Komfortzone

„Ich würde ja gerne, aber ich traue mich nicht.“ „Ja, das klingt toll, aber ich glaube, mir fehlt dazu noch ein bisschen Erfahrung. Ich lass das lieber sein… “ Kommen dir solche Sätze bekannt vor? Und hinterher ärgerst du dich vielleicht, weil dir eine tolle Chance durch die Lappen gegangen ist?

Dann ist dieser Artikel perfekt für dich und liefert dir unglaublich viel Motivation und Tipps, um es beim nächsten Mal anders zu machen.

 

Ich habe 14 erfolgreiche Online-Unternehmer gebeten, mir von einem wichtigen Moment in ihrem Business-Leben zu erzählen, als sie ihre Komfortzone verlassen mussten. Woher haben sie den Mut genommen?

Die Komfortzone verlassen: So geht`s!

Mara Stix Komfortzone verlassen_optMara Stix, www.marastix.com

Sehr weit außerhalb von meiner Komfortzone war ich bei meinem 1. Webinar. Ich hatte über 100 Live-Teilnehmer und habe zum ersten Mal in meinem Leben etwas online verkauft. Damals hatte ich meinen Zuseherinnen ein Coaching-Paket angeboten. Ich war so nervös, dass ich fast gestorben bin.

Wie ich den Mut gefunden habe?
Ich habe schon öfter gelesen, dass erfolgreiche Menschen genauso Angst haben wie alle anderen. Der Unterschied ist nur, sie tun es trotzdem. Genauso war es auch bei mir. Von Angst lasse ich mich nicht aufhalten. Ich werde mir klar, was ich will und dann gehe ich durch die Angst durch.

Maria Stoffers Komfortzone verlassen_optMarie Stoffers, www.MarieSofia.com

Meine Komfortzone dehnte ich aus, als ich mich darauf einließ, mit Mara Stix und Norbert Hofer den online Money FireStarters Kurs zu machen. Besonders weil ich bis dato relativ neu im Online Business war und nicht wusste, ob ich mit zwei Profis wie Mara und Norbert mithalten kann.

Ich selbst habe viel Seminarerfahrung, aber nicht im Online Business.

Außerdem war dieser Kurs ein Projekt, wo wir nicht genau wussten, wie er sein wird. Er ist wirklich entstanden während unseres Amerika-Roadtrips und ich musste darauf vertrauen, dass dieser Weg der Richtige ist, war er doch so sehr vom Herzen geführt.

Es war ein Projekt, was überhaupt nicht geplant war und sonst meiner Norm entsprach – wo ich wusste, was genau zu tun ist. Die Kontrolle abzugeben und kaum zu wissen, war wirklich etwas Neues.

Den Mut diesen Schritt zu gehen, hatte ich durch meine Lebenssituation, in der ich wirklich nichts mehr zu verlieren hatte. Hatte ich doch davor meinen Mann und mein Zuhause verloren, was mir von jetzt auf gleich den Boden wegriss.

Dadurch lernte ich auch, wirklich auf die Führung zu vertrauen, dass das Universum es gut mit mir meint und mich mit Menschen wie meinen Businesspartnern verband.

Mittlerweile hat es uns einen sehr erfolgreichen Kurs beschert mit 150 tollen Teilnehmern, die sich in nur sechs Wochen zusammengefunden haben. Und sie haben schon erste Erfolge, was mich sehr bereichert und wofür ich am Morgen aufstehe.

Marcus Cerenak Komfortzone verlassen_optMarkus Cerenak, www.markuscerenak.com

Ich denke, dass jedes neue Produkt so ein „Komfortzonen-Verlassen“ Ist. Spannend ist, dass man sich nämlich jedes Mal denkt: „Oh mein Gott. Das kauft niemand! Niemand wird sich für dieses Produkt interessieren! Ich mache mich völlig lächerlich. Ich werde launchen und nichts wird passieren“.

Wenn es dir auch so geht – keine Sorge, das ist wie Lampenfieber bei guten Schauspielern: Das gehört dazu. Und es dauert nicht lange und dir wird klar: Alle Bedenken sind völlig unberechtigt.

Der Mut kommt durch die Leidenschaft, die Begeisterung, die mich Tag für Tag motiviert und antreibt. Es gibt für mich keinen Plan B, daher ist es einfach ein nächster Schritt.

Manche davon brauchen mehr Mut, manche weniger. Manche Schritte sind auf Knopfdruck ein Erfolg, manchmal bleibt der Erfolg auch völlig aus. Aber alles sind einzelnen Schritte, die mich einfach ein Stück mehr meine Berufung leben lassen.

