Mit Kritik umgehen

Früher ist es mir schnell passiert: Von einer Minute auf die andere ist meine gute Stimmung komplett in den Keller gerutscht! Warum? Ich wurde kritisiert. Dabei war es nicht einmal schlimm, was die Person gesagt hat. Trotzdem habe ich das blöde Gefühl danach immer eine Zeitlang mit mir herumgeschleppt.

Grund genug, darüber einen Beitrag zu schreiben. Denn wenn du erfolgreich sein, deinen Weg gehen und viel Geld verdienen willst, treten immer wieder Menschen in dein Leben, die dich kritisieren. Daher ist wichtig, mit Kritik umgehen zu können.

Mit Kritik umgehen: theoretisch und praktisch

Theoretisch wusste ich genau, dass Kritik immer von mehreren Seiten zu betrachten ist. Nicht nur was gesagt wird, sondern auch wer sie äußert, spielt eine große Rolle.

Mit konstruktiver Kritik konnte ich im Allgemeinen gut umgehen. Kein Problem, solange sie nett und freundlich vorgetragen wird und Hand und Fuß hat.  Dann schaue ich, was ich davon umsetzen kann oder will und gehe die Sache an.

Andere Arten kamen bei mir nicht so gut an. Das sind die Äußerungen, wo es darum geht, mir meine Träume schlecht zu machen und daran zu zweifeln, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

So in etwa lief das besagte Gespräch ab:

„Sag mal, Linda, wie läuft deine Arbeit?“

„Gut, danke. Aber Bloggen ist viel toller! Das macht mir richtigen Spaß!“

„Hm, ich weiß ja nicht … Ist das nicht mal wieder so eine Eintagsfliege?“

„Ne, überhaupt nicht. Die große Bloggerwelle schwappt ja erst noch zu uns rüber.“

„Na ja. (Pause… ) Ich würde ja NIE auf einem Blog recherchieren!“ 

„Ne, dafür sind sie ja auch meistens nicht geeignet.“

„Also wenn ich richtige Fakten will, gehe ich NIE auf einen Blog.“

„Darum gehts ja auf Blogs nicht. Aber seitdem ich dort schreibe, macht mir das Arbeiten dort so viel Spaß, dass ich sogar am Wochenende schreibe.“

„Du musst deine Erholung im Auge behalten.“

„Ich empfinde Bloggen nicht als Arbeit, das IST Freizeit!“

„Und wie viel verdienst du damit.“

„Äh noch nix, das braucht seine Zeit. Ich muss erstmal Reichweite aufbauen.“

„Na ja …“

(ging dann noch ein bisschen so weiter)

Der Ton macht die Musik

Dazu kam ein Tonfall, mit dem ich generell nicht gut zurecht konnte. Hier war also schon Punkt eins, den ich noch lernen musste: Der Tonfall hat nichts mit mir zu tun, sondern einige Menschen reden so. Nicht nur mit mir, sondern auch mit anderen. Es ist eine gewisse Art von Dominanz, die mich total einschüchterte.

Ich musste also sehen, dass ich in solchen Gesprächen irgendwie eine andere Taktik anging, um mich zu distanzieren.

4 Gründe, warum du Kritik nicht ernst nehmen solltest

Der zweite Punkt ist, dass ich mir schon im Gespräch vor Augen halte, wer dort spricht und in welcher Situation sich der Kritiker befindet. Das hilft mir ziemlich!

Wenn du dich auch leicht einschüchtern oder verunsichern lässt, solltest du dir die gleichen Gedanken machen:

  • Er fühlt sich von dir in seiner Sicherheit, seiner Routine und dem Alltagstrott bedroht. Wieso lebst du plötzlich anders als er? Was fällt dir eigentlich ein!
  • Er ist mit seinem eigenen Leben unzufrieden. Was du machst, scheint eigentlich viel besser zu sein. Schließlich lebst du deine Träume aus. Aber sich das einzugestehen, ist so viel schwerer als herumzustänkern.
  • Er hat Angst um dich. Beim Ausleben von Träumen kannst du erfolgreich sein, aber ebenso auf die Schnauze fliegen. Ich hab mich zwar für die erste Variante entschieden, will erfolgreich sein und viel Geld verdienen, aber das sieht nicht jeder. Letztendlich will er nur dein Bestes.
  • Neulich habe ich bei Facebook gelesen, dass Kritiker oft Selbstgespräche führen. Wenn mir also jemand sagt, ich soll mir besser eine gut bezahlte Arbeit suchen, anstatt mir mein (noch) unbezahltes Blogbusiness aufzubauen, bedeutet das, dass er Angst hat, arm zu sein. Ich kann gut damit leben, dass sich mein Blog noch in der Aufbauphase befindet, mich über meine steigenden Zahlen, engagierte Leser und ein tolles Netzwerk freuen.

