„Ach du Scheiße!“ war mein erster Gedanke, der mir in den Kopf schoss, als ich im Juni `15 den Kommentar von Erfolgscoach Raho Bornhorst gelesen habe.

Er hatte bei Facebook sein neues Buch vorgestellt und ich hab`s ohne bösen Hintergedanken kommentiert. Ich hatte an eine harmlose Rezension auf meinem Blog gedacht, aber Raho wollte mehr. Jetzt hieß es: „Raus aus der Komfortzone!“

Komfortzone verlassen – Klappe, die 1.

Aber warum eigentlich?

Ich hätte ja genauso gut auf das Angebot von Raho nicht reagieren brauchen. Wir kennen uns nicht persönlich, haben keine Verbindungen. Wenn ich nicht geantwortet hätte, wäre nichts weiter passiert.

Aber ne, mir war klar, dass ich mir diese Chance nicht entgehen lassen darf. Von Anfang an stand für mich fest, dass ich dieses Interview mache. Schließlich habe ich mit meinem Blog noch etwas vor, will viele Frauen wie dich erreichen, die sich etwas Eigenes aufbauen wollen und finanziell unabhängig werden wollen.

Trotzdem war ich nach dieser Nachricht erstmal völlig von den Socken! Mein Herz hat laut und rasend schnell gepocht, ich habe geschwitzt wie blöd und musste erstmal zehn Minuten lang meinen Kopf mit beiden Händen aufstützen.

Du siehst, mir geht es nicht anders als dir, wenn ich meine Komfortzone verlassen muss.

Warum ich mich so anstelle? Wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, kommst du an Raho Bornhorst nur schlecht vorbei. Er ist zum einen selbst erfolgreicher Coach und Trainer, zum anderen arbeitet er aber auch mit DEM Coach schlechthin zusammen: Brian Tracy!

Und wenn so jemand mich fragt, ob ich mit ihm gemeinsam arbeiten will, wäre ich total blöd, nein zu sagen.

Nachdem sich mein Herzschlag einigermaßen beruhigt hat, habe ich also all meinen Mut zusammengenommen und Raho eine Nachricht geschickt, dass ich mit an Bord bin.

Raus aus der Komfortzone – Klappe, die 2.

Du musst wissen, dass ich Kameras bisher echt ätzend gefunden habe. Wenn jemand mit einer Videokamera oder Smartphone auf mich zugekommen ist, bin ich geflüchtet. Bloß nichts sagen müssen! Selbst Skype-Calls mit Video waren für mich bis Anfang des Jahres noch der Horror.

Nun also war die Zeit gekommen, meine Angst zu überwinden.

Allerdings bin ich zu dem Zeitpunkt noch davon ausgegangen, dass Raho mir das Buch per Post zuschickt, ich es in Ruhe durchlesen und mich vorbereiten kann. Auch mental versteht sich.

Da er schon zwei Tage später im Flieger nach Amerika sitzen würde, sollte mein Interview aber schon am nächsten (!) Tag stattfinden. Aus der Traum von einer langen Vorbereitung, Ruhe, Meditation, Ohm und so – stattdessen raus aus der Komfortzone²!

Per Mail hab ich schon eine Stunde später das Buch als pdf bekommen, im Eilverfahren gelesen, mir Fragen überlegt und Raho geschickt. Ich hab in der Nacht übrigens hervorragend geschlafen – so fertig war ich mit den Nerven.

Am nächsten Tag hab ich mich natürlich mit Herzklopfen an den PC gesetzt, aber letztendlich war alles halb so schlimm. Wegen technischer Probleme hat sich das Interview sogar noch um eine Stunde verschoben.

Meine Stimmung wurde dadurch allerdings wesentlich lockerer, weil ich dadurch ein bisschen Zeit für Small Talk mit Raho hatte. Und es hat mir gezeigt, dass nicht nur bei mir etwas schief gehen kann, sondern auch große, erfolgreiche Coaches mit (technischen) Problemen zu kämpfen haben.

Das Interview an sich lief gut. Hier kannst du es dir ansehen.

Danach war ich übrigens komplett infiziert! Ich hab angefangen, kleine Filme auf Youtube hochzuladen und vor ein paar Wochen sogar meine eigene Interviewreihe „Frau Finanz“ gestartet. Dort interviewe ich Frauen, die es geschafft haben, sich ein unabhängiges Leben aufzubauen und sich um ihre Finanzen kümmern.

Warum solltest du dich gelegentlich überwinden?

Du siehst, es lohnt sich, dich du überwinden, wenn es heißt, raus aus der Komfortzone. Wenn du mehr Geld als bisher verdienen, ein erfüllteres Leben leben und mehr Erfolg haben willst, muss du dein Leben verändern.

[bctt tweet=“Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts. Also trau dich!“]

Und dazu gehört oft, Neues zu wagen.

Natürlich musst du es nicht übertreiben. Das würde ich auch nicht. Sobald echte Angst im Spiel ist, wäre Schluss mit lustig.

Aber es lohnt sich so sehr, sich zu trauen.

Also, halte die Augen offen und nimm Chancen wahr. Biete deine Hilfe an, auch wenn du dafür kein Geld bekommst. Es macht Spaß und du baust dein Netzwerk auf.

Bekommst du ein Angebot, das dich und dein Business voranbringen könnte, denk daran:

  • Beruhige dich erst, bevor du Ja oder Nein dazu sagst. Am besten schläfst du eine Nacht darüber.
  • Wäge genau ab, was dir wichtiger ist. Weiterhin auf der gleichen Stelle zu treten und kein Risiko eingehen zu müssen oder deine Komfortzone zu verlassen, dich dadurch persönlich weiterzuentwickeln und deinen Erfolg voranzubringen?
  • Überleg dir, was im schlimmsten Fall passieren könnte. In meinem Fall hätte ich kein Wort rausgebracht, nur gestottert oder angefangen, vor laufender Kamera zu weinen – alles ziemlich blöd, aber ich hätte es überlebt. Da Raho ein Profi vor der Kamera ist, hätte er die Situation schon irgendwie gerettet.
  • Bist du dir unsicher, ob du die Herausforderung bestehen kannst, spiel mit offenen Karten. Ich habe Raho sofort geschrieben, dass ich zwar das Interview mache, aber total aufgeregt bin, weil es mein erstes sein wird. So weiß dein Gegenüber Bescheid und kann besser auf dich eingehen.
  • Hast du den Eindruck, dass die Chemie zwischen euch stimmt: Schlag ein!

Denk immer an die Chance, die sich dir bietet und lass sie dir nicht entgehen.

Hast du schon deine Komfortzone verlassen und davon profitiert? Oder hindert dich noch etwas? Dann schreib mir doch deine Geschichte in die Kommentare oder per Mail.

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