„What`s my worth?“ – Was ist mein Wert? Diese Zeile ist im Trailer zum Musical „Money Talks – but what the hell is it saying?“ zu hören und mir direkt ins Ohr gesprungen.

Was will mein Geld mir sagen? Das ist eine der Fragen, mit denen ich mich immer wieder beschäftige.

Bekomme ich eine Antwort? Hmmmm

Grund genug, Lucie Lynch zum Interview für Mymoneymind einzuladen und ihr zu diesem Thema einige Fragen zu stellen. Sie ist Sängerin und hat mit Marcia Zina Mager das Musical „Money Talks“ ins Leben gerufen.

Aber zuerst einmal den Vorhang auf für Lucie und Marcia:

„What`s my worth?“: Diese Zeile ist im Trailer zu eurem Musical immer wieder zu hören. Welches Verhältnis besteht zwischen Selbstwert und Geld? 

Im weitesten und tiefsten Sinne haben Selbstwert und Geld eigentlich gar nichts miteinander zu tun. Unsere Gesellschaft hat uns jedoch ganz anders geprägt und somit scheinen sie ganz eng miteinander verknüpft zu sein.

Viele Menschen definieren sich über ihren Besitz, die Summe auf ihrem Konto, was sie haben oder nicht haben, über ihre materiellen Besitztümer und sogar über ihre Erfolge und Misserfolge.

Mittlerweile ist das für uns alle ganz normal.

Wir setzen uns Ziele und wenn wir sie erreichen, fühlen wir uns gut. Wenn nicht, dann nicht.

„Du bist, was Du hast und erreichst“ scheint das Motto unsere immer schneller werdenden Welt zu sein. Da bleibt das Gefühl, wertvoll zu sein, ohne etwas dafür tun zu müssen, gerne auf der Strecke. 

Im Laufe unseres Musicals entdecken wir, dass unser Selbstwert in Wirklichkeit komplett unabhängig ist. Wir werden alle mit dem gleichen Wert geboren, dann jedoch von unserer Umwelt ganz schnell eines Besseren belehrt.

Unzählige Faktoren tragen dazu bei:

  • Wo bist Du geboren?
  • Wie ist Deine Familie?
  • Wie viel Geld hat Deine Familie?
  • Auf welche Schule gehst Du?
  • Wie ziehst Du Dich an?

Die Liste geht endlos weiter und in vielen Fällen spielt sogar die Hautfarbe eine Rolle.

Verrückt. Aber wahr.

In unserer Show kommen wir zu dem Schluss, dass Selbstwert in seiner reinsten Form nicht durch unser Machen und Tun, Haben und Nichthaben beeinträchtigt oder verstärkt werden kann .

Selbstwert ist sozusagen angeboren.

Nicht zu verwechseln mit dem Selbstwertgefühl, denn wir wissen alle, dass es Mut und Kraft kostet, sich auf den Weg zu begeben, seinen Selbstwert im Innen zu finden und dort zu stärken.

Viele Glaubenssätze müssen erst überwunden werden, bevor wir sehen, dass sogar unser Selbstwertgefühl komplett unabhängig sein kann von der Aussenwelt. 

Welche Glaubenssätze zu Geld musstet ihr überwinden?

Als Marcia und ich uns kennenlernten, war Marcia 59 und ich 37.

Wir kamen aus zwei komplett verschiedenen Generationen und Welten und haben trotzdem schnell festgestellt, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben, was das Thema Geld und Selbstwert angeht.

Wir waren beide Künstler mit Leib und Seele, tief verwickelt in den Kampf der sogenannten brotlosen Kunst.

Wir hatten beide kein gutes Verhältnis zu Zahlen im Allgemeinen, Steuererklärungen waren uns ein Graus und es schien unmöglich, die Kontrolle über Einnahmen und Ausgaben zu bekommen.

Die Welt des Geldes war uns beiden irgendwie komplett fremd.

Marcia ist in in New York aufgewachsen, als die Tochter einer politisch sehr links eingestellten, jüdischen Familie. Sie lernte, dass Geld „dreckig“ und „böse“ sei.