Von konstruktiver Kritik kann in solchen Fällen kaum die Rede sein. Meinen besagten Kritiker von oben finde ich übrigens in allen Punkten wieder.

Der Glücksdetektiv hat dazu ein schönes Video gedreht, das dir ebenfalls hilft, besser mit Kritik umzugehen:

Mir hilft es, mit Kritik umgehen zu können, das Leben des Kritikers genauer anzusehen, um herauszufinden, ob er tatsächlich mit mir unzufrieden ist oder eher mit sich.

Oft ist das Zweite der Fall.

Umso wichtiger finde ich es allerdings, dass du dich mit Menschen umgibst, die an dich und deinen Erfolg glauben und dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Ist dies in deinem direkten Umfeld nicht möglich, such dir eine Master-Mind-Gruppe, einen Mentor oder fang an zu netzwerken, bis du ein paar tolle Kontakte zusammen hast.

Bist du schon so weit, dass dich solche Kritik kalt lässt oder geht es dir (noch) wie mir?

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Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    22 replies to "Mit Kritik umgehen – 4 Tipps, wie dir das leichter fällt"

    • Claudius

      Hallo Linda,

      bei mir liegen theoretischer und praktischer Umgang mit Kritik auch noch ein bisschen auseinander. Im Grunde genommen weiß Ich, dass andere nicht wissen können, was für mich funktioniert und was mir Spaß macht. Wie auch? Sie kennen mich ja meistens nicht mal wirklich.
      In der Praxis werde Ich dann aber trotzdem relativ schnell nachdenklich. Deinen Dialog konnte Ich gut nachvollziehen. So würde es mir auch gehen.
      Ich glaube mit der Zeit muss man sich einfach daran gewöhnen, dass es solche Stimmen gibt. Auch mit einem kleinen Blog steht man ein klein wenig in der Öffentlichkeit.

      Gruß,

      Claudius

      • Linda

        Hallo Claudius,
        ja, das stimmt. Wahrscheinlich müssen wir uns daran gewöhnen 🙂 Wer weiterhin seinen gewohnten Weg geht, wird nicht verstehen können, dass es auch anders funktioniert 😉
        Und je größer der Blog wird, desto mehr Kritiker lockt das sicherlich an.

        Viele Grüße
        Linda

    • Birgit

      Es gibt ein Indianersprichwort: „Urteile niemals über jemanden, in dessen Mokassins du nicht mindestens 2 Wochen gelaufen bist“ – oder so ähnlich.
      Ich persönlich rufe mir dieses Sprichwort immer ins Gedächtnis, wenn mir mal wieder ein vielleicht vorschnelles kritisches Wort anderen gegenüber in den Sinn kommt – und andersherum, wenn jemand mich kritisiert, empfehle ich gerne dieses Sprichwort weiter.

      Gut, das hat jetzt nicht direkt was mit deinem zitierten Gespräch zu tun, ist aber auf vielerlei Situationen anwendbar.

      Und was dein Gespräch oben angeht, würden mir derartige Aussagen eigentlich nur ein müdes Lächeln entlocken, weil der-/diejenige sich ganz offenbar als Internet-Neuling oder zumindest als nicht sonderlich versiert in Sachen WWW outet 😉

      Und noch etwas, was man egal bei welchem Thema sich merken sollte: rechtfertige dich nie für Dinge, die du tust, weil du sie liebst (also im Rahmen des „Zivilen“ natürlich 😉 )

      • Linda

        Hallo Birgit 🙂
        stimmt, in Sachen Internet-Business kennt sie sich nicht aus!
        Wie gesagt (geschrieben): Ist aber auch dieser bestimmte Tonfall, der mich schnell in Rechtfertigungsstellung gehen lässt 🙂
        Aber ich merke es mir: Keine Rechtfertigungen mehr!