Claudia Kauscheder Komfortzone verlassen_optClaudia Kauscheder, abenteuerhomeoffice.at

Mit den Komfortzonen ist das so eine Sache. Aber vielleicht motiviert dich die folgende Überlegung, es öfter auszuprobieren:
Was heute außerhalb deiner Komfortzone liegt, bedeutet morgen schon Sicherheit – wenn du den Schritt gegangen bist!

Das bedeutet für mich auch, dass der Wert „Sicherheit“, der für viele Menschen wichtig ist, erst erreicht wird, wenn du deine vordergründige Sicherheitszone verlässt. Auf den ersten Blick widersprüchlich.

Aber mit dem Schritt aus der Sicherheitszone ist es genau so wie mit Äpfeln:
An apple a day keeps the doctor away.

Der tägliche Schritt aus der Komfortzone verhindert Unsicherheit!
Reimt sich nicht so schön, stimmt aber.

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich täglich meine Komfortzone verlasse, das wäre zu viel gesagt. Aber wöchentlich ganz sicher. Das letzte Mal, als ich sogar Meilenstiefel dabei angezogen habe, war, als ich meine erste eMail-Marketing-Aktion gestartet habe.

Die Erkenntnisse und das Ergebnis kannst du in meinem Artikel und der Infografik nachlesen. Hier geht`s zum Artikel.

Warum gerade dieser Schritt so äußerst wichtig war?
Ich habe viel positives Feedback bekommen, das mich zusätzlich mental gestärkt hat. Diese Rückmeldungen sind abgespeichert und sollte ich vor der nächsten Aktion zögern, weiß ich, wo ich mir den richtigen Spirit hole.

Wenn ich jemals zu 100 Prozent von meinem Online-Business leben möchte, muss ich Umsatz machen. So einfach ist das. Diese Aktion war ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Ich habe damit meine eMail-Liste bereinigt. Klingt böse, aber wer meine vielen kostenlosen Inhalte begeistert konsumiert und sich dann von ein paar Marketing-Mails genervt fühlt, kann mich gerne außerhalb meiner eMail-Liste verfolgen und konsumieren. Kein Problem.

Es hat aber ein paar heftige Stupser und Unterstützer gebraucht, damit ich diesen Schritt gegangen bin. Dabei geholfen hat mir aber sicher auch eine meiner Eigenschaften: Ich liebe schnelle Entscheidungen. Und dann Augen zu und durch.

Selbstwertgefühl

 

Natürlich falle ich dadurch auch manchmal auf die Nase, aber viel öfter erweist sich dieses Nicht-Zögern (und manchmal vielleicht sogar Nicht-Nachdenken …) als hilfreich.
Also – raus aus der Komfortzone und wenn es nur ein klitzekleiner Schritt ist!

Thomas Mangold Komfortzone verlassen_optThomas Mangold, selbst-management.biz

Als Blogger musst du sehr viel von dir preisgeben, denn die Leserinnen und Leser wollen ja nicht nur harte Fakten zu deinem Blog-Thema, sondern auch über die Person, die bloggt etwas erfahren.

Die erfolgreichsten Blogs sind nun mal jene, in denen die Menschen, die ihn schreiben, sehr viel von sich persönlich preisgeben. Das fiel mir am Anfang alles andere als leicht. Besonders die ersten Schritte vor der Videokamera und die Veröffentlichung waren für mich eine Qual.

Trotzdem habe ich mich dazu überwunden und heute gehören Videos einfach zu meinem Blog dazu und sind eines der Erfolgsrezepte.
Und was das Schönste ist: Mittlerweile macht es mir großen Spaß, sie zu produzieren!

Ich kann mich aber noch gut erinnern, wie ich vor dem ersten hochgeladenen Youtube-Video gesessen bin und den Veröffentlichen-Button anstarrte. Aber ich habe mir dann einfach gedacht: „Was soll`s, was ist das Schlimmste, das mir passieren kann? Vielleicht lachen ein paar Menschen drüber, na und? Auch egal!“

Nach diesen Überlegungen war es dann gar nicht mehr schwer, den Button zu klicken. Übrigens hat auch niemand gelacht, ganz im Gegenteil, das Feedback war toll.

