Gute Ausreden Geld sparen

Bei Facebook ist mir vor einigen Tagen ein Film über Obdachlose in den USA in meiner Timeline aufgefallen. Unter anderem kam dort ein Ingenieur zu Wort, der seit einiger Zeit auf der Straße lebt.

Also nicht gerade der typische Obdachlose, so wie die meisten von uns ihn vor Augen haben.

Nur einen Gehaltscheck entfernt

„Just one paycheck away“ ist ein geflügelter Ausspruch, von dem immer mehr Amerikaner betroffen sind. Sie leben von Gehalt zu Gehalt, haben kaum Rücklagen und landen auf der Straße, wenn sie ihre Miete nicht mehr zahlen können. 

Die Gefahr dafür ist bei uns zwar eher gering, trotzdem ist es wichtig, zu sparen und Rücklagen zu bilden. Ich geb`s zu: Das ist noch nicht meine Paradedisziplin, aber ich bin auf einem guten Weg. Vor allem habe ich im Gegensatz zu früher erkannt, warum es so wichtig ist, sich sein Geld einzuteilen und zu sparen.

Allerdings gibt es viele Menschen, die so denken wie ich früher. Dafür muss ich nicht einmal lange suchen. Wenn du nicht dazu gehörst, kennst du sicherlich jemanden, für den das Wort Rücklagen ein Fremdwort ist, oder?

Sprichst du mit ihnen, hörst du früher oder später eine der folgenden Ausreden. Bestimmt kommen sie dir bekannt vor.

Wenn ich sparen muss, macht mein Leben keinen Spaß mehr

Diesen Spruch finde ich ungefähr so geistreich wie „Ich mach keine Diät, weil ich nicht nur Salat essen will.“

Ich weiß nicht, welche Vorstellungen vom Sparen bestehen. Natürlich – wenn du dein gesamtes Geld, das dir nach Abzug der Fixkosten bleibt, bis zum Ende deines Lebens sparen würdest, ohne je einen Cent davon auszugeben, könntest du dir zumindest keinen Luxus mehr gönnen.

(wenn du nicht weißt, wie viel du monatlich zur Verfügung hast, hilft dir mein Online-Kurs Happy Money: Klick hier für Infos!)

Aber selbst das heißt nicht automatisch, dass du keinen Spaß mehr im Leben hast. Vor allem in den vergangenen Monaten habe ich gemerkt, dass das Leben auch mit wenig Geld schön sein kann (trotzdem will ich mehr haben).

Konzentriere dich darauf, wie viel du jetzt schon hast, die Schönheit, die die Natur dir bietet, triff dich mit Freunden oder lass dir tolle Bücher schenken.

Besonders Bücher, die dich persönlich oder beruflich weiterbringen, helfen dir, dein Leben mehr zu genießen und mehr Geld zu verdienen.

Wenn ich mehr Geld habe, fange ich an zu sparen

Haha, hab ich auch gesagt.

Als ich angefangen habe, mich coachen zu lassen, hat mein Coach mich in der ersten Stunde gefragt, wie ich denn spare, ob ich ein System hätte. „Nö, mach ich nicht. Fang ich später mit an, wenn ich mehr Geld verdiene.“

Das ist natürlich Quatsch. Wenn ich nicht jetzt lerne, mein Geld richtig einzuteilen, mache ich es nicht, wenn ich mehr davon zur Verfügung habe. Warum sollte ich mich später damit beschäftigen?

Natürlich ist es zu jedem Zeitpunkt möglich und wichtig, dass du anfängst, dich mit deinem Geld zu beschäftigen. Vielleicht fällt dir auf, dass du trotz eines guten Einkommens nicht in der Lage bist, deine Rechnungen pünktlich zu bezahlen und dir etwas Schönes zu leisten. Ganz zu schweigen davon, dass du keine Rücklagen bildest.

Ich gönne mir ja sonst nix

Wenn du nicht anfängst, zu sparen, wirst du dir auch in Zukunft nix gönnen können. Zumindest nichts Tolles oder Großes. Oder du nimmst einen Kredit auf, um dir einen schönen Urlaub oder einen Fernseher zu leisten.

Das ist natürlich eine Lösung, führt aber letztendlich nur dazu, dass du dir letztendlich noch weniger leisten und gönnen kannst, weil du Schulden abbezahlen musst.

Auch nicht so pralle, oder?

Ich hab doch meinen gut bezahlten Job

Ja, noch.

