„Krass!“ – von der Idee, mir mein Glückseinkommen auszurechnen und aufzuschreiben, war ich im ersten Augenblick so geflasht, dass ich beim Überqueren der Straße ganz vergessen habe, nach links und rechts zu schauen.

Und da ich beim Überqueren von Straßen ein echter Schisser bin, der lieber am Straßenrand wartet, wenn im 200 Kilometer entfernten Hamburg noch ein Auto losgefahren ist (wie mein Freund behaupten würde), will das etwas heißen.

Auch wenn es eine ruhige Nebenstraße war – bevor mir jemand in die Beine rammt, schau ich lieber. Aber in diesem Fall nicht!

4 Stufen für dein Einkommen

Dermaßen beeindruckt hat mich eine Podcastfolge von meinem momentanen Lieblingspodcaster Bill Baren mit Unternehmerin Alexis Neely.

Das große Thema war Geld verdienen und plötzlich erzählte Alexis von ihren vier verschiedenen Gehaltsstufen, die sie für die Arbeit mit ihren Klienten entwickelt hat.

  1. Minimumeinkommen, um deine Fixkosten zu decken.
  2. Einkommen, mit dem du ein glückliches Leben führst.
  3. Ich kann es mir leisten.
  4. No limits!

Nummer 2 hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen: Mein Glückseinkommen! Davon will ich dir in diesem Artikel erzählen.

Wenn du Geldprobleme hast und dich endlich von ihnen verabschieden willst, hast du sicherlich ein bestimmtes Einkommen vor Augen, bei dem du all deine Probleme verschwinden siehst. Stimmt`s?

Vielleicht hast du schon einige Versuche unternommen, diese Zahl zu erreichen, aber es klappt einfach nicht. Das Geld will und will nicht kommen. Schöne Scheiße. Das kann daran liegen, dass du viel zu viel (von dir) verlangst.

Weißt du, wie viel Geld du brauchst, um glücklich zu sein?

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass deine Zahl zu hoch ist.

Das Problem daran ist, dass du dich zum einen zu sehr unter Druck setzt, zum anderen die Motivation verloren geht, weil es echt schwer ist, riesige Sprünge im Einkommen zu machen.

Alexis Neely erklärt, dass selbst sie früher ihr Glückseinkommen viel zu hoch angesetzt hat. Sie ist Unternehmerin und dachte, dass sie einen jährlichen Umsatz von 40 Millionen Dollar braucht, um sich alle Wünsche zu erfüllen und es so zu führen, wie sie es sich vorstellt. 40 Millionen Dollar!!

Dass diese Zahl viel zu hoch ist, hat sie irgendwann festgestellt, als sie angefangen hat, zu rechnen: „Wie viel Geld brauche ich, um glücklich zu sein?“

Was ist herausgekommen? 2 Millionen.

Klingt doch gleich viel besser und entspannter, oder?

Das sind natürlich Dimensionen, von denen du und ich weit entfernt sind, aber es geht ums Prinzip.

Was macht DICH glücklich?

Bei deiner Summe geht es nicht darum, dir ALLES leisten zu können. Sondern darum, dass du so viel verdienst, dass du ein glückliches Leben führen kannst.

Am besten nimmst du dir Stift und Papier und schreibst dir zuerst auf, was du glaubst, im Monat verdienen zu müssen. Welche Zahl poppt spontan in deinem Kopf auf?

Danach nimmst du deine Fixkosten und packst die wichtigsten Sachen dazu, die dich glücklich machen. Jeden Monat eine neue Handtasche von Louis Vuitton hat hier nix zu suchen, das kommt in der Stufe „No limits!“.

Du merkst: So teuer ist es nicht, glücklich zu sein.

Ich zeig`s dir an meinem Beispiel:

  • Fixkosten: 1.200 Euro
  • Sparen: 400 Euro
  • Weiterbildung: 400 Euro
  • Urlaub: 100 Euro
  • Privater Luxus: 150 €

Macht 2.250 € im Monat.

Klar, ich könnte mehr Geld zurücklegen oder investieren, anstatt mich für 400 Euro weiterzubilden oder auf den Urlaub zu sparen.

Darum geht es hier aber nicht.

