Haushaltskasse führen_opt

Du kennst bestimmt den Satz, dass am Ende des Gehalts noch zu viel Monat übrig ist, oder? Meistens sagen es die Leute lachend, wahrscheinlich um damit irgendwie den Ernst der Situation zu verschleiern.

Da du diesen Artikel liest, ist dir das Lachen wahrscheinlich mittlerweile vergangen und du willst deine Situation ändern. Perfekt!

Eine stinknormale Haushaltskasse kann dir dabei helfen. 

Monatliches Budget im Blümchen-Mäppchen

Ich habe mehrere Versuche gebraucht, um mit meinem Geld auszukommen. Ich habe eine Finanzbuchhaltung-Software getestet (den Testbericht findest du hier), eine App auf dem Smartphone benutzt und ein Haushaltsbuch aus Papier geführt.

Alles hat irgendwie funktioniert, aber nach nur einem Monat hatte ich schon keine Lust mehr auf die Methode.

Seit einiger Zeit haben wir eine extrem einfache Version der Haushaltskasse und es funktioniert! Lass mich dir erklären, was wir machen:

  • Zuerst haben wir uns überlegt, wie viel Geld wir im Monat für Lebensmittel, Putzzeug und andere Sachen im Badezimmer ausgeben wollen.
  • Als Maßstab haben wir unsere Kosten genommen, die wir hatten, als wir noch nicht zusammengewohnt haben. Da es meistens günstiger ist, für zwei zu kochen als für mich alleine (zumindest relativ gesehen), wurde davon noch was abgezogen.
  • 2008 lagen die Ausgaben in einem Durchschnittshaushalt mit zwei Personen bei ungefähr 370 Euro pro Monat. Nur mal so als Maßstab für dich, wenn du jetzt grübelst, welche Summe als Durchschnitt angesehen wird. Da liegen wir drunter.
  • Nun brauchten wir noch eine Spardose oder ähnliches. Also ab ins holländische Kaufhaus und ein schönes Mäppchen in Mädchenfarben gekauft.
  • In dieses Mäppchen legen wir nun unser Geld (meistens wochenweise), bedienen uns vor Einkäufen daraus, legen Wechselgeld und Bons hinein und wissen so genau, wie viel wir noch bis zum Ende des Monats über haben.
  • Am Ende des Monats rechne ich mit dem Taschenrechner einmal nach, ob das, was die Bons mir sagen, mit dem restlichen Geld übereinstimmt. Das war`s.

Ein ganz einfaches System, das für uns echt gut funktioniert. Es geht nicht darum, den Weltrekord im Sparen zu brechen, sondern einen Überblick zu behalten. Und wenn das Geld einen Monat einmal nicht reicht, habe ich die Bons zur Hand und könnte überprüfen, wo wir mehr als sonst ausgegeben haben. Pupsi einfach!

Brauchst du mehr Unterstützung? Mein Online-Kurs Happy Money hilft dir => Klick!!

Wann solltest du auch eine Haushaltskasse führen?

Natürlich ist es kein Muss, eine Haushaltskasse zu führen. Um deine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, ist es aber ratsam. In dem Buch „The Millionaire Next Door“ beschreibt der Autor beispielsweise, dass die meisten Millionäre genau wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben. An ihnen solltest du dir ein Beispiel nehmen.

In einigen Situationen bietet es sich besonders an, eine Haushaltskasse zu führen.

Hast du Schulden?

Um deine Schulden abzubauen, ist es wichtig, dass du weißt, wie viel Geld dir monatlich zur Verfügung steht, um es deinen Gläubigern zu zahlen. Teilst du dein Geld gut ein, fließt jeden Monat ein Teil zu deinen Gläubigern und dein Schuldenberg schrumpft. Mit einer Haushaltskasse ist es leichter, eine Regelmäßigkeit einzuhalten.

Kommst du mit deinem Einkommen nicht aus?

Wie schon gesagt: Wenn am Ende des Gehalts der Monat noch so lang ist, ist es höchste Eisenbahn, eine Kasse für Lebensmittel und Co. einzuführen. Du weißt dadurch genau, wie viele Tage du noch mit den Scheinen auskommen musst.

Willst du einen Überblick über deine Finanzen?

Fängst du gerade an, dich mit deinen Geldangelegenheiten zu beschäften, ist es wichtig, dass du einen Überblick bekommst. Eine Haushaltskasse ist ein guter Bestandteil in deinem System.

Brauchst du Unterstützung, ist mein Kurs „Ordne deine Finanzen“ für dich passend.

Hast du finanzielle Ziele?