Wir leben in einer Zeit, in der die Festanstellung nicht mehr viel wert ist ist. Natürlich sollst du nicht den ganzen Tag in negative Gedanken versunken und an die drohende Arbeitslosigkeit denkend durch die Gegend rennen.

Aber dich blind auf deinen Arbeitgeber zu verlassen, ist genauso wenig der richtige Weg.

Wenn du arbeitslos werden solltest und dabei deinen gewohnten Lebensstandard halten willst, ist es notwendig, dass du Rücklagen hast. Harz 4 ist zwar eine große Hilfe, aber nicht die Erfüllung. Du kannst damit einigermaßen gut leben, aber mehr nicht.

Hast du gute Ausreden?

Ich weiß, es ist schwer, mit dem Sparen anzufangen, besonders wenn du dich bisher nicht mit deinem Geld beschäftigt hast. Aber du bist auf einem guten Weg!

Schau dir verschiedene Sparmodelle an. Vielleicht gefällt dir das von T Harv Eker? Oder du legst dir im Rahmen der 52-Wochen-Herausforderung Geld für einen Urlaub zurück.

Die Hauptsache ist, du vergisst deine Ausreden und fängst an.

Sparst du schon oder hast du noch Schwierigkeiten, dir Geld zurückzulegen. Hinterlasse mir jetzt einen Kommentar.


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    8 replies to "Gute Ausreden, um weiterhin kein Geld zu sparen"

    • Finanzdurchblick

      Ich glaub ein weiterer großer Punkt ist: dass sich viele keine großen Gedanken um die Zukunft machen bzw. machen wollen….

      Ich hätte auch eine Frage an dich: du warst ja mal Insolvenz – wie hast du es geschafft dein Sparverhalten zu ändern…?

      • Linda

        Hallo 🙂
        Ich bin noch in der Insolvenz. Nächstes Jahr im August ist Schluss 🙂

        Gute Frage, das muss ich glatt mal drüber nachdenken! Im Moment kann ich dir das nicht in 1 – 2 Sätzen beantworten.
        Ich mach mir Gedanken, schreibe einen Beitrag darüber und schick dir ne Nachricht 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • Spartante

      Ich habe meine Sparquote von 2,5 % meines Nettogehalts (Beginn 2015) auf 50 % (seit 1/2 Jahr) erhöht, indem ich Haushaltsbuch führe, mehr überlege „brauche ich es wirklich??“, mir kostengünstige Alternative suche bzw. mehr gebraucht kaufe. Das Irre ist: Ich merke im täglichen Leben eigentlich keinen Unterschied! (Außer dass sich Geld anhäuft, natürlich). Ich habe gemerkt, dass extrem viel Geld bei mir einfach versickerte, ohne dass ich einen Nutzen davon hatte…

      • Linda

        Oh WOW!
        Das ist mal wirklich ein Wahnsinnserfolg! 😀

    • Katharina

      Hallo Lina,
      seit ich vor ein paar Monaten Bodo Schäfer (Finanzielle Freiheit) gelesen habe, wurde mir klar, dass man mit jedem Cent wirtschaften kann. Vorher habe ich mir eingeredet, ich hätte noch nicht genug Geld, um etwas zurückzulegen Classic! Ich weiß 😀
      Jetzt habe ich mein Verhalten geändert. Ich spare, obwohl ich nicht viel Geld zur Verfügung habe. Das Überraschende ist, dass ich man diese 10% die man weglegt gar nicht spürt. Ich dachte, dass das schon viel zu viel wäre, aber das stimmt nicht.
      Liebe Grüße, Katharina

      • Linda

        Hallo Katharina,
        danke für deinen Kommentar!
        Find ich super, dass du angefangen hat 🙂 Und genauso toll ist, dass dir das Sparen nicht weh tut. Einen Anfang zu finden, ist sicherlich erstmal das Wichtigste und von da aus kann es weitergehen.

        Viel Erfolg wünsche ich dir auf deinem Weg,
        Linda

    • […] merke ich, was es bedeutet, wenn andere Menschen von der Fülle der Natur reden. In Deutschland fällt es mir schwer, hier sehe ich sie an jeder Ecke. Sicherlich kommt noch dazu, dass du immer Vögel, Grillen, Geckos […]

    • […] ich mich nicht besser um mich kümmere und achtgebe, wird das nie was mit dem Geld und mir. Zumindest nicht so, wie ich mir das […]

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