Viele Tränen, Grübeleien und ganze 1,5 Jahre hat es gebraucht, bis ich mich dazu entschlossen habe, meine Zelte in Deutschland (vorerst) abzubrechen und die Welt zu erkunden.

Nach außen mag es vielleicht erscheinen, dass ich die mega mutige Linda bin, die mal einfach so entscheidet, nach Kalifornien, Florida und Bali zu reisen und dort locker flockig ihr Leben lebt.

Aber so ist es nicht.

Ganz im Gegenteil.

In diesem Artikel erzähle ich dir, was es gebraucht hat, damit ich diesen Schritt gehen kann – und du mutig in deine eigene Zukunft blicken kannst.

Ein Umzug folgt auf den nächsten

Eins noch vornweg: Ich war noch nie ein sesshafter Mensch. Dass ich jetzt weiterziehe und auf Weltreise gehe, ist für mich daher (teilweise) ein natürlicher Prozess.

Schon während der Schulzeit war ich acht Wochen in London. Ich war total begeistert von der anderen Mentalität und der großen Stadt. Direkt nach den Abi-Prüfungen bin ich aus Emden abgehauen – nicht einmal am Abiball habe ich teilgenommen, sondern war schon vorher weg.

Norderney, Düsseldorf, London, Brighton, Konstanz, Oldenburg, Vechta, Hannover und weitere Städte sind nach dem Abi gefolgt, bis ich schließlich nach dem Tod meines damaligen Mannes Ende 2009 wieder in meiner Heimatstadt gelandet bin.

Nachdem ich 2012 meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, sind wir 2014 zusammen in die Nachbarstadt Leer gezogen.

Auch heute noch finde ich es hier wunderschön.

Drei Jahre maximale Wohndauer

Durchschnittlich habe ich maximal drei Jahre an einem Ort gewohnt, bevor es weiter gegangen ist.

Aus unserer schönen Doppelhaushalte mitten in der Altstadt schreibe ich dir diesen Artikel. Wir wohnen hier im dritten Jahr und soll ich dir etwas sagen? Es fängt wieder an zu kribbeln!

Das ist natürlich ziemlicher Bockmist, wenn du mit jemanden zusammen bist, der sehr sesshaft ist.

Womit ich beim nächsten mega wichtigen Punkt in diesem Beitrag bin: Deine Werte!

Kennst du die Werte, die dir wichtig sind?

Was ist dir wichtig? Wie willst du dein Leben verbringen?

Je besser du darüber Bescheid weißt, desto leichter fällt es dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur im Privatleben, sondern auch in deinem Business.

Mir sind Unabhängigkeit und Abwechslung wichtig. Gleichzeitig brauche ich aber auch Sicherheit.

Vor 1,5 Jahren hat sich herausgestellt, dass ein weiterer Faktor hinzukommt, den wir nicht länger verleugnen können: Ich bin 44 Jahre alt und kann keine Kinder mehr bekommen. Ich hatte nie einen großen Kinderwunsch. 

Als das Thema auf den Tisch gekommen ist, bin ich letztes Jahr für einen Monat nach Bali geflüchtet. Ich wollte Abstand gewinnen und eine Entscheidung für mich treffen, wie es weiter gehen soll.

Habe ich die Entscheidung getroffen? Nein.

Ich bin zurückgekommen und alles ging wie gehabt weiter.

Wir haben fast jeden Tag darüber geredet, aber trotzdem nichts gemacht.

Gleichzeitig habe ich immer weiter an mir gearbeitet. Mich coachen lassen, Kurse besucht und mein Business aufgebaut.

Erst neulich habe ich bei meiner Kollegin Lisa aus meiner Mastermind-Gruppe gelesen:

„Dein eigenes Business aufzubauen, ist der beste Weg, dich weiterzuentwickeln.“

Das stimmt.

Du stehst immer wieder vor Entscheidungen, musst wissen, wohin zu gehen willst, musst deine Komfortzone verlassen – immer und immer wieder. Das macht dich stark.

Und so wurde mir im Laufe der vergangenen 1,5 Jahre immer wieder deutlich, dass es so nicht weitergehen kann in unserer Beziehung.

Weltreise: Wo ist mein Weg?

Gleichzeitig wusste ich, dass der Gang zur Weltreise für mich nicht nur bedeutet, wegzugehen und traurig zu sein, sondern dass es meine Chance ist.

Ich will herausfinden, ob das mein Weg ist.

Vielleicht habe ich durch die vielen Umzüge meine Lust am Reisen unterdrückt. Vielleicht bin ich einfach kein Mensch, der dauerhaft irgendwo lebt. Vielleicht ist eine Weltreise mein Normalzustand, mit dem ich glücklich wäre.

Diese Gedanken sind in den vergangenen 1,5 Jahren in meinem Kopf immer lauter geworden.

Vor zwei Monaten habe ich allen Mut zusammengenommen und gesagt: „Ok, es geht nicht mehr. Ende September gehe ich für ein Jahr weg und dann sehen wir weiter.“

Darum gehe ich.

PINN FÜR SPÄTER:

weltreise

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