Neidisch missgünstig_opt

Es ist schon echt schade: Da arbeiten Menschen viel und leidenschaftlich, stecken ihr Herzblut in ihre Produkte und schaffen es, damit anderen zu helfen, eine Freude zu machen oder zu inspirieren. Vielleicht verdienen sie dadurch viel Geld und können sich ein schönes Leben leisten.

Damit kann aber leider nicht jeder umgehen. Und ist neidisch.

Das ist erstmal nicht schlimm, weil es verschiedene Weg gibt, wie du auf so ein Gefühl reagieren kannst. Allerdings gibt es leider immer wieder Menschen, die dann zu Blödmännern mutieren und ihren Frust (Neid) bei ihrem Gegenüber abladen.

In den vergangenen Tagen sind mir einige Beispiele begegnet, in denen Blogger von ihren Neidern erzählt haben. Im Netz ist meistens von den sogenannten Hatern (den Hassern) die Rede.

Gary Vanerchuck über seinen Umgang mit Hatern

Gary Vaynerchuk hat ein besonderes Verhältnis zu seinen Hatern. Hier kannst du dir das Video ansehen, in dem er davon erzählt.

Er ist ein millionenschwerer Investor, Redner und hat auf Youtube zurzeit knapp 97.000 Abonnenten. Umstände, die so manchen grün vor Neid werden lassen. Das Problem ist wahrscheinlich, dass Gary außerdem noch Spaß an seiner Arbeit hat.

In dem Video erzählt er, dass er seine Hater respektiert, sie ernst nimmt und versucht, sie zu verstehen. Wie fühlen sie sich? Er fragt sich, ob er etwas falsch gemacht hat und sie dadurch unbeabsichtigt verletzt hat.

Oft nimmt er sogar Kontakt zu neidischen Kommentatoren auf. 90 Prozent von ihnen sind dann erstaunt und freuen sich, dass er sich tatsächlich die Zeit für sie nimmt. 10 Prozent blocken ab.

Wie willst du erfolgreich werden?

Für Gary gibt es zwei Arten, erfolgreich zu sein. Er zeigt sie an einem schönen Beispiel:

Es gibt zwei Wege, das höchste Gebäude in einer Stadt zu bauen:

  1. Du baust das höchste Haus.
  2. Du baust ein Haus und reißt alle anderen Häuser ab.

Seiner Erfahrung nach wählen die meisten Menschen Nummer 2, während er den ersten Weg geht.

Er war einer der ersten Videoblogger und findet es toll, dass andere ihn überholt und mehr erreicht haben. Das macht ihn nicht traurig, sondern froh.

Er will, dass andere Menschen gewinnen – solange er öfter gewinnt. Er sieht sich in einem Wettbewerb, in dem er gegen andere und gegen sich selbst antritt.

Böser Kommentar – Tag versaut

Eine Frau, die in Deutschland online erfolgreich ist, und sich mit neidischen Menschen konfrontiert sieht, ist Conni Biesalski von Planetbackpack.de. In diesem Video erzählt sie, wie sie es geschafft hat, ihren Reiseblog zum größten deutschen Blog innerhalb von wenigen Jahren zu machen.

Wenn du ihrem Blog folgst, weißt du, dass sie an den tollsten Stellen der Erde lebt, gut verdient und sich theoretisch aussuchen kann, ob sie morgens lieber am Strand meditiert oder einen Blogbeitrag schreibt.

Oh, ganz böse! Das geht ja mal gar nicht!

„Faul sein, Spaß haben und dafür auch noch Geld bekommen? Nicht mit mir!“, denkt sich manch Missgünstiger und haut einen fiesen Kommentar unter einen ihrer Blogposts.

Dass hinter solchen Erfolgsgeschichten oft eine jahrelange Vorbereitung, viel Arbeit und Engagement steckt, wird dabei ignoriert.

Hater sind anscheinend nicht selten, wie Conni in ihrem Vortrag erzählt. Und offen gibt sie zu, dass ein solcher Kommentar ihr immer noch den Tag versaut. Regelmäßig löscht sie deswegen solche Kommentare im Blog oder in den Profilen der sozialen Netzwerke, sagt sie. Schließlich sei das eine Art Zuhause für sie, in dem sie sich gut fühlen will.

Sprüche wie „Neid ist die höchste Form der Anerkennung“ oder „Neid muss man sich erarbeiten“ sind zwar wahr, trösten in der akuten Situation aber nur wenig.

Neidisch sein als Ansporn nutzen

Wenn du regelmäßig meinen Blog liest, gehörst du hoffentlich nicht zu den Hatern, die konkreten Schaden anrichten wollen. Mir ist Respekt wichtig und ich hoffe, dir auch.

Aber vielleicht bist du ab und zu neidisch, wenn du siehst, wie scheinbar leicht deine Konkurrenten Geld verdienen.

Anstatt dass dich der Neid langsam von Innen zerfrisst, solltest du dir überlegen, was genau dich daran stört. Was hat der andere, das du auch haben willst?

Du musst dich wahrscheinlich nur ein bisschen öffnen, um das herauszufinden. Anstatt verbohrt zu sein und anderen Menschen nicht ihr Glück zu gönnen, nimm die Erkenntnis lieber als Ansporn. Du weißt nun, was du haben willst – das kann dein Neidisch-sein dir zeigen.