        Viele Grüße
        Linda

    • Finanzwesir

      Hallo Linda,
      ich kann Dich gut verstehen. Allerdings kann ich Dir auch keinen richtigen Rat geben. Mich nerven solche Leute auch. Ich schalte dann in den „Fahr-zur-Hölle“-Modus (natürlich im Rahmen, der mir von meinen Eltern vermittelten guten Kinderstube 😉 und würge das Gespräch mehr oder minder sanft ab.
      Das ist aber extrem typabhängig und fällt mir als altem Mann auch viel einfacher.
      Männern sieht man so etwas ja auch eher nach als Frauen und alte Männer gelten sowieso als Grantler.

      Auch mit Kritik an meinen Artikel habe ich keine Probleme, so lange sie von den richtigen Leuten kommt.

      Ein Beispiel: Ich habe mal darüber geschrieben, dass es wichtig ist, überhaupt an die Börse zu gehen und Fonds (ETFs) zu kaufen. Wie man diese ETFs dann kombiniert (70% weltweit plus 30% Schwellenländer, oder 65% weltweit, 25% Schwellenländer, 10% Small Caps) macht den Kohl nicht wirklich fett. Der große Sprung ist vom Tagesgeld an die Börse.
      Diesen Artikel haben die Kollegen im Wertpapier-Forum komplett zerrissen. Oberflächlich, sachlich falsch, grob vereinfachend. Die Kritik war sachlich richtig, aber irrelevant für den Punkt, den ich machen wollte.

      Merke: Solange die Kritik nicht aus der Zielgruppe kommt, ist alles gut. Man kann und darf als Blogger nicht allen gefallen. Nur ein scharfes Profil hilft. 😉

      Bevor Du jetzt denkst, ich bin immun gegen alles:m Stimmt nicht.

      Wenn mir mein Mailingprogramm eine Mail schickt: „Wieder hat sich jemand aus Deinem Newsletter AUSgetragen.“ versetzt mir das jedes Mal einen Stich.
      Das ist eher wie „Schluß machen“. Jemand hat mir die Erlaubnis gegeben, ihn oder sie zu kontaktieren. Warum entzieht er oder sie mir diese Erlaubnis wieder? Was habe ich falsch gemacht, war ich nicht gut genug?
      Das trifft mich mehr, als wenn „CashKing23“ in einem Forum über einen meiner Artikel meckert.

      Gruß
      Finanzwesir

      • Linda

        Hallo Finanzwesir 🙂
        mit Kritik an Artikeln kann ich auch gut umgehen. Das was du mit deinem EFT-Beitrag beschreibst, trifft bei mir auf den Artikel mit den virtuellen Assistenten zu.
        Die Kritik ist berechtigt, aber wir hatten einen anderen Schwerpunkt 🙂

        Witzigerweise finde ich es aber nicht schlimm, wenn sich jemand vom Newsletter abmeldet.
        Ich hab dazu vor einiger Zeit ein paar gute Artikel gelesen. Ab einer bestimmten Anzahl von Empfängern kostet der Newsletter Geld und dann sollen ihn doch besser nur die bekommen, die wirklich meine Inhalte wollen.
        Außerdem kenn ich es ja von mir auch: Nur weil ich einen NL abbestelle, heißt das nicht, dass ich den Blog plötzlich blöd finde. Vielleicht hat er mir eine Zeitlang geholfen und nun ist die Zeit vorbei 🙂

        Viele Grüße
        Linda

        PS „CashKing23“ 😉

    • Rebecca

      Ich muss definitiv auch noch lernen, mit Kritik emotional gut zurechtzukommen. Habe neulich ein Kommunikationsseminar besucht und ein paar gute Techniken beigebracht bekommen, wie man auf sowas reagieren kann. Jetzt muss ich das nur noch anwenden 🙂

      • Linda

        Hallo Rebecca 🙂
        Ach cool, du warst in einem Seminar, in dem das Thema behandelt wurde?
        Willst du eine klitzekleine Technik verraten? 😉

        Lieben Gruß
        Linda

    • Glücksdetektiv

      Liebe Linda,

      erst einmal: danke fürs Aufgreifen meines Videos 🙂

      Passenderweise erscheint in zwei Wochen ein neues Video von mir zum Thema: Dinge nicht so persönlich nehmen.
      Darin zeige ich, auch anhand einer wunderschönen Anekdote, wie wichtig es ist, sich von den Meinungen anderer Menschen unabhängig zu machen. Und zwar sowohl von deren Kritik als auch von ihrem Lob.
      Sonst müssten wir uns ständig für andere verändern, wie ein Fähnlein im Wind und das ist auf Dauer für niemanden gut.