Menschen mit viel Geld waren „schlimme“ Menschen.

Wohlhabend und trotzdem ein guter und ausgeglichener Mensch zu sein, war schlichtweg unmöglich in den Augen ihrer Familie. 

Ich bin in Deutschland aufgewachsen, meine Eltern waren immer schon sehr geschickt mit Geld.

Beide selbstständig, eine eigene Firma im Haus und eigentlich auch immer sehr großzügig.

Geld war irgendwie immer da und schien kein großes Thema zu sein, meine Eltern haben mich gut vor Problemen rund ums Geld behütet.

Somit waren meine Glaubenssätze ganz andere als Marcias.

Ich bekam schnell das Gefühl, dass ich andere zum Überleben und Geld verdienen brauchte, denn das Geld kam meistens von meinem Elternhaus.

Je älter ich wurde, desto mehr schlich sich ein Gefühl ein, dass ich meinen Eltern etwas schuldig sei.

Ein Gefühl der Unfähigkeit rund um Zahlen machte sich breit, da ich mich kaum damit auseinandersetzen musste – außer in Mathe in der Schule und selbst da ließen meine Noten zu wünschen übrig.

Dadurch, dass meine Eltern ihre Firma im Haus hatten, habe ich viel von dem Stress mit- und abbekommen.

Also war für mich klar: Geld zu haben, eine erfolgreiche Firma zu leiten, selbstständig zu werden, heisst Stress zu haben. 

Ein weiterer Glaubenssatz, den ich erst in den letzten Jahren entdeckt und verabschiedet habe, war dass mich viel Geld kontrolliert und verändert.

Was passiert, wenn ich auf einmal ein Leben im Luxus will, wo ich doch immer der Hippie im VW Bus war?

Was sollen da die anderen denken?

Geld verdienen mit der brotlosen Kunst?

Als gelernte Schauspielerin und Musikerin kam dann noch dazu, dass der Beruf nie wirklich ernst genommen wurde, außer Du warst berühmt und bekannt.

Ich hatte somit für lange Zeit Schwierigkeiten, Geld für meine Tätigkeiten zu verlangen

„Wer braucht schon noch eine Liedermacherin, die über das Leben und die Liebe singt?“

Marcia hatte als Schriftstellerin ähnliche Erfahrungen gemacht und wurde meistens unterbezahlt, weil sie auch nie gelernt hatte, den Wert in ihrer Arbeit zu sehen. 

Die letzten vier Jahre Zusammenarbeit waren für uns wie ein lebendiger Workshop.

Wir haben Schritt für Schritt gelernt, dass unsere Gaben wertvoll sind, dass viele Menschen von unserer Kreativität und Bühnenpräsenz profitieren und sich inspiriert fühlen.

MONEY TALKS vereint die Inspiration eines TED Talks mit dem Zauber und Glitzer eines Broadway Musicals. Marcia und ich sitzen auf der Bühne, erzählen unsere Geschichte, brechen dann aber immer wieder aus und spielen Szenen aus unserem Musical KACHING, dessen Charaktere unsere eigene Entwicklung spiegeln.

Jedes Mal, wenn wir auf der Bühne stehen, unsere Geschichte erzählen und in die verschiedenen Charaktere schlüpfen, machen wir eine neue Transformation durch. Wir fangen an mit der Frage „Was ist das Problem mit Geld?“, gehen weiter zu der Frage „Was ist mein Wert? Hängt er mit Geld zusammen?“ und entdecken dann, dass unser Wert am Ende umessbar ist.  

Dadurch, dass wir unsere wahre Geschichte erzählen, arbeiten wir mit unseren eigenen Glaubenssätzen auf der Bühne und verwandeln sie vor den Augen des Publikums. Viele unserer Lieder sind wie neue Affirmationen, die sich mehr und mehr in unser Unterbewusstsein drängen.

Mit viel Humor, Musik, Tanz und aber auch Verletzlichkeit laden wir das Publikum und uns selbst ein, Raum zu schaffen für neue Glaubenssätze, Ideen und Gedanken. 