Nima Aschoff Komfortzone verlassen_optNima Ashoff, Abenteuer-Spanien.com und Kickass-Coaching.de

Ohje, an meinen ersten Schritt aus meiner Komfortzone heraus kann ich mich bis heute nur zu gut erinnern …
Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, war ich bei einem Mobilfunkkonzern in der telefonischen Kundenbetreuung angestellt.

Mir war schnell klar, dass ich das nicht auf Dauer machen möchte. Deshalb habe ich mich auf eine Stelle innerhalb des Unternehmens beworben, die für mich
interessant geklungen hat: Als Trainerin für interne Prozessabläufe.

Trainerin klang gut, aber mir war klar, dass ich keinerlei Voraussetzungen für diese Stelle mitbringe. Was war das Ende vom Lied?
Ich habe diese Stelle bekommen!

„Wo hat sie da ihre Komfortzone verlassen?“ Ganz einfach: Ich hatte von der ganzen Thematik absolut keinen blassen Schimmer und plötzlich
musste ich vor Teamleitern Schulungen geben.

Irgendwie hat es funktioniert, obwohl mir der Hintern tausendmal auf Grundeis gegangen ist.
Das war für meine Selbstständigkeit später sehr wichtig: Ich habe es geschafft, weil ich ins kalte Wasser gesprungen bin.

Zu warten, bis die Gegebenheiten vermeintlich perfekt sind, ist vergeudete Zeit. Irgendwann heißt es zu springen.
Mein Motto ist: Einfachen machen und darauf vertrauen, dass alles gut geht!

Ich halte mir in solchen Momenten immer mehrere Dinge vor Augen:

1. Was habe ich schon zu verlieren?
Wenn man diese Gedanken mal zu Ende spielt, relativieren sie sich meistens. Wäre dieses oder jenes wirklich so schlimm? Oder mache ich aus einer Mücke einen Elefanten?

2. Was wäre, wenn ich es nicht tue?
Dann bleibt alles beim Alten – super.
Wenn ich mit einer Situation unzufrieden bin, dann muss ich aktiv werden. Handeln statt Jammern!

3. Was ist mein Ziel?
Damals war es, dass ich mich weiterentwickeln und mehr Geld verdienen wollte. Ich habe mir immer wieder bildlich ausgemalt, wie es sein wird, wenn ich eine andere Stelle habe: Gleitzeit statt Schichtdienst, mehr Geld, für das Unternehmen reisen können als Trainerin.

Das hat mich angespornt! Wir alle brauchen etwas, das uns motiviert. Dann geht das mit dem mutiger sein (fast) von ganz alleine.

4. Was bringt mir das?
Egal, worum es geht: Ich sammele Erfahrungen, die mein Leben bereichern. Die mich selbstbewusster machen und dem Leben Würze verleihen.

Alleine das ist es wert, immer wieder mutig zu sein.

Markus Meurer Komfortzone verlassen_opt

Marcus Meurer,  www.marcusmeurer.de und www.dnxhub.com

Der Moment als meine Freundin Feli und ich mit unseren ersten Business Projekten Travelicia.de, Onlineangels.de und Rockmysite.de live gegangen sind.
Wir haben unsere Freunde und Familie nach Feedback gefragt und haben nach den ersten Facebook-Likes gefragt.

Ich hatte mega Schiss, was andere über über unsere ersten Business-Ideen denken würden und war damals der Meinung, was ich kann, ist nicht wirklich etwas Besonderes.

Gerade in Deutschland, wo man von vielen Bedenkenträgern und Skeptikern umgeben ist,wird einem schnell der Mut genommen, einfach mal etwas zu machen und zu starten.

Uns hat es mega geholfen, dass wir zu dem Zeitpunkt auf einer längeren Reise in Südostasien unterwegs waren. Den Reiseblog Travelicia haben wir zum Beispiel von dem kleinen Fischerdorf El Nido auf den Philippinen gelauncht.

Die räumliche Entfernung zu unserem alten Umfeld hat uns den Mut gegeben, einfach mal zu machen!

Felicia Hargarten Komfortzone verlassen_optFelicia Hargarten, www.feliciahargarten.de

Die schwierigste Entscheidung war bisher, als ich mit Anfang 30 meinen Job aufgegeben habe und nach sieben Jahren Angestellten-Dasein ins Digitale Nomadenleben aufgebrochen bin.

Das Problem war, dass ich in diesem Moment noch gar nicht wusste, was ich genau machen soll. Dann habe ich mich einfach auf einem Kreuzfahrtschiff beworben für eine Position, die weit unter dem lag, was ich bisher in meinem Berufsleben erreicht hatte.

