Plötzlich Witwe

Peng!

Plötzlich ist es passiert. Aufgrund eines Unfalls, nach kurzer oder langer Krankheit stirbt dein Mann.

Selbst wenn es absehbar war, tritt dieser Moment für viele Betroffene doch relativ abrupt ein.

Plötzlich Witwe zu sein, verändert alles, du bist alleine und musst dich um alles kümmern.

Dann ist es nur natürlich, dass du dich überfordert fühlst und nicht weiß, wohin mit deinen Gedanken.

Plötzlich Witwe und jetzt?

Wahrscheinlich hilft es dir dann, wenn du dich mit jemandem austauschen kannst. Wenn du gute Freunde hast, schau, ob du bei ihnen einen Ansprechpartner findest.

Allerdings kann es durchaus passieren, dass sich einige von dir abwenden. Nimm es ihnen nicht übel! Sie können wahrscheinlich nicht mit dem Thema Tod umgehen, sind selbst traumatisiert oder haben noch keine Bekanntschaft mit diesem Thema gemacht.

Eine Freundin an meiner Seite

Ich hatte damals das Glück, dass eine gute Freundin mir bei der Pflege meines sterbenden Mannes geholfen hat und nach seinem Tod ebenso Redebedarf hatte wie ich. Viele Stunden haben wir zusammengesessen und über alles gesprochen, was uns belastet hat.

Vielleicht findest du jemanden in deinem Umwelt, der bereits etwas älter ist und dir gerne zuhört. Mit fortschreitendem Alter steigen die Todesfälle in Freundes- und Familienkreis leider an, sodass die Erfahrungen mit diesem Thema notgedrungen ebenfalls ansteigen.

Schon mit 40 wird man immer häufiger mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert.

Trost in der Trauergruppe finden

Möchtest du lieber mit jemanden sprechen, der weder dich noch deinen Mann kenntt, ist vielleicht eine Trauergruppe passend.

Es gibt sie in vielen Städten. Sogar in dem Vorort von Hannover, in dem ich gewohnt habe, war die nächste Gruppe nicht weit. Trauergruppe.de ist eine erste Anlaufstelle. Findest du dort nichts, googel nach Trauergruppen in deiner Stadt oder dem Landkreis.

Helfen kann dir ebenso ein Hospiz in der Nähe oder die Sozialstation des örtlichen Krankenhauses. Da sie jeden Tag mit diesem Thema zu tun haben, können sie dir oft Ansprechpartner nennen.

Den Verlust verarbeiten

Nach dem Tod ging es mir einige Wochen körperlich nicht gut. Niedriger Blutdruck, Schwindel und Müdigkeit haben mir gezeigt, dass ich am Ende war. Mein Versuch, eine Kur zu beantragen, wurde leider angelehnt, aber eventuell hast du mehr Erfolg.

Wende dich dazu an deinen Hausarzt, der dir hilft, den Antrag auszufüllen. Bei einer Kur kommst du nicht nur körperlich wieder zu dir, sondern nimmst auch an Therapiestunden teil.

Leider werden solche Anträge oft mit der Begründung abgelehnt, dass ein ambulante Therapie ausreichend ist. Im Klartext heißt das, dass du dir einen Psychologen vor Ort suchen sollst.

Einen Psychologen suchen

Das solltest du unbedingt machen, wenn du merkst, dass deine Beschwerden nicht langsam nachlassen oder du mit der Trauer nicht alleine zurecht kommst!

Die Wartezeit ist aber in vielen Fällen elendig lang. Willst du nicht mehrere Monate auf den ersten Termin warten, ist vielleicht ein Heilpraktiker für Psychotherapie passend.

Diese Therapiestunden werden aber im Allgemeinen nicht von der Krankenkasse bezahlt. Dafür musst du selbst aufkommen.

Anonym im Internet austauschen

Eventuell zählst du zu den Menschen, die ihre freie Zeit gerne im Internet verbringen und den anonymen Austausch bevorzugen.

Ein Forum wie Verwitwet.de gefällt dir unter Umständen besser als ein persönliches Gespräch.

Bist du bei Facebook?

Hier gibt es einige Trauergruppen, in denen sich Betroffene austauschen, sich Mut zusprechen und gemeinsam an die Verstorbenen denken. Zu den größten zählen

Reden, reden, nochmals reden

Ich wünsche mir, dass du eine passende Person zur Seite hast, die dir ein offenes Ohr schenkt. Oder dass du schnell jemanden findest, der dir zur Seite steht.

Liebe Grüße

Linda

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Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

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