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Im Interview: Robert Kiyosaki über dein Geldbewusstsein

Gelegenheiten wie diese gibt es nicht allzu oft! Der berühmte Autor, Investor und Unternehmer Robert Kiyosaki hat für Mymoneymind einige Fragen zum Thema Geldbewusstsein beantwortet.

Ziemlich geil, oder?

Ich habe zwar nicht direkt mit ihm gesprochen, aber Alexander Oberenzer von www.finanzielle-intelligenz.at hat ihn getroffen und ihm meine Fragen ausgerichtet.

Der reiche und der arme Vater

Wenn dir der Name Robert Kiyosaki spontan nichts sagt, kennst du vielleicht seinen Bestseller „Rich Dad Poor Dad“. In diesem Buch schreibt er, wie er auf der einen Seite von seinem reichen Vater (dem Vater eines Freundes) und auf der anderen Seite dem armen Vater (seinem Vater) beim Heranwachsen beeinflusst wurde.

Du kannst in diesem Buch toll erkennen, wie stark sich dein Mindset verändert, wenn du entsprechend geprägt wirst. Robert Kiyosaki hat sich mental stärker von seinem reichen Vater beeinflussen lassen und es dadurch geschafft, sich ein Leben nach seinen Vorstellungen und mit viel Geld aufzubauen.

Da bietet es sich an, ihm einige Fragen zu seinem Geldbewusstsein zu stellen.

Hier seine Antworten:

Waren Sie einmal an einem Punkt, als das Gefühl von Mangel und Angst vorgeherrscht hat?

Robert Kiyosaki war als Hubschrauberpilot im Vietnam-Krieg und hat dort beängstigende Situationen erlebt. Als er aus dem Krieg nach Hause kam, war er mittellos. In dieser Situation besuchte er seinen besten Freund, den Sohn von Rich Dad. Als er in die Villa dieser Familie kam, spürte er einen unglaublichen Mangel und Nichtigkeit.

Du siehst, auch Menschen, die heute viel Geld und ein gutes Geldbewusstsein haben, kennen Mangelgefühle. Aber von den schlimmen Erlebnissen in ihrem Leben haben sie sich nicht herunterziehen lassen.

Wichtig ist, dass sie nicht überhand nehmen, dass du immer weiter an dir arbeitest und du dich auf das Positive in deinem Leben konzentrierst.

Warum haben viele Menschen Probleme mit ihrem Geld?

In jedem von uns wohnt ein Poor Dad, der Angst hat, Fehler zu machen. Er ist geprägt von der Schule, wo Fehler rot markiert wurden und Strafen folgten.

Auch lebt in uns der Middleclass Man, der nach dem altem Motto lebt, Zeit gegen Geld zu tauschen und der anderen (Vorgesetzten) zu gefallen versucht. Immer brav das machen, was die anderen von dir wollen, ohne deinen eigenen Weg zu suchen und zu finden.

Diese Personen haben den limitierenden Satz „Nur keine Verantwortung übernehmen“.

Rich Dad hat wiederum Angst, sein Vermögen zu verlieren und plagt sich deswegen immer mit gewissen Sorgen herum, seinen Reichtum zu verlieren.

Welche Rolle spielt Dankbarkeit in Ihrem Leben?

Robert Kiyosaki empfindet eine tiefe Dankbarkeit, dass er Kim, seine Frau, treffen durfte und sie seine Frau, Partnerin und Wegbegleiterin ist.

Sie sei die tollste Frau, sie ist diejenige, die das Finanzwissen bei ihnen in die Realität umsetzt. Er ist zutiefst dankbar, dass sie beide schon über 30 Jahre glücklich verheiratet sind.

Kann jeder lernen, reich zu denken?

Robert Kiyosaki ist 100 Prozent davon überzeugt, dass Menschen lernen können, reich zu denken und reich zu werden. Wir Menschen haben die göttliche Gabe der Vorstellungskraft erhalten.

Haben Sie eine bestimmte Morgenroutine? Wenn ja, welche?

Der Bestseller-Autor meditiert täglich und hört sich eine Motivations-CD an. In dieser Phase des Tages spielt die Power der ersten Morgenstunde eine wichtige Rolle, weil sie die Qualität des ganzen Tages bestimmt.