Mach dich also auf den Weg und fang an, dein Leben zu ändern. Indem du nur weiter über deine Konkurrenz ablästerst, ändert sich in deinem Leben nichts. Neidisch zu sein, macht dich nicht glücklich, bringt dir kein Geld – nix.

 Nimm die Herausforderung an

Werde dir klar darüber, was die anderen schon erreicht haben, was du auch schaffen willst. Und dann mach es wie sie.

Ich habe schon einige tolle Menschen kennengelernt und Chancen gehabt, die sich mir nicht geboten hätten, wenn ich ein missgünstiger Mensch wäre. Dann hätte ich mich ihnen anders genähert und sie hätten anders auf mich reagiert.

[bctt tweet=“Miteinander macht so viel mehr Spaß als alleine.“]

Ich hätte nicht mit Raho Bornhorst ein Video-Interview und seitdem noch einige weitere Interviews geführt, hätte nicht eine Antwort von Tim Ferris auf einen meiner Facebook-Kommentare bekommen oder andere Blogger privat kennengelernt.

Mir wären viele schöne Momente verwehrt geblieben.

Wie gehst du damit um, wenn du merkst, dass du neidisch bist? Hinterlasse mir dazu jetzt einen Kommentar.

 


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    9 replies to "Bist du neidisch auf den finanziellen Erfolg anderer?"

    • Linda

      Moin Linda,
      Ich kenne ein gutes Mittel gegen Neid. Ich bin dankbar für das was ich habe ?
      Lg Linda auch aus Leer

      • Linda

        Hallo Linda 🙂
        sehr schön! Dankbarkeit fühlt sich auch viel besser an 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • Rene

      Mir ist durch diesen Artikel bewusst geworden, dass ich sehr selten neidisch bin. Ich würde dieses Gefühl dann noch nicht einmal Neid nennen. Eher Sehnsucht. Und das nehme ich dann als Ansporn.

      • Linda

        Hallo Rene,
        ich bin auch selten neidisch 🙂
        Sehnsucht ist echt ein schönes Wort – bittersüß oder wie sagt man? 😉 Das Gefühl als Ansporn zu nehmen, find ich super!

        Lieben Gruß
        Linda

    • Maren

      Hallo Linda,

      ich glaube Neidern kann man nie richtig begegnen. Alles was du tust und sagst wird gegen dich verwendet. Gesehen wird was gesehen werden will. Ein Beispiel von mir:
      Auf Fotos für ein Interview sitze ich auf einer nicht akkurat ausgelegten Decke. Ich finde es nicht schlimm. Waren ja auch unprofessionell gemachte Bilder. Zudem wollte ich eben nicht perfekt da gerichtet sitzen, sondern authentisch rüber kommen. Als das Interview mit den Fotos veröffentlicht wird, höre ich nur von dieser einen Neiderin die ganze Zeit irgendwas wegen der zerknitterten Decke.
      Ich weiß garnicht mehr genau was sie geschrieben hatte. Doch anscheinend war es das Einzige was es zu bemängeln gab. 😉 Manche Menschen sind eben so kleinkariert, da hilft es auch nicht noch netter zu sein. Ich gehe mit ihnen normal um, schenke keine besondere Aufmerksamkeit und dann ist alles ok. Man muss sich ja nicht alles an sich heran lassen.

      Liebe Grüße,
      Maren

      • Linda

        Hallo Maren,
        bei den meisten ist bestimmt Hopfen und Malz verloren, glaub ich auch. Das zeigt ja auch dein Beispiel – die Dame wollte anscheinend wirklich nichts anderes, als zu meckern…
        Ich würde es wahrscheinlich so wie du machen und sie links liegen lassen. Wobei Gary Vaynerchuck ja mit seinem Vorgehen auch gute Erfahrungen gemacht hat. 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • Elena

      Einen ganz tollen Artikel Linda. Vielen dank, wie immer.
      Leider habe ich zurzeit keine Neider, was ein Zeichen dafür ist, dass ich meine Sache nicht gut genug mache und man nichts hat, um mich zu beneiden. Neid ist eine der schönsten Formen der Anerkennung. Ich hatte Zeiten, wo ich richtig erfolgreich war und gut Geld verdient habe und zu diesen Zeiten gab es Neider in Unmengen. (Im Moment bin ich dabei, solche Zeiten zurück zu erobern, denn in meinem Leben machte ich einen blöden Fehler.) Jetzt dürfen sie sich freuen, über meine erste -und hoffentlich nur kurze- Niederlage. Was Klugscheißer sagen, ist mir völlig egal. Ich kann nur empfehlen, wenn du Erfolg hast, lass dich nicht von Neidern kaputtmachen. Sei froh, dass es so viele doofe Menschen gibt, denn wenn alle so schlau wären wie du, dann wären alle genauso erfolgreich, wie auch langweilig. Neider sind Menschen, die kriegen nichts eigenes geregelt und müssen sich deshalb an den Machern nähern. Lass die sich aufregen, bis zum abwinken. Wenn du Erfolg hast, dann kann ja nicht so viel fasch daran sein.

      • Linda

        Hm Elena,
        ich kann verstehen, dass du den Neid von anderen mit deinem eigenen Erfolg in Verbindung bringt, aber findest du es wirklich toll, Neider zu haben? 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • […] Um erfolgreich zu sein, mehr Geld, Wohlstand und Reichtum in dein Leben zu holen, ist es wichtig, dass du dich mit erfolgreichen und reichen Menschen umgibst. Solchen Menschen, die schon das haben, was du erreichen willst. […]

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