten erst einmal nichts. Weißt du, wie viele Produkte sie tatsächlich zu diesem Preis verkaufen?

Zum anderen weißt du nicht, welchen Vorsprung solche Frauen haben. Eventuell versuchen sie hinter den Kulissen schon zwei Jahre länger als du, ihr Business aufzubauen.

Während du dich abstrampelst, um mit deinem Business finanziell unabhängig zu sein, verlässt sie sich auf ihren Ehemann und kann dadurch entspannt in die Kamera lächeln.

Du weißt nicht, was sie erleben, wie ihre Vorgeschichte aussieht und was ihre Ziele sind. Es macht daher überhaupt keinen Sinn, dich mit ihnen zu vergleichen.

3# Schreibe dir jeden Tag deine Erfolge auf

„Was bin ich wert?“ – dein Gefühl für dich steigt an, wenn du dir deiner Erfolge wirklich bewusst wirst.

Kauf dir ein schönes Heft und schreibe dir jeden Abend mindestens fünf Sachen auf, die du gut gemacht hast.

Nix Großes, nix Weltbewegendes, sondern Sachen, die dir gelungen sind.

Denn wahrscheinlich hast du ihnen bisher nicht den gebührenden Wert entgegengebracht.

  • Du hast ein leckeres Abendessen für deinen Mann gekocht.
  • Du hast der alten Dame über die Straße geholfen.
  • Du hast eine Rechnung sofort bezahlt und nicht auf die Mahnung gewartet.
  • Du hast Kontakt zu einem ehemaligen Kunden aufgenommen.

Solche Sachen sind es wert, dass du sie aufschreibst. Mach diese Aufgabe mehrere Wochen und ich bin mir sicher, dass sich in dir etwas verändert.

4# Wie bist du, wenn du selbstbewusst bist?

Eine wichtige Rolle auf deinem Weg zu mehr Selbstwertgefühl und höheren Preisen spielt dein Zukunfts-Ich.

Stell dir einmal vor, wie du wärst, wenn du ein tolles Selbstwertgefühl hättest. Wie fühlt sich das an?

Möglichst oft am Tag und bei jeder Entscheidung, die du treffen musst, kannst du dich ab sofort fragen: „Was würde mein Zukunfts-Ich jetzt machen?“

Es wird dir dann wesentlich leichter fallen, mutige Schritte nach vorne zu geben und dein Leben neu zu gestalten.

„Was bin ich wert?“ und deine Preisgestaltung

Wie legst du im Moment deine Preise fest? Wahrscheinlich setzt du sie niedrig an, aus Angst, dass dir sonst die Kunden ausbleiben.

Leider spüren die potentiellen Kunden deine Angst und Verzweiflung, sie bleiben erst recht weg oder es kommen andere, die deine Angst nutzen, um weiter am Preis zu feilschen.

Wahrscheinlich kennst du die Theorie, dass du deine Preise nach dem richten sollst, was du wert bist. Aber wie viel ist das?

Natürlich nennst du eine höhere Zahl, wenn dein Selbstwertgefühl höher ist, als wenn es sich im Keller befindet.

Was bin ich wert?

Eine Million Euro? Garantiert.

Frag eine Mutter, wie viel sie für ihr Kind bezahlen würde.

Letztendlich ist ein Menschenleben unbezahlbar und darum ist es so schwer, deine Preise abhängig von deinem Wert zu gestalten.

Für sinnvoller halte ich es, den Preis deines  Produktes danach zu ermitteln, welchen Wert du im Leben des Anwenders stiftest.

Schaffst du es, dass ich nachhaltig mein Leben verbessere und mehr Geld verdiene, bin ich eher bereit, dir viel Geld dafür zu zahlen, als wenn ich nur ein paar Tage daran Spaß habe.

Natürlich ist es auch hier – und da beißt sich die Katze in den Schwanz – eine Frage deines Selbstwertgefühls, wie hoch du dich traust, deine Preise anzusetzen.

Je besser du dich fühlst, umso leichter ist es für dich, gute Preise zu verlangen, von denen du dir ein tolles, sorgenfreies Leben ermöglichst.

Darum warte nicht mehr, sondern fange heute an.

Hast du Schwierigkeiten, den Wert beziehungsweise den Preis deiner Produkte oder Dienstleistung angemessen bezahlen zu lassen?

Dann schreibs mir in die Kommentare.

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