Es geht darum, dass du ein Ziel vor Augen hast, dass du erreichen kannst. Das dich motiviert, überhaupt anzufangen, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.

Was nützt es dir zu wissen, dass du ab sofort am besten 1.500 Euro monatlich investierst, damit du deine Rente in vollen Zügen genießen kannst? Nix – das führt zu Frust und Resignation, wenn du von diesem Betrag so weit entfernt bist wie der Eskimo vom Äquator.

Besser ist es, dein Glückseinkommen als ersten Schritt anzupeilen. Vielleicht suchst du dir einen Nebenjob oder schaust dich nach einem anderen Job um, in dem du mehr verdienst.

Oder eventuell reicht es schon aus, ein bisschen sparsamer zu sein? Es kann schließlich sein, dass du dein Ziel schon erreicht hast, aber dir dein Geld bisher nicht gut einteilst. Das wäre doch super, oder?

Aber bevor du dir das überlegst, ist es Zeit, vom ewigen Grübeln in die Handlung zu kommen. Also: Aufstehen, Stift und Zettel suchen und dein Glückseinkommen ausrechnen.

Verrätst du mir, wie hoch es ist? Dann schreib`s in die Kommentare.


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    21 replies to "Wie viel Geld brauchst du zum glücklich sein?"

    • Weltentdeckerin

      Hallo,

      Ich habe jahrelang auf Stufe 1 rumgedümpelt und sehe da für mich sogar noch feinere Abstufungen, da man Fixkosten sehr unterschiedlich definieren kann, je nachdem ob man einen normalen Lebenstandard hat, oder an der Armutsgrenze lebt. Damit geht natürlich ein ganz anderes Lebensgefühl einher. Wenn man normale Fixkosten deckt, hat man zumindest eine generelle Sicherheit, wenn auch das Geld zur Selbstverwirklichung fehlt. Wenn man jedoch an der Armutsgrenze lebt, oder seine Fixkosten nicht decken kann, schwebt da immer das Gefühl der Ohnmacht und der Angst seine Wohnung zu verlieren etc. mit. Vielleicht eine Art Stufe 0.
      Ich habe beides schon erlebt, aber kein Grund seinen Kopf in den Sand zu stecken, das Leben ist eine Achterbahn und auf viele Einflüsse hat man gar keine Kontrolle, man kann ganz schnell diese Stufen in beiden Richtungen wechseln.
      Ich strebe mittlerweile Stufe 2 an und bin in einem Zwischenstadium. Ich kann mir wieder einige Dinge leisten, die ich mir früher nicht leisten konnte und kann die Fixkosten gut decken. Für eine wirkliche Selbstverwirklichung und Sparen fehlt jedoch noch ein bisschen. Deinen Punkt Weiterbildung finde ich besonders klasse. Ich finde es toll, dass dir Bildung soviel Wert ist. Ich kann das absolut nachvollziehen, Lernen macht soviel Spaß und wie sollte man besser investieren als in sich Selbst.

      Liebe Grüße, Anja

      • Linda

        Hallo Anja,
        freut mich, dass du es geschafft hast, Stufe 1 zu verlassen und nun auf dem Weg zu Stufe 2 bist!
        Weiterbildung muss auch nicht teuer sein – schon mit einem tollen Buch kann man sich super weiterbilden. 😉
        „Wie sollte man besser investieren als in sich selbst“ => sehe ich genauso!

        Liebe Grüße
        Linda

    • Nico von Finanzglück

      Für mich sind es monatlich 2.000 Euro plus schuldenfreie Unterkunft (Haus oder Wohnung). Alternativ 2.000 Euro plus Miete. Das ist mein Glückseinkommen. Bei diesem passiven Einkommen kann ich meine Familie gut versorgen und habe alles was ich brauche.