Im Nachhinein hat sich das Ganze natürlich als bester Schritt ever herausgestellt, da ich bekommen habe, was ich wollte: Mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Ich war schon immer der Typ, der zwar Angst hat, aber es trotzdem macht.

Je öfter du das machst, desto einfacher wird es, und du merkst, wie du daran persönlich wächst. Wenn ich Angst habe, konfrontiere ich mich damit. Ich erzähle es anderen, frage, ob sie mir helfen können oder suche nach Menschen, die schon das geschafft haben, wo ich hin möchte.

Damit beruhige ich meinen Verstand und sage ihm: „Siehst du! Die hat es gemacht, also kann ich es auch schaffen.“

Pro- und Contra-Listen sind zwar gut als Entscheidungsgrundlage und auch, um vielleicht nicht ganz ohne Airbag ins Nichts zu springen. In letzter Instanz müssen wir uns aber doch von unseren Sehnsüchten und dem Bauchgefühl leiten lassen.

Komfortzone verlassen_optSebastian Thalhammer, Projektphoenix.com

Um ehrlich zu sein, würde ich jeden einzelnen Tag als Heraustreten aus der Komfortzone beschreiben.

Durch diese Erfahrungen war es mir möglich, Dinge zu tun, die vorher nicht denkbar gewesen werden. Die meisten Menschen jagen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung der Illusion von Offenbarungen und Durchbrüchen nach.

Sie glauben, wenn sie erst „das“ gemeistert haben, dann sind sie in der Lage wahrhaft glücklich (oder was auch immer) zu sein. Da werden limitierende Glaubenssätze überwunden, seine Passion bestimmt, und vieles mehr.

Doch das führt lediglich dazu, dass man immer tiefer in den Kaninchenbau eindringt und irgendwann vergisst, dass man eigentlich nur Milch holen wollte.

Einer meiner ausschlaggebendsten Momente war jedoch der innere Kampf mit mir, einen potentiellen Kunden kalt zu akquirieren. In diesen endlosen Minuten des Schmerzes, der Angst und der tiefen Verzweiflung wurde mir klar, dass sich alles in meinem Kopf abspielt und nichts davon real war.

Das löste zwar nicht alle Probleme auf einmal, doch gab es mir eine solide Grundlage, auf der ich aufbauen konnte. Vorher sah ich nur ein Trümmerfeld an Problemen und Schwierigkeiten.

Diese Einstellung und innere Haltung habe ich mir bewahrt und erweitere sie Tag für Tag.

Vorweg: Ich habe nicht mehr oder weniger Mut als irgendein anderer Mensch da draußen. Ich bin nichts Besonderes.
Der Mut ist immer da. In jedem von uns.
Genährt wird er von Vertrauen.

Vom Vertrauen in sich selbst, seine Fähigkeiten und dass sich die Dinge so entwickeln, auch wenn man sie nicht mit der Stange zurecht biegt. Viele Menschen meinen, dass Erfolg bedeutet, keine Angst mehr zu haben.

Ganz im Gegenteil. Erfolgreiche Menschen setzen sich ihrer Angst ständig aus – was sie allerdings von den Erfolglosen unterscheidet, ist, dass sie im Angesicht der Angst handlungsfähig sind.

Mut hat jeder von uns zur Genüge. Wenn ich dein Leben davon abhängig mache, dass du über deinen Schatten springst und zum Beispiel eine Frau ansprichst, dann kommst du mir sicherlich nicht mehr mit Ausreden wie „Ich kann doch nicht …“ daher.

Andauernd den Mut zu suchen, anstatt die Dinge einfach zu tun, ist nichts anderes als ein geschickt getarnter Selbstsabotageakt.

Benedekt Ahlferld Komfortzone verlassen_optBenedikt Ahlfeld, www.BenediktAhlfeld.com

Eigentlich verrückt, doch der wohl wichtigste Moment in meinem Business-Leben war es, auf die erste Coaching Anfrage positiv zu reagieren.

Das bedeutet konkret: Als ich gefragt wurde, ob ich jemandem gegen Geld etwas beibringen würde, „Ja“ zu sagen! Eine Selbstverständlichkeit im Alltag eines Trainers und Coach, aber damals für mich noch unvorstellbar, selbst „gut genug“ zu sein.

Ein typischer limitierender Glaubenssatz, der mich direkt mit dem Schmerz konfrontiert hat, meine Komfortzone verlassen zu müssen. Zum Glück hatte ich mit 16 Jahren ein riesen Ego und habe selbstsicher zugesagt.

