Selbstwertgefühl aufbauen
Selbstwertgefühl aufbauen

„Und was verlangen Sie für einen solchen Text?“ fragt mich der Kunde. „Hm ja, 20 Euro, wenn das für Sie in Ordnung ist. Ansonsten, äh, finden wir aber auch eine Lösung“, antworte ich.

So ähnlich habe ich bis vor einem Jahr auf die Frage von Kunden geantwortet, wenn Interesse an einer Zusammenarbeit bestand. Was war das Ergebnis?

Ich habe 15 Euro für einen Text bekommen. Zum Verhandeln hatte ich ihn schließlich eingeladen. Da wäre er schön blöd, wenn er dieses Geschenk nicht annehmen würde.

Mittlerweile sieht es anders aus. Ich konnte mein Selbstwertgefühl aufbauen, weiß, was meine Arbeit wert ist, was mir meine Zeit wert ist und wie viel ich mir wert bin.

In diesem Artikel zeige ich dir heute die verschiedenen Schritte, die ich gemacht habe, damit ich heute für einen Text der gleichen Art das Doppelte verlange und ohne Verhandlungen bekomme.

Bist du mit deinem Einkommen zufrieden?

Frauen verdienen nicht nur allgemein weniger als Männer, sondern trauen sich außerdem meistens nicht, ihre Preise zu erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde eine Preiserhöhung von sich aus anbietet, ist aber eher gering.

(Wobei mir das mittlerweile schon passiert ist!)

Auch wenn du mehr verdienen und dir deine Träume verwirklichen willst, ist es wichtig, dass du dich als wertvoll ansiehst. Du bist ein wertvoller Mensch und verdienst es daher, gut für deine Arbeit bezahlt zu werden.

Schaust du dich online um, fallen aber viele Webseiten auf, bei denen die selbstständigen Frauen fast für einen Hungerlohn arbeiten. So wie ich in der ersten Zeit meiner Selbstständigkeit.

Für den Einstieg sind solche Preise noch in Ordnung. Aber wenn dein Selbstwertgefühl nicht groß genug ist, besteht die Gefahr, dass du dort hängen bleibst.

Heute ist daher der perfekte Tag, um anzufangen, dein Selbstwertgefühl aufzubauen.

In sechs Schritten dein Selbstwertgefühl aufbauen

Ich zeige dir jetzt, welche Schritte ich in den vergangenen Jahren gegangen bin, um mein Selbstwertgefühl aufzubauen.

1# Such dir Vorbilder

Feli von Travelicia.com hat es in meiner Expertenrunde zur Komfortzone gut gesagt: Wenn sie vor einer neuen Herausforderung steht und sich nicht sicher ist, wie sie sie schaffen soll, sucht sie sich ein Vorbild.

Fast immer findest du jemanden, der schon das geschafft hat, was du machen willst. Das zeigt dir, dass es möglich ist.

Und selbst wenn du niemanden findest, heißt es nicht, dass es unmöglich ist. Vielleicht heißt es nur, dass bisher noch niemand auf deine Idee gekommen ist. Oder sich nicht getraut hat, es auszuprobieren.

Also mach den ersten Schritt und leg los! Eventuell bist du dann in Zukunft selbst ein Vorbild.

2# Sei dankbar

Dass Dankbarkeit eine wichtige Rolle in meinem Leben spielt und ich ein Dankbarkeitstagebuch führe, habe ich schon hier und hier beschrieben.

Seitdem ich täglich bewusst dankbar bin, nehme ich mehr wahr, wie schön das Leben tatsächlich ist. Und je mehr du dich daran erfreust, was du schon hast, desto weniger bist du im Mangeldenken gefangen.

Dadurch siehst du außerdem leichter, was DU schaffst.

3# Lerne deine Stärken kennen

Ich schreibe nicht nur in mein Dankbarkeitstagebuch, sondern hatte über einige Monate zusätzlich ein Erfolgsjournal.

Was du da reinschreibst?

Jeden Tag ein paar tolle Sachen, die du im Laufe des Tages erledigt hast.

  • einen Kunden kontaktiert
  • Rechnungen geschrieben
  • Nicht über den unfreundlichen Anraunzer des Nachbarn geärgert
  • oder ähnliches.

Mach das ein paar Wochen und du merkst, dass du deutlich mehr kannst, als du bisher gedacht hast.

4# Was schränkt dich ein?

Kennst du die Glaubenssätze, die dich behindern? Als ich angefangen habe, meine negativen Glaubenssätze aufzuschreiben und zu bearbeiten, hat sich einiges bei mir geändert.

Was spuckt bei dir im Kopf herum?

Mädchen sind schlecht in Mathe? Aus deiner Sicht ist es dann nachvollziehbar, dass du dich nicht lieber selbst um deine Finanzen kümmerst. Aber stimmt das wirklich?

Ich war schlecht in Mathe und hab mich lange nicht um mein Geld gekümmert. Allerdings hat das eine nichts mit dem anderen zu tun! Schließlich schaffe ich es jetzt auch, meine Geldangelegenheiten in Ordnung zu halten.