      Muss ich jetzt solange arbeiten, bis meine Investitionen diese Summe abdecken? Ich glaube nicht. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass ich (oder meine Frau) nie wieder Geld verdienen werde. Irgendwas wird schon abfallen, egal was wir machen. Also sollten wir noch wesentlich früher in der Lage sein aufhören zu können mit der Maloche. Und das ist durchaus realistisch 🙂

      • Linda

        Hey Nico 🙂
        2.000 Euro plus Unterkunft ist machbar, finde ich auch. Und ich drück dir/euch die Daumen, dass ihr mit der Maloche (das klingt echt anstrengend!) bald Schluss machen könnt 🙂

        Liebe Grüße
        Linda

    • Hey Linda,

      es ist gar nicht so einfach das eigene „Glückseinkommen“ zu bestimmen. Ich finde wie Nico das geschrieben hat 2000 – 3000 € pro Monat gar nicht so schlecht sind. Aber ist man dan damit wirklich Glücklich oder benötigt man dann doch 5000 € im Monat, weil man z.B ein kostspieliges Hobby hat was einem glücklich macht. Und hat man das Glückseinkommen erreicht merkt man eventuell das es einen doch nicht Glücklich macht. Die Gründe dafür können schon sehr unterschiedlich sein, was die Sache so schwierig macht.
      Aber es lohnt sich darüber nachzudenken um sich finanzielle Ziele zu setzten. Hat man diese dann erreicht ist man erstmal auf jeden Fall glücklich 🙂

      Viele Grüße
      Klaus-Dieter

    • berliner68

      hallo, mein glücks(netto)einkommen beträgt 1000 euro.
      fixkosten, wohnung, energie, telekom, gez, versicherung und auto ca. 850 € plus 150 € / monat für einen urlaub. essen trinken kauft meine frau.
      demensprechend arbeite ich nur teilzeit, wozu geld verdienen was ich garnicht brauche?
      lebe recht minimalistisch. brauche fast nix neues zu kaufen, hab alles, bin glücklich.

      • Linda

        Hallo,
        oh da kommst du wirklich mit wenig Geld aus, sogar inklusive Auto und Urlaub 🙂

        Viele Grüße
        Linda

        • Berliner68

          klar, es ist knapp bemessen, aber ohne bier, wein ect. und zigaretten, ohne restaurantbesuche, ohne events, aber mit sparsamkeit, durchaus machbar.

    • Thomas Doll

      Für viele ist die Idee eines Glückseinkommen unrealistisch.Du bist vielleicht
      mit 45 schon altes Eisen für den Arbeitsmarkt und Hartz 4,welches dich erwartet schlägt dir mit Dauer aufs Gemüt.Kinder,die in diesem System
      leben müssen,haben eine schlechtere Entwicklung ihres Gehirns.
      Man kann nicht von jedem erwarten,dass er wie ein indischer Yogi lebt.
      Wenn Mann/Frau die Sicherheit hat aus einem mehr wohlhabenden
      Status Verzicht zu üben ist das einfacher,als Hungerphantasien mit
      einem knurrenden Magen,der zuwenig kriegt

      • Linda

        Hallo Thomas,
        glaub mir, ich weiß, wie es sich anfühlt, mit nur sehr wenig Geld leben zu müssen 🙂
        Aber gerade, um aus diesem Kreislauf wieder herauszukommen, ist es wichtig, eine positive Einstellung zu haben.
        Nichts anderes ist das Glückseinkommen. Es soll dich motivieren, mehr zu verdienen. Denn oft brauchen wir weniger als gedacht.

        Liebe Grüße
        Linda

    • Georg der Provenzale

      Das muss ich tatsächlich einmal ausrechnen. Schätze um die 2000. Dennoch ist mir wichtig, dass genug Geld für mehrmaligen Urlaub übrig bleibt. Das brauche ich zum glücklich sein. Wenn es finanziell einmal nicht in die Ferne klappen sollte, so zumindest, zu meinem Lieblings- Kurzreiseziel.

      • Linda

        Ja, dann rechne mal nach 🙂
        Das ist wirklich echt interessant, weil man sich oft verschätzt 😉

    • […] dir das zu teuer ist, schau dich beim Bildungsurlaub […]

    • […] Mein Netzwerk-TIPP: Linda Benninghoff hat Tipps zu den Fixkosten veröffentlicht und sie hat sich auch Gedanken über ein "Glückseinkommen" gemacht. […]

    • […] du weißt, dass du selbst wenn alles schief geht, ohne einen Cent Einkommen ein halbes Jahr gut leben könntest, wärst du sicherlich entspannter, […]

    • Isabel

      Hallo Linda….jetzt bin ich doch baff. Bei mir sind es 1700 Euro. Und ich bin fast bei der Summe in meinen Einnahmen angelangt. Wow….ich werde jetzt einen Monat lang einen genauen Haushaltsplan erstellen, um noch detailliertere Informationen zu bekommen.