      LG, Katharina

      • Linda

        Hallo Katharina,
        gern geschehen – hat ja perfekt gepasst 🙂
        Wenn du magst, kannst du das neue Video gerne im Kommentar verlinken, wenn es erschienen ist.
        Das interessiert sicherlich viele Leser dieses Beitrags.

        Lieben Gruß
        Linda

        • Glücksdetektiv

          Das mache ich sehr gerne 🙂
          Bis dahin, liebe Grüße…

          • Glücksdetektiv

            Fast hätte ich vergessen, mein Video zu verlinken…
            Dabei ist es bei meinen Abonnenten sehr gut angekommen und hat einige Reaktionen ausgelöst.
            Hier also mein Video zu: Was kann man tun, um Kritik nicht so persönlich zu nehmen: https://www.youtube.com/watch?v=tLjOjGTZrLQ

            Viel Freude beim Kucken und viele Grüße,
            Katharina

            • Linda

              Super, vielen Dank, liebe Katharina 🙂

    • Fräulein Zaster

      Hallo Linda,

      ich hatte früher ein echtes Problem mit negativer Kritik. Oder nein, mein Problem war viel eher, dass ich sehr schnell negative Kritik in Aussagen reininterpretiert habe. Häufig hat schon gereicht, dass jemand an irgendeiner Stelle eine nachhakende Frage gestellt hat.

      Dann ging das Obszessieren los: „Was habe ich falsch gemacht? Das war doch ganz anders gemeint! Was fällt dem überhaupt ein? Oder hat er vielleicht recht? Hätte ich lieber was anderes sagen sollen? Jetzt mag der mich bestimmt nicht mehr! Ist mir das überhaupt wichtig? NEIN! Ist mir total egal! Aber irgendwie doch nicht?“ und so weiter und so fort. So konnten Tage vergehen und in meinem Kopf spielte eine Endlosschleife…

      Irgendwann hat das etwas nachgelassen. Einfach mit dem Älterwerden.Wobei ich mich auch heute mit meinem Blog immer mal wieder dabei erwische, wie ich mich im ersten Moment wegen irgendeines Kommentars angegriffen fühle. Dann zwinge ich mich dazu erstmal nicht impulsiv zu reagieren, sondern sehr bewusst zu antworten.

      Letztendlich ist es ja so: Wenn mich jemand einfach nur dämlich findet, würde er sich gar nicht die Mühe machen irgendetwas zu schreiben. Die wenigsten Leute wollen einem aus Prinzip vor den Kopf stoßen. Häufig haben sie einfach nur eine andere Meinung und bringen das vielleicht etwas ruppig rüber, ohne es dabei böse zu meinen.

      So. Das war jetzt ein kleinerer Roman. Verzeihung dafür 🙂

      Schöner Beitrag, schöner Blog – sehr feminin und charmant. Liebe Grüße

      • Linda

        Hallo Fräulein Zaster 🙂
        freut mich, dass mir dein Blog gefällt – auf deinem war ich vor ein paar Tagen auch schon. Wir haben einen gemeinsamen Bekannten 😉

        Mit den kritischen Kommentaren ging es mir anfangs auch so.
        Anstrengend kann es sein, wenn jemand nur kritische Kommentare schreibt. Dann frage ich mich, warum der/die überhaupt meinen Blog liest… Aber davon fühle ich mich mittlerweile nicht mehr angegriffen, schließlich habe ich kein Problem mit meinem Thema, sondern der Kommentierende 😉

        Lieben Gruß
        Linda

        • Fräulein Zaster

          Einen gemeinsamen Bekannten? Wen genau meinst du denn? 🙂

          • Linda

            Den Finanzrocker 😀
            Über den habe ich zumindest deinen Blog entdeckt.

    • […] In dem Video erzählt er, dass er seine Hater respektiert, sie ernst nimmt und versucht, sie zu verstehen. Wie fühlen sie sich? Er fragt sich, ob er etwas falsch gemacht hat und sie dadurch unbeabsichtigt verletzt hat. […]

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