Dennoch hatte ich natürlich fürchterlich Bammel davor, ob das überhaupt klappen würde. Doch das Feedback nach dem Coaching war klasse und ich habe mit etwas Geld verdient, das ich sowieso gratis auch getan hätte.

Ab diesem Moment hatte ich Blut geleckt… Das Ergebnis: Mein längstes Vollzeit-Angestelltenverhältnis waren zwei Monate Praktikum während des Studiums.

Tief in mir habe ich gespürt, dass dies mein Weg ist. Es war Intuition, das Hineinspüren nach Innen. Niemand kann dir sagen, was für dich richtig oder falsch ist. Das kannst du nur selbst entscheiden!

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, du selbst zu sein – alle anderen sind sowieso schon vergeben.

Foto: Claudia Zurlo Photography http://claudia-zurlo.de/

Foto: Claudia Zurlo Photography
http://claudia-zurlo.de/

Holger Grethe, Zendepot.de

Es fällt mir schwer, einen besonderen Moment herauszugreifen. Ich empfinde mein Business-Leben eher als eine Aneinanderreihung von Momenten, in denen ich meine Komfortzone verlassen musste.

Der erste Blogartikel, der erste Podcast, das erste Video, der erste Kurs, das erste Interview, das erste Seminar … Jeder Schritt, den wir zum ersten Mal gehen, führt uns aus unserer Komfortzone und schafft auf diesem Weg die Voraussetzung für Erfolg.

Ich habe mich bei jedem Schritt gefragt: „Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Welche Konsequenzen drohen mir, wenn ich das nicht hinbekomme?“

Meistens kommt man schnell darauf, dass nicht wirklich viel schief gehen kann. Niemand sieht uns so kritisch, wie wir uns selbst sehen.

Also, Augen zu und einfach machen!

Komfortzone verlassen Mischa Miltenberger_optMischa Miltenberger, Adios-Angst.de

Ich musste lachen, als ich die Frage gelesen habe, wann ich meine Komfortzone verlassen habe.

Denn sofort fiel mir wieder die Szene aus dem März dieses Jahres ein, kurz nachdem meine Selbstständigkeit als freiberuflicher Journalist, Texter, Autor und Lektor begonnen hatte.

Ein Freund, der eine Agentur leitet, suchte für den Relaunch einer Kunden-Website einen Texter. Ich dachte bei unserem Dreiertreffen, dass wir nur grundsätzlich über Größe und Ausmaß des Projekts reden und ich daheim in Ruhe ein Angebot ausarbeiten kann.

Doch nix da. Plötzlich wollte der Kunde von mir eine grobe Richtmarke wissen, wie teuer der Text wohl würde.

Und ich fing an, hoffnungslos rumzustammeln: „Ähm ja, also, ähm bei einem Stundensatz von 40 oder 50 Euro oder so …“ und habe dann einfach mal irgendeine Zahl genannt.

Dann kurze Panik: Hab ich jetzt den ersten Kunden meines Lebens durch eine zu hohe Forderung vergrault? Oder bin ich vielleicht viel zu billig und der lacht sich jetzt ins Fäustchen?

In diesem Moment konkret werden zu müssen und mit der Zahl auch etwas über meinen Wert auszusagen, war nach elf Jahren als fest angestellter Redakteur ein geradezu katapultartiger Satz aus der Komfortzone.

Der Kunde willigte ein, Aufwand und Ertrag passten einigermaßen, ich war erleichtert.

Woher ich den Mut hatte? Ich hatte ja keine Wahl. So unvorbereitet wie ich war, musste ich diesen schmerzhaften Moment einfach durchstehen.

Weinend rauszurennen oder eine Herzattacke vorzutäuschen, wäre keine Lösung gewesen.

Im Nachhinein bin ich sehr froh über diese Lehre, habe jetzt immer mehrere taktische Optionen in der Tasche und kann meinen Wert und meinen Stundensatz mit breiter Brust und voller Überzeugung darstellen.

Komfortzone verlassen Sandra Heim_optSandra Heim, Mamarevolution.de

Die eigene Komfortzone zu verlassen, ist wahrscheinlich der schnellste Weg, um erfolgreich und selbstbewusst zu werden.

Klar, ist es drinnen immer kuschelig und bequem. Wenn man zu lange dort bleibt, wird es extrem langweilig und eintönig.