Solche Glaubenssätze kannst du übrigens sehr gut mit The Work von Byron Katie bearbeiten. Das habe ich auch eine Zeitlang gemacht.

Hier gibt`s eine kurze Einführung:

Allerdings solltest du dich nicht zu viel mit negativen Glaubenssätzen beschäftigen. Denn wenn du dich auf die Suche begibst, wirst du immer mehr davon finden.

Das bringt dich nicht weiter.

Fokussiere dich stattdessen auf das Positive, das schon jetzt in deinem Leben ist.

5# Hast du eine Morgenroutine?

So viele erfolgreiche Menschen berichten davon, dass sie eine Morgenroutine haben.

Vor einigen Jahren sah es bei mir noch so aus: Aufstehen, Tee oder Kaffee machen, Laptop oder Fernseher an, dann arbeiten.

Das ist zwar eine Routine, aber keine sinnvolle.

Mittlerweile gehe ich die Tage viel entspannter und bewusster an: Aufstehen, Tee oder Kaffee machen, meditieren (Kaffee kühlt in der Zeit ab), meine Tagebücher und Morgenseiten schreiben, Laptop an, dann arbeiten.

Was machst du nach dem Aufstehen?

6# Entwickel dich weiter

Lies Bücher zu Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwert, Loslassen oder ähnlichen Themen. Wenn ich im Zug sitze oder laufend meine Runde durch die Stadt drehe, höre ich außerdem total gerne Podcasts.

Außerdem habe ich mich coachen lassen.

  • Ich weiß immer mehr, was ich will.
  • Ich setze mich für meine Vorstellungen stärker ein.
  • Ich verdiene mehr.
  • Ich habe ein besseres Leben.

Und ich weiß, dass du auch ein besseres Leben haben, mehr verdienen und dadurch finanziell unabhängig sein  kannst.

Gibt es etwas, was du starten würdest, aber dein Selbstwertgefühl hält dich davon ab? Schreib`s mir in die Kommentare.


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    7 replies to "Selbstwertgefühl aufbauen und mehr verdienen – so geht`s"

    • Maren

      Hallo Linda,

      es hilft auch einfach dazu zu stehen, was man macht und verkaufen will. Das Selbstwertgefühl kann darunter leiden, dass man vermeintlich nicht gut/qualifiziert genug ist. Ich habe das längst überwunden. Wenn ich mir von manchen Menschen anhören muss, dass ich noch nichts veröffentlicht habe, dann ist meine Gegenfrage immer: „Ist ein Musiker kein richtiger Musiker, weil er nicht in den Charts ist?“

      Liebe Grüße,
      Maren

      • Linda

        Hallo Maren,
        danke für deinen Kommentar 🙂

        „Einfach dazu zu stehen, was man macht“ fällt ja vielen gerade nicht so leicht. „Einfach zu machen“ ist dann eher unmöglich.
        Vielleicht kannst du einen Tipp geben, wie du es überwunden hast?

        Lieben Gruß
        Linda

        • Maren

          Hallo Linda,

          ein Trick oder Tipp habe ich auf Anhieb nicht. Ich mache mir einfach nicht (mehr) so viel aus dekonstruktiver Kritik, obwohl ich dann trotzdem darüber nachdenke. Ist die Kritik jetzt für mich gerechtfertigt und nur schlecht rüber gebracht?

          Zudem bin ich gerne ein „Ich mach mal und schau‘ was passiert“-Typ mit wenig Angst. Was soll schon passieren? Ich lebe meine „Berufung“ und tue das was mir wirklich Freude macht. Auch wenn es eben bedeutet, nicht perfekt zu sein und Fehler zu machen. Dazu stehe ich. Doch ich habe zumindest den Mut und die Ausdauer. Aus Fehlern, Erfahrung und konstruktiver Kritik kann ich nur lernen und habe es auch. Mittlerweile bin ich einfach selbstsicherer geworden – anscheinend ein Resultat dessen, dass ich mit Feuereifer an der Sache bin!

          Liebe Grüße,
          Maren

    • Katharina

      Hallo Linda,

      danke, gute Tipps!

      Ich finde, manchmal ist es auch gut, sich einfach zu zwingen, etwas zu tun, wovor man Angst hat oder was einem unangenehm ist. Selbst wenn es dann nicht 100%ig funktioniert, stärkt es finde ich trotzdem das Selbstwertgefühl.

      Und inzwischen habe ich auch akzeptiert, dass nicht jeder Tag gleich sein muss. An manchen Tagen fühlt man sich einfach selbstbewusster als an anderen.

      Viele Grüße,
      Katharina

      • Linda

        Hallo Katharina,
        danke für deinen Kommentar 🙂

        Sehe ich auch so. Wichtig ist meiner Meinung nach vor allem, seine Angst zu überwinden. Das ist schon Grund genug, um stolz auf sich zu sein 🙂

        Liebe Grüße, Linda

    • […] wie du deine Selbstständigkeit im Netz planst, an den Start bringst, vermarktest und letztendlich damit Geld verdienst. Denn das wollen wir doch letztendlich alle, oder […]

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