Heute gibt es einen Gastbeitrag von Thomas Mangold. Da Thomas sich selbst vorstellt, bin ich ruhig.

Weniger ist mehr, dass ist der Grundsatz des Minimalismus. Und genau dieser Grundsatz gilt auch im Umgang mit Geld. Daher will ich dir in diesem Artikel zeigen, wie du es schaffst, dein Geld nur noch für Dinge auszugeben, die dir wirklich Mehrwert bringen.

Bevor ich das aber tue, möchte ich mich kurz bei dir vorstellen:

Mehr freie Zeit zur Verfügung haben, wer will das nicht. Mein Name ist Thomas Mangold und ich helfe den Lesern meines Blogs und meiner Bücher, den Hörern meines Podcasts sowie den Teilnehmern meiner Video-Kurse, Coachings und Seminare dabei, ihr Leben effizienter und produktiver zu gestalten, um dieses Ziel zu erreichen!

Was ist Minimalismus eigentlich?

Vielleicht denkst du beim Thema Minimalismus an weiße Wände, spärlich eingerichtete Wohnungen und Menschen, die nur zwei T-Shirts und eine Hose besitzen. Allerdings entspricht diese Vorstellung nicht einmal annähernd der Realität.

Minimalismus heißt nämlich nicht, nichts zu besitzen, sondern es bedeutet, nur Dinge in sein Leben zu lassen, die auch wirklich Mehrwert bringen.

Minimalisten geben durchaus gerne Geld aus, wenn dieses Ding, das sie kaufen wollen, einen Mehrwert für sie hat.

Der minimalistische Umgang mit Geld

Es ist immer ganz spannend, Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen hervorzukramen, die zwischen einem und fünf Jahre alt sind, und sich dann anzusehen, was man da genau gekauft hat.

Noch spannender ist dann die Frage, ob du diese ein bis fünf Jahre alten Dinge noch verwendest und falls nicht, was mit ihnen geschehen ist. Einige Dinge werden kaputt oder verloren gegangen sein, andere wiederum in irgendeinem Regal verstauben. Vermutlich wirst du davon nur noch wenige in Gebrauch haben.

Noch erschreckender wird dieses ganze Experiment, wenn du einen Taschenrechner zückst und dir zusammenrechnest, wie viel Geld du für diese unnötigen Sachen, die jetzt irgendwo verstauben, ausgegeben hast.

Nun denkst du vielleicht: „Gut und schön, Thomas, aber wie vermeide ich es, zukünftig Geld für unnötige Dinge auszugeben?“. Und genau dafür habe ich einige Tipps zusammengefasst.

6 wichtige Fragen vor dem Kauf

Ich habe hier ein paar Fragen zusammengestellt, die du dir unbedingt vor einem Kauf (egal ob online oder im Geschäft) überlegen solltest:

  1. Wirst du dieses Produkt wirklich verwenden?
    Wirst du dieses Produkt regelmäßig verwenden oder landet es nach ein paar Tagen in einer Schublade, einem Schrank oder einem Abstellraum?
  2. Bietet dieses Produkt deinem Leben einen Mehrwert?
    Das Produkt, das du da gerade im Begriff bist zu kaufen, hat es wirklich einen Mehrwert für dein Leben? Profitierst du davon? Wenn ja, in welcher Form und in welchem Ausmaß?
  3. Wie oft benötigst du es?
    Einmal im Jahr? Zweimal monatlich? Wöchentlich? Täglich? Wie oft brauchst oder trägst du dieses Produkt wirklich?
  4. Kannst du dir dieses Produkt auch ausborgen?
    Musst du dieses Ding wirklich kaufen oder ist es nicht auch möglich, es dir auszuborgen. Diese Frage werde ich mir im Übrigen stellen, wenn ich mein Auto nicht mehr für Überlandfahrten benötige, was in den nächsten Jahren der Fall sein wird. In Wien gibt es mit Car2Go einen einfachen und tollen Service, sich Autos auszuborgen. Das ist wesentlich kostengünstiger und einfacher, da du dich um nichts rund um das Auto kümmern musst.
    Vielleicht haben aber auch Freunde, Bekannte oder Verwandte dieses Produkt und du kannst es dir gelegentlich ausborgen.
    Du glaubst gar nicht, in wie vielen Fällen das möglich ist!
  5. Kannst du das Produkt bezahlen, ohne Schulden zu machen?
    Kaufe nichts, das du nicht mit Bargeld und ohne Schulden bezahlen kannst. Wenn du dir ein Produkt nicht leisten kannst, dann spare eben so lange, bis du es dir schuldenfrei kaufen kannst.
  6. Brauchst du dieses Produkt schon heute?
    Brauchst du es wirklich schon heute oder reicht es auch, wenn du es dir erst in einem Monat kaufst?
    In der Regel reicht es in einem Monat auch, zumindest bei mir. So schützt du dich vor Spontankäufen! Ist der Wunsch in einem Monat immer noch vorhanden, kannst du immer noch zuschlagen (meistens sogar billiger).