Ich habe immer ein zwei Ziele, auf die ich spare. Im Moment brauche ich ein Logo und ein neues Theme für meinen Blog. Das ist nicht wahnsinnig teuer, aber weil ich diesen Monat noch andere Sachen eingeplant habe, spare ich darauf.

Was sind deine Ziele?

Um sie zu erreichen, hilft es, wenn du genau weißt, wie viel Geld von deinem Einkommen in die Haushaltskasse wandert und welchen Teil du sparen kannst. Monat für Monat kommst du dadurch deinem Ziel näher.

Willst du emotionale Zufriedenheit?

Ja, mein kleines niedliches Mäppchen ist mitverantwortlich dafür, dass es mir heute besser geht als noch vor einem Jahr. Ich lerne immer mehr, mit meinem Geld verantwortungsvoll umzugehen, es wertzuschätzen, mich wertzuschätzen und mir meine Unabhängigkeit aufzubauen.

Wenn du ebenfalls ein schöneres Leben haben willst, ist eine Haushaltskasse ein erster Schritt. Von dort aus kann es weitergehen.

 

Hast du eine Haushaltskasse? Oder schaffst du es ohne, einen Überblick zu behalten?

Hinterlasse mir jetzt einen Kommentar und berichte mir von deinen Erfahrungen.

Ich freue mich darüber!



HAPPY MONEY - für dein Geld sorgen anstatt Geldsorgen_opt


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    22 replies to "5 gute Gründe für deine Haushaltskasse"

    • Maren

      Hallo Linda,

      das mit dem Mäppchen finde ich toll! Ungelogen! 😉 ich bin oft zu bequem um regelmäßig meine Ausgaben einzutragen, deswegen finde diese einfache Lösung super. Dabei muss man auch konsequent sein und nicht „Ausnahmen“ mit Karte zahlen oder so. 🙂

      Liebe Grüße,
      Maren

      PS: Ich ändere auf meiner Seite auch andauernd was. Bin gespannt wie das demnächst aussehen wird.

      • Maren

        … Ich meinte: wie das neue Theme bei dir aussehen wird. 🙂

        • Linda

          😀
          Schon anders, aber Mädchenfarben gibts natürlich weiterhin!
          Ich finde mein Theme zwar immer noch schön, aber technisch hab ich jetzt ein paar Anforderungen, wo es zu Problemen kommt.
          Also muss eins her, das besser (passender) ausgestattet ist 🙂

      • Linda

        Huhu 🙂
        bin gespannt, wie dein Mäppchen aussieht. Kann man in den Kommentaren eigentlich Fotos hochladen? Ansonsten kannst du es mir bei Facebook zeigen 😉
        Das Karten-Problem hab ich zum Glück nicht 😀 Da wird man schnell dazu verleitet, mehr auszugeben als geplant …
        Oder kannst du dich wehren?

        Durch die Insolvenz kann ich nicht mit Karte zahlen. Das stört mich aber gar nicht und ich hab vor, das anschließend so beizubehalten.

        • Maren

          Hallo Linda,

          ich werde es dir mal bei Facebook zeigen – ich bin da jetzt auch mal endlich! 🙂 Hat ewig gedauert da eine Seite zu erstellen.

          Ja, Karte ist definitiv mal ein Problem. Oft genug erwische ich mich dabei „Ups, nicht genug Bargeld (weil nicht aufgepasst)!“ und dann wird eben mit Karte bezahlt. Oft habe ich nicht mal Bargeld mit. Sollte ich mir mal wieder angewöhnen. Ohne Karte ist viel schlauer! 😉

          Liebe Grüße

    • Jasmina

      Hi Linda,

      mir ging es genauso – ich habe auch allerhand Apps und Notiz-Methoden ausprobiert, um meine privaten Ausgaben monatlich festzuhalten. Bei mir ist es dann oft daran gescheitert, dass ich schlichtweg nach einigen Tagen vergessen habe, die Ausgaben in der App oder anderweitig festzuhalten.

      Was das „Haushaltsgeld“ betrifft, handhabe ich es seit 2 Monaten wie du auch und es funktioniert super. Außerdem führe ich seit 2 Jahren eine relativ große „Excel-Datei“ in der die komplette Einnahmen- und Ausgabenplanung (privat+beruflich) festgehalten wird. So habe ich einen viel besseren Überblick über die aktuelle Situation und die kommenden Monate.

      VG
      Jasmina

      • Linda

        Hallo Jasmina,
        dann bin ich ja nicht die einzige 🙂
        So eine Excel-Datei ist super! Zu wissen, welche Kosten in den kommenden Monaten entstehen, halte ich auch für extrem wichtig. Ohne das Wissen wäre sicherlich oft die Versuchung groß, sich einfach zwischendurch Extras zu kaufen, die eigentlich nicht drin sind.