Robert Kiyosaki, wofür geben Sie kein Geld aus?

Für Zeitungen, Medien und Nachrichten.

Kiyosaki ist überzeugt, dass hier nichts Brauchbares zu finden ist, weil Medien sich mit Sensationsmeldungen überbieten nach dem Motto „Only bad news are good news“.

Solange er und Kim noch nicht finanziell frei waren, also die passiven Einnahmen höher als die Ausgaben waren, haben sie sich keinen Luxus gegönnt: Sie fuhren ein altes, schäbiges Auto und wohnten in einer kleinen Wohnung.

Vielen Dank an Robert Kiyosaki für die Beantwortung meiner Fragen!

Titelbild: Robert Kiyosaki, Richdad.com
11 Responses
  1. Hallo Linda,

    sehr beeindruckend, dass du ein Interview mit Robert Kiyosaki machen konntest.
    Die Antworten auf deine Fragen bringen genau das zum Ausdruck wofür Robert Kiyosaki steht und was er auch in seinem Buch schreibt. Er ist davon überzeugt, dass es allen Menschen möglich ist reich zu werden. Zumindest in den westlichen Ländern stimme ich ihm da voll und ganz zu. Jeder hat dort die gleichen Möglichkeiten. Nur was man daraus macht da ist jeder selbst für verantwortlich.
    Bin gespannt wer als nächstes dein Interviewpartner ist.

    Lieben Gruß Klaus-Dieter

    1. Linda

      Hallo Klaus-Dieter 🙂
      Freut mich, dass dir das Interview gefällt!

      Roman Kmenta ist Anfang Januar dran. Er hat ein neues Buch herausgebracht mit dem Titel „Nicht um jeden Preis“, was natürlich hervorragend zu meinem Thema passt.

      Liebe Grüße,
      Linda

  2. MaRa

    Hallo Linda,
    ich war überrascht über diesen Blog Artikel.. Aber, positiv überrascht! 🙂 hatte irgendwie eine negativ-Einstellung deinerseits der Branche ggü. in Erinnerung…
    lieber Gruss,
    MaRa

    1. Linda

      Hallo 🙂
      Ich hatte eine negative Einstellung welcher Branche gegenüber?
      Verstehe ich gerade nicht 🙂

      Liebe Grüße
      Linda

      1. MaRa

        Der Networking Branche gegenüber.. Robert und Kim sind ja seit je her absolute Vorzeigebilder im network marketing business – wenngleich sie sich mittlerweile natürlich auch diverse weitere Einkommenszweige aufgebaut haben, mit denen sie vorwiegend residuales Einkommen generieren.
        Sonnige Grüsse und eine schöne Woche!

        1. Linda

          Ah, stimmt 😀
          Liegt aber an den Erfahrungen, die ich immer wieder mit Network Marketern mache 🙂
          Wobei ich Robert K. nicht durchs Network Marketing kenne, sondern durch seine Bücher.

  3. MaRa

    😀 ok, verstehe, unschön! … Aber mei, jeder macht mal Fehler 🙂 … in diesem Sinne schliessen wir doch einfach ab mit einem schönen Zitat
    „Winners are not afraid of losing. But losers are. Failure is part of the process of success. People who avoid failure also avoid success.“
    – Robert Kiyosaki

  4. Hey Linda!

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich habe mich schon mehrmals überzeugt, dass die persönlichen Rituale am besten für die produktiven Arbeit passen.

  5. Ganz viele! Ich arbeite in einem Büro und am Anfang meiner Karriere hatte ich viel Stress über alle Aufgaben. Ich sollte eine Menge der Dokumenten sortieren und durchlesen. Deswegen habe ich ein paar Yoga-Übungen jede Stunde gemacht. Jetzt habe ich kein Problem mit Unterlagen, weil unsere Firma virtuelle Datenräume für Datenspeicherung benutzt. Doch das Ritual habe ich nicht aufgegeben und das gefällt mir sehr!

    1. Linda

      Hallo 🙂
      Danke für deinen Kommentar!

      Cool, dass Yoga bei dir so gut wirkt und dass du es beibehalten hast 🙂

      Liebe Grüße
      Linda

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