Mit diesen Fragen bist du schon mal sehr gut dafür gewappnet, um nur noch Dinge zu kaufen, die tatsächlich auch Mehrwert in dein Leben bringen.

Minimalismus ist ein Lebensstil

Seit ich mir einen minimalistischen Lebensstil angeeignet habe, lebe ich nicht nur wesentlich entspannter, sondern bin auch produktiver und effizienter als je zuvor. Der Grund dafür: Minimalismus ist nicht nur bei deinen Finanzen super anwendbar, sondern auch in vielen anderen Bereichen.

Zum Beispiel beim Entrümpeln deines Lebens- und Arbeitsbereiches, beim digitalen Entrümpeln, beim Reisen, im sozialen Umfeld, in der Arbeit, bei deinem Business und in vielen vielen anderen Lebensbereichen.

Solltest du mehr zum Thema Minimalismus erfahren wollen, lade ich dich recht herzlich ein, dir meinen Minimalismus-Kurs näher anzusehen.

Gibst du dein Geld minimalistisch aus? Hinterlasse jetzt dazu einen Kommentar!


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    10 replies to "Der minimalistische Umgang mit Geld – alles andere als geizig!"

    • Claudia

      Lieber Thomas, ein Artikel, der zum Nachdenken anregt. Ich fürchte, ich mag mir unter diesen Aspekten so manche Abrechnung nicht mit gutem Gefühl anschauen. Ich nehm etwas mit. Danke.

      Liebe Linda, du hast einen guten Gast Schreiber eingeladen. Kompliment.

      Liebe Grüße

      • Linda

        Hallo Claudia,
        danke, freut mich, dass dir der Artikel von Thomas gefällt. Und dich zum Nachdenken anregt 😉

        Lieben Gruß, Linda

      • Thomas Mangold

        Hallo Claudia!

        Ja das kann am Anfang etwas schockierend sein, war es bei mir auch. Aber dafür freut man sich dann umso mehr wenn es bei den neuen Abrechnungen selten oder gar nicht mehr vor kommt. Also mach dir diesbezüglich keine Sorgen.

        Viel Erfolg dabei.

        lG Thomas

    • Maren

      Hallo Thomas,
      Hallo Linda,

      ich finde das Beispiel mit dem Auto sehr gut gewählt. Seit mein Auto letztes Jahr gestohlen wurde habe ich nur noch ein zur Nutzung überlassenes Auto und/oder fahre öffentliche Verkehrsmittel. Der Schock über den Verlust saß sehr tief und umso mehr habe ich mich von dem „haben wollen“ distanziert. Ich habe das einfach in Frage gestellt und lebe sehr entspannt. Obwohl mir mein Mann immer noch ein eigenes Auto andrehen will. 😉

      Liebe Grüße,
      Maren

      • Linda

        Hallo Maren,
        oh, das glaube ich sofort, dass du da geschockt warst! Keine schöne Erfahrung.
        Ich glaube, Männer haben oft ein anderes Verhältnis zum Auto, wobei Thomas da ja anders zu sein scheint 😉

        Lieben Gruß
        Linda

        • Maren

          Das war sehr lehrreich für mich und ich habe es überwunden. Man sollte eben nicht sein Herz an Dinge nicht Dinge hängen. Und genau das muss man mal hinterfragen. Seitdem sehe ich vieles anders (auch gerade im Umgang mit Geld). Muss man sich mit Geld und den Statussymbolen aufwerten? Ist es nicht entspannter so?(!)

          Liebe Grüße,
          Maren

      • Thomas Mangold

        Hallo Maren!

        Oje, das kann ich mir vorstellen, dass das ein Schock war. Aber deine Einstellung dazu finde ich super.
        Ein Auto ist eben auch nur ein Gebrauchsgegenstand und nicht mehr (für mich zumindest)!

        Und du hast vollkommen recht, es lebt sich einfach entspannter ohne unnützes Zeug.

        Achja und wenn du kein Auto brauchst, dann lass dir auch keines andrehen ;).

        lG Thomas

    • Jan

      Hallo Thomas,

      ein schöner Beitrag.
      Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich bis jetzt meine Ausgaben im Griff habe und mich nicht selbst wieder einfangen muss. Aber ich kenne viele Menschen denen es genau so geht. Impulsiv wird manchmal das Geld herausgeschmissen für Dinge die nach 10 Minuten schon nicht mehr wichtig sind.
      Ich versuche auf alles zu verzichten was mit Faulheit oder Dummheit zu tun hat,
      Auf der Gegenseite versuche ich alles zu genießen wofür ich Geld ausgebe.

      VG
      Jan

    • […] Mangold hat es in seinem Gastbeitrag über Minimalismus bereits geschrieben: Bevor du im Geschäft ein Produkt in deinen Einkaufswagen legst oder der […]

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