      Ich habe „nur“ 700 Euro Fixkosten (Wohnung, Monatsticket, Fitnesstudio). Für Haushalt und Freizeit rechne ich 500 Euro. Für Urlaub 200 Euro und für Weiterbildung/Fortbildung auch nochmal 200 Euro. Und dann noch 100 Euro für Luxus, wie z.B. Wellnessbehandlung/Kosmetik/Maniküre etc.

      Ich hätte wirklich gedacht, dass es viel mehr wäre.

      Wow….diese Aufstellung kann ich empfehlen 🙂

      • Linda

        Hallo Isabel,
        super, oder? 🙂

        Freut mich, dass du dein Glückseinkommen schon fast erreicht hast.

        Liebe Grüße
        Linda

    • Jan

      Schöner Beitrag, ich habe gerade mal ein bisschen nachgedacht, ich glaube mit meinem Betrag liege ich deutlich über den meisten hier. Ich persönlich rechne mit 5.000 – 10.000 Euro netto. Das liegt vor allem daran, dass mich die „günstigen“ Länder in Asien überhaupt nicht reizen. Mich zieht es eher in teure Länder wie Kanada etc.

      Ich glaube aber, dass man es gar nicht pauschalisieren kann. Viel wichtiger als der Betrag ist für mich die Art und Weise wie das Geld verdient wird. Wenn man es schafft, dass einem die Arbeit nicht mehr wie Arbeit vorkommt sondern man einfach gerne arbeitet dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass bereits ein sehr kleiner Betrag ausreicht. Wer sich allerdings 5 Tage pro Woche quält benötigt sicher ein etwas höheres Schmerzensgeld um „glücklich“ zu sein. (Langfristig wird auch das nicht glücklich machen, dessen bin ich mir durchaus bewusst.)

      VG
      Jan

      • Linda

        Hallo Jan 🙂

        Danke für deinen Kommentar.
        Ich bin voll bei dir – ein Job, der mir keinen Spaß macht, müsste mir auch doppelt und dreifach bezahlt werden.

        Liebe Grüße
        Linda

    • Monika

      Liebe Linda
      Ich finde Deinen Beitrag sehr gut und wenn ich mich reflektiere …. stelle ich fest, dass die Zeit gekommen ist….. dankbar meinen jetzigen Beruf nächstes Jahr loszulassen.
      Meine Skala liegt jetzt im finanziellen Bereich auf 2 mit dem Fokus auf 3.
      Meine Fixkosten sind immer zahlbar und es bleibt auch noch für Weiterbildungen Geld vorhanden. Das macht mich schon sehr glücklich.
      Jedoch mein Fokus liegt bei mir auf finanzielle berufliche Freiheit. Ich möchte für meine Träume schaffen gehen und meine eigene Chefin sein.
      Ich möchte spontan zu meinen Kindern, Enkel, Freunde und Mama reisen können. Mit meinem Mann gemeinsam die Wochenenden geniessen, was derzeit nicht machbar ist, da ich jeden Monat 3 Wochenenden arbeiten muss.
      Das Muss lässt mich aktiv werden….. endlich raus aus dem “ Hamsterrad“ und ich freue mich auf meine Zukunft in Wohlstand, inneren und äusseren Reichtum….. über die selbst geplante Zeit und ich fühle beim meditieren….. alles ist schon auf dem Weg.

      Danke, dass es Dich gibt. Du trägst sehr viel dazu bei……. mich in Bewegung und Schwingung zu setzen.

      In Liebe ❤️
      Monika

      • Linda

        Hallo liebe Monika,
        danke für deinen Kommentar!
        Du hast wirklich schöne Ziele und ich bin mir sicher, dass du sie alle erreichen wirst <3
        Sehr aufregend, dass du nächstes Jahr in einen neuen Abschnitt startest!

        Liebe Grüße,
        Linda

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