Als Solo-Unternehmerin gibt es für mich eigentlich jeden Tag Möglichkeiten, aus der Komfortzone zu treten.

Das kann zum Beispiel etwas Kleines sein, wie ein Facebook-Post, mit dem ich mich noch ein bisschen authentischer zeige. Das kann aber auch ein großer Schritt sein, der mich auf eine neue Ebene katapultiert.

So ein Quantensprung war für mich – vor vielen Jahren – meine erste Lesung als selbständige Autorin. Ich war bei Thalia eingeladen und weil in der Tageszeitung vorher ein Interview mit mir veröffentlicht wurde, hatte sich im Buchhandlungscafé eine Gruppe aus 50 Gästen angesammelt.

Ich war so aufgeregt, dass ich Angst hatte, in Ohnmacht zu fallen. Doch ich atmete tief durch und setzte mich vorne auf den Vorlesestuhl.

Ein Blick in die Runde zeigte lauter freundliche Gesichter. Ich las die ersten Zeilen und alles war gut. Am Schluss kamen viele Gäste zu mir, gratulierten mir und ließen sich ihr Exemplar signieren.

Danach war ich nicht mehr die Gleiche. Ich hatte meine Angst vor Menschen zu sprechen mit diesem Abend überwunden und davon profitiere ich heute immer wieder.

Meine Komfortzone zu verlassen, war wie ein kleiner Tod und eine Neugeburt.

Wenn ich große Schritte aus meiner Komfortzone mache, dann meistens nach dem gleichen Prinzip:

Irgendwo geht eine Tür auf. Ich werde beispielsweise eingeladen, bei irgendetwas mitzumachen oder ich habe die Idee, selbst etwas zu initiieren.
Im ersten Moment bin ich total begeistert und sage einfach: „JA!“ Auch wenn ich Angst davor habe. So wie vor meiner ersten Lesung.

Wenn dann alles vorbereitet ist, der Termin steht, Flyer gedruckt sind und ähnliches, dann kann ich nicht mehr zurück, selbst wenn mein Komfortzonen-Selbst schimpft: „Worauf hast Du Dich nur eingelassen? Stell Dir vor, Du blamierst Dich!“

Mittlerweile weiß ich, dass dieses Geschimpfe einfach dazugehört und nichts weiter als ein Vorbote von Wachstum und mehr Selbstbewusstsein ist.

Mein Tipp für alle, die wachsen möchten, ist deshalb: Wenn Dich eine neue Möglichkeit begeistert, dann sag einfach „Ja“ und zwar so, dass ein Zurück unmöglich ist.

Du wirst als strahlender Sieger aus der Komfortzone hervortreten!

Katharina Lewald Komfortzone verlassen_optKatharina Lewald, Katharina-lewald.de

Ich verlasse jeden Tag meine Komfortzone, sobald ich meine Wohnung verlasse. Kleiner Scherz. Nein, mich überhaupt selbständig zu machen, war sicher der beruflich bisher größte Schritt heraus aus meiner Komfortzone überhaupt.

Mich nicht mehr für einen vermeintlich sicheren Job zu bewerben – auch nicht für einen Teilzeit- oder Aushilfsjob als Backup, sondern mit meinem Business „all in“ zu gehen.

Mich auf ein großes Abenteuer mit ungewissem Ausgang einzulassen. Und ganz besonders: Auf mein Wissen und meine Fähigkeiten zu vertrauen. Für mich sind all das nicht nur Schritte, sondern große Sprünge raus aus meiner Komfortzone.

Komfortzone verlassen, heißt für mich 100 Prozent Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Man kann dann nämlich niemandem mehr so bequem die Schuld in die Schuhe schieben, wenn einem was nicht passt.

Meine Komfortzone zu verlassen, hatte mit Mut nicht so viel zu tun, eher mit Leidensdruck. Ich konnte einfach nicht mehr anders.

Zum einen war ich mit meinem Angestelltenjob nicht glücklich, obwohl ich da schon größtmögliche Freiheiten hatte.

Außerdem war in mir ein riesengroßes Verlangen mein eigenes Ding zu machen – das konnte und wollte ich einfach nicht länger ignorieren.

Ich wollte nicht mehr am Traum eines anderen arbeiten statt an meinem eigenen.

Wie sagt man so schön: Wenn man etwas aus tiefstem Herzen will, kann man alles schaffen, was man sich nur vorstellen kann!

 

 

Verrätst du mir, was dich daran hindert, deine Komfortzone zu verlassen? Hinterlasse mir jetzt einen Kommentar.

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