Es ist wie ein Muskel, den wir seid zwei Jahren regelmäßig auf der Bühne trainieren. Texte wie 

  • “Ich lebe in Fülle. Ich bin glücklich, gesund und vollkommen“
  • „Tue was du liebst, dann folgt auch die Freude und die Fülle“
  • „Sei dein eigener Sonnenschein, du bist unendlich wertvoll und frei“

sind wunderbare  Affirmationen und Balsam für die Seele.

Ich habe das Gefühl, diese Show hat wirklich mein ganzes Selbstbild verändert.

Affirmationen wirken am Besten, je häufiger wie sie sagen – deshalb freuen wir uns über jede Buchung und jeden Auftritt um so mehr.

Jedes Mal, wenn Marcia und ich wieder auf einen neuen Glaubenssatz stoßen, schreiben wir ein neues Lied, erzählen eine andere Geschichte und verwandeln uns aufs Neue.

Somit ist MONEY TALKS ein lebendiger Organismus, der mit uns wächst und uns wachsen lässt.

Mittlerweile haben Marcia und ich unsere eigene Firma gegründet “LOVE LOVE MONEY MONEY LLC”, unterstützen Menschen auf ihrem Weg, den Selbstwert zu steigern, laden sie ein, mit Hilfe von Theater, Improvisation und Rollenspiel aus der Komfortzone auszubrechen und verdienen mittlerweile sogar Geld mit dem, was wir tun und lieben.

„We are on a mission“ Auf welcher Mission seid ihr?

Wir wollen so viele Menschen wie möglich inspirieren, einen tieferen Blick auf ihre Beziehung mit Geld und mit sich selbst zu werfen.

Ehrlich mit sich selbst, offen für Veränderungen zu sein und zu wissen, dass sie nicht alleine sind auf dieser Reise. Wirklich alles ist möglich, wenn wir an uns glauben und bereit sind, unsere Glaubenssätze zu verändern.

Oft ist es so, dass wir Veränderung wollen, aber gleichzeitig große Angst davor haben. Dann stecken wir fest. Wir wollen mit unserer Geschichte und Musik die Menschen motivieren, in ihre volle Größe zu gehen und ihr Licht strahlen zu lassen.

Jeder soll wissen, dass er oder sie, egal wie alt, groß, jung, schön, reich oder arm unendlich wertvoll ist.

Einfach nur im reinen Sein.

Und dass Geld Spaß machen kann.

„Money Talks, but what is it saying?“ Kannst du uns das verraten?​

Geld ist wie eine Art Spiegel.

Es ist wie eine Reflexion unserer eigenen Gefühle und Ideen über uns selbst. Wenn wir mit uns im Einklang sind und uns unseres wahren Wertes bewusst werden, kommt oft auch das Geld in den Fluss.

Für mich ist Geld wie eine frei fließende Energie.

Es liegt an mir, den Fluss immer weniger zu unterbrechen, die Bahn freizumachen für die Fülle. Wie in einem Fluss, wenn sich dass Wasser staut.

Die Steine sind wie alte Glaubenssätze. Wenn wir die Steine aus dem Fluss nehmen, fließt es wieder.

Oder wie unsere Geldgöttin Alice im Musical so schön sagt:

“Geld ist eigentlich nur Papier und Metall, ein Werkzeug, dass Du entweder für Deine Zwecke nutzt oder Du Dich von ihm ausnutzten lässt.

Geld kann etwas Wunderbares sein. Es fliesst. Es ist sexy. Es ist beruhigend. Es möchte Dein Freund sein. Warum sorgst Du Dich nur so viel um Geld?”

Wenn Geld eine Person wäre, würde sie wahrscheinlich sagen: ”Liebe mich ein bisschen mehr. Kümmere Dich ein bisschen mehr um mich. Spiel ein bisschen mehr mit mir. Lass uns zusammen Spass haben!“

Danke liebe Lucie!

Was denkst du über das Verhältnis von Selbstwert und Geld? Schreib es jetzt in die Kommentare.

www.ilovemoneytalks.com

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