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Zu wenig Geld oder Schulden? Übernimm Verantwortung für dein Leben!

Manchmal möchte ich am liebsten in den PC reinkriechen, mir die Frau schnappen, an den Schultern rütteln und sie anbrüllen: „Wach endlich auf und übernimm Verantwortung für dein Leben!“

Ich lese Geschichten, wieso das Leben angeblich so ungerecht ist, von Trennung, Scheidung, Krankheit, Tod, falschen Menschen, Gier und noch allerhand mehr.

Denn daran, dass zu wenig Geld aufm Konto ist, ist nicht die Schreiberin Schuld, sondern die anderen. Andere Menschen, die Politik oder Gott.

Auf sich selbst zu gucken, fällt ihr nicht ein. Das wäre nämlich zu unbequem und würde bedeuteten, dass man ab sofort niemandem mehr die Schuld geben kann – außer sich selbst.

Nur du kannst dein Leben ändern

Denn darum geht`s doch letztendlich!

Niemand außer dir kann dein Leben ändern! Du musst die Verantwortung für die Scheiße übernehmen, die dir in deinem Leben passiert.

Dein Gehalt ist zu schnell wieder weg? Du gibst zu viel Geld aus.

Du hast Schulden? Dito.

Du kannst deine Rechnungen nicht bezahlen? Dann hast du zu viel eingekauft oder unnütze, falsche Verträge abgeschlossen.

Die Wahrheit ist oft unbequem

Glaub ja nicht, dass ich anders war.

Was glaubst du, warum ich 2010 in die Privatinsolvenz musste? Nicht weil andere Menschen mich da reingetrieben haben. Sondern weil ICH nicht nachgedacht habe und einen Kreditvertrag leichtfertig unterschrieben habe.

Und der Grund dafür war, weil ich mich nie wirklich um mein Geld gekümmert hatte. Niemand stand mit der geladenen Pistole vor mir und hat gedroht, mich zu erschießen, wenn ich nicht unterschreibe. Nein, ICH habe unterschrieben, weil ICH nicht nachgedacht oder nachgefragt habe.

Das ist leider die unbequeme Wahrheit.

Aber unbequem ist sie nur auf den ersten Blick.

Du hast es in der Hand!

Abgesehen davon, dass du jetzt nicht mehr Familie, Freunden, Politikern oder Gott die Schuld geben kannst, wenn mal wieder alles in die Hose geht, öffnet dir deine Einsicht neue Türen.

Denn in jeder Minute triffst du Entscheidungen, die dein Leben dramatisch verändern können.

Ich verspreche dir: Wenn du einsiehst, dass DU dich in diese Situation gebracht hast, hast du schon einen wichtigen Schritt gemacht.

Denn solange du keine Verantwortung übernimmst, begibst du dich in die Hände von anderen und lässt sie über dein Leben bestimmen. Was dabei herauskommt, weißt du schon.

Auch wenn es schwer fällt, frag dich:

Wo habe ich bisher anderen Menschen die Schuld an meiner Situation gegeben?

Was ist mein Anteil daran, dass es so gekommen ist?

Wie kann ich in Zukunft anders handeln?

 

13 Responses
  1. Ich lese schon länger auf Deinem Blog mit und möchte jetzt auch mal ein Lob loswerden. Mir gefallen Deine Themen und Deine Herangehensweise an das Thema Finanzen.

    Ich habe früher auch immer anderen Menschen die Schuld für meine Probleme gegeben. Als ich erkannte, dass ich für mein Leben zu 100% selbst verantwortlich und schuld bin, war das sehr befreiend, denn das bedeutete auch, dass ich die Macht habe etwas daran zu ändern. Ich finde es schade, wenn andere Menschen diese Sichtweise haben und eine so negative Einstelllung haben.
    Man kann den anderen aber nicht dazubringen es so zu sehen. Man kann nur darauf hinweisen, die eigenen Erfahrungen teilen und den anderen unterstützen.
    Trotzdem muss er selbst immer noch die Entscheidung treffen es so zu sehen und annzunehmen.

    Schöne Grüße
    Dominik

    1. Linda

      Hallo Dominik,
      danke für deinen Kommentar und das Lob 😀

      Sehe ich auch so wie du. Man kann niemanden zwingen, sein Leben zu ändern. Darauf hinzuweisen, finde ich aber extrem wichtig 🙂
      Ich weiß ja, wie das bei mir ist/war. Manches muss ich 30 Mal von verschiedenen Menschen lesen, bis irgendeiner den für mich richtigen Ton trifft und es Klick macht.

      Liebe Grüße
      Linda

  2. Am liebsten jammern die Deutschen über ihr Gehalt (mich eingeschlossen). Hohe Abzüge, teure Lebenserhaltungskosten..
    Was mir oft auffällt: Diejenigen, die über ihr zu geringes Einkommen jammern, haben oft sofort ersichtliche Laster: Rauchen, häufiges Trinkengehen, teure Autos, teure Urlaube, neustes Handy, Café vom Bäcker, viel Schmuck und Schminke, unnütze Elektrikgeräte (selbst in der Küche) oder einen viel zu vollen Kleiderschrank.

    Gilt nicht für jeden. Es gibt Berufsgruppen (Friseure, Busfahrer und LKW-Fahrer), die ich wirklich nicht beneide. Schon gar nicht mit Kindern. Aber ich ignoriere jedes Jammern einer Person mit der Zigarette in der einen Hand und mit dem neusten Samsung Handy in der anderen. Wer dann sagt, „man gönnt sich ja sonst nichts“, hat nicht verstanden, dass solche Laster für ihren Missstand oft verantwortlich sind.

    Man kann von 1000 Euro im Monat gut leben. Je nach Wohnsituation auch mit weniger. Wobei ich mir einen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde wünschen würde.

    1. Linda

      Hallo Ex-Studentin 🙂
      hahaha, ja solche Exemplare kenne ich auch genug 😀
      Wenn es dort mit Jammern los geht, reagiere ich auch nicht mehr. Das ist wirklich vergeudete Energie…

      Liebe Grüße
      Linda

      1. Nicole

        Hallo,
        wenn mein Gegenüber mit dem Jammern anfängt habe ich mir angewöhnt, vor mir einen großen unsichtbaren Müllsack zu öffnen, wo der Mist gleich rein kann. So kommt es nicht so nah an mich ran. Funktioniert tatsächlich! Und ich kann der Person trotzdem freundlich zuhören ohne selbst zu Grunde zu gehen.
        Viele Grüße
        Nicole

  3. Vollkommen richtig, die Wahrheit ist erst unbequem.
    Doch was ich dann letztendlich daraus mache, entscheide wieder ich ganz alleine. Entweder ist es für mich der totale Weltuntergang oder ich merke endlich, dass ich die Ärmel hochkrempeln muss und gebe Vollgas.

    Die Kunst dabei ist, alte Gewohnheiten abzulegen, neue Denkweisen zu etablieren und sich zu fokussiert.

    Wenn ich einen Durchhänger habe, stelle ich mir vor, wie ich mich selbst in den Hintern trete, um weiter zu machen 🙂

    VG Sylvia

  4. Wirtschaftsminister Ludwig Erhard hatte zum Maßhalten aufgerufen und die biblische Aussage in Römer 12,3 „Bleibt bescheiden und sucht das rechte Maß!“ kann auch auf viele Lebensbereiche angewandt werden.

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