        Coolen Blog hast du! 🙂
        Lieben Gruß
        Linda

    • Linda Be

      Hallo Linda,
      ich führe seit ca. 30 Jahren Haushaltsbuch und seit 1998 mit einer Exceltabelle. Ich hab mir das so eingerichtet, dass ich auf einen Blick sehe, wieviel ich noch auf dem Konto habe und wieviel zu Hause. Hab auch eine Mappe, wo mein Haushaltsgeld für den Monat drin ist. Ich trage alles zwei- bis dreimal die Woche in die Tabelle. Grundsätzlich nehme ich alle Bons Mut und wo ich keine bekomme, trage ich gleich auf einem Zettel im Portemonnaie ein. Übrigens habe ich auch ca. 350€ im Monat veranschlagt. Mit Karte bezahle ich nur im Notfall.
      Lg Linda

      • Linda

        Ui, seit 30 Jahren führst du schon ein Haushaltsbuch – vorbildlich! Das klingt, als hättest du alles super im Griff 🙂

        Bons nehme ich mittlerweile auch immer mit, hab ich vorher nie gemacht.
        Ich glaube, das machen viele Leute nicht. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich an der Kasse stehe und auf den Bon warte, weil die Kassiererin ihn nicht routinemäßig ausdruckt.

        Lieben Gruß
        Linda

    • […] Ein sonnengelber Finanzamtsordner, ein pinkes Heft für meine täglichen Erfolge, eine hübsche Haushaltskasse mit Blümchen. Es muss mir schließlich Spaß machen, mich damit zu […]

    • Mein Geldanlage Vergleich

      Hallo Linda,

      tolle Idee mit dem „Mäppchen“. Es ist ganz egal wie ein Haushaltsbuch geführt wird, Hauptsache man macht es. Ich denke, dass jeder der erfolgreich beim Geldanlagen sein möchte, nicht um ein Haushaltsbuch herumkommt. Daher finde ich es super das du „dein“ Haushaltsbuch für dich gefunden hast und das noch so genial einfach 🙂

      Viele Grüße

      Klaus-Dieter

      • Linda

        Hallo Klaus-Dieter 🙂
        ja, ich bin ganz deiner Meinung!
        Ich glaube, das beschränkt sich nicht nur aufs Anlegen oder Investieren, sondern allgemein auf ein gutes Verhältnis zum Geld.
        Wie machst du das mit dem Haushaltsbuch? 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • Mein Geldanlage Vergleich

      Hi Linda,

      ich versuche das auch so einfach wie möglich zu halten. Ich sammle über den Monat verteilt alle Kassenbons und gebe sie dann am Ende vom Monat in eine Exelltabelle ein. So habe ich einen guten Überblick wofür ich mein Geld ausgegeben habe. Zeitaufwand ca. 15 Minuten pro Monat. Man muss nur beim einkaufen an die Kassenbons denken ?

      Gruß Klaus-Dieter

      • Linda

        …. wenn Excel nur nicht so schrecklich unsexy wäre …. 😉

    • Petra Wolff

      Hallo Linda,
      ich finde die Idee mit der Haushaltskasse schön. Ich selbst habe so eine extra Kasse nicht. Ich betrachte einfach meine Geldbörse als Haushaltskasse. Mit Karte zahle ich so gut wie nie. Die stecke ich auch nur ein, wenn ich Geld abheben muss. Ansonsten führe ich ein Haushaltsbuch in Form einer Tabellenkalkulation. Ich trage meistens täglich ein, da der Computer ohnehin an ist. Das ist dann so wenig, dass es zeitlich überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Ansonsten habe ich so meine Budgets für die verschiedenen Ausgaben. Die halte ich meist ein. Bin dabei allerdings auch nicht zu genau, Hauptsache das Gesamtbudget stimmt am Ende. Damit fahre ich seit Jahren ziemlich gut. Es ist so zur Routine geworden, dass ich gar nicht viel darüber nachdenken muss.
      Viele Grüße
      Petra

      • Linda

        Hallo Petra,
        cool, freut mich 😀
        Wenn etwas zur Routine geworden ist, ist es ja perfekt. Dann läuft es automatisch.
        Dass das Gesamtbudget stimmen muss, sehe ich so wie du. Ganz penibel bin ich bei mir auch nicht 😉

        Lieben Gruß
        Linda

    • […] Noch erschreckender wird dieses ganze Experiment, wenn du einen Taschenrechner zückst und dir zusammenrechnest, wie viel Geld du für diese unnötigen Sachen, die jetzt irgendwo verstauben, ausgegeben hast. […]

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