Frau Finanz - Uta Nimsgarn_opt

Uta Nimsgarn ist Geldbeziehungscoach. Schon seit längerem verfolge ich ihren Blog und bin in ihrer Facebookgruppe Mitglied. Da liegt es auf der Hand, dass ich sie nach einem Interview für Frau Finanz frage.

Ich freue mich, dass sie zugesagt und sich mit mir über Geld in der Partnerschaft unterhalten hat.

Gefragt habe ich sie unter anderem:

  • Warum geben Frauen in der Partnerschaft teilweise gerne die finanzielle Verantwortung ab?
  • Was hat die Mutter mit der eigenen Geldbeziehung zu tun?
  • Geld als Streitthema – geht es wirklich ums Geld?
  • Was mache ich, wenn der Partner nicht so will wie ich?
  • Wie wichtig ist finanzielle Unabhängigkeit für Frauen in der Beziehung?


Vielen Dank für das Interview, liebe Uta!

Utas Blog findest du hier: www.uta-nimsgarn.de


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    10 replies to "Frau Finanz #5: Geldbeziehungscoach Uta Nimsgarn über Geld in der Partnerschaft"

    • Britta

      Hallo Lina, durch den Blog „Sauerkraut und Zaster“ bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Deine Videoreihe gefällt mir sehr, v.a. weil es mal um Frauen und Finanzen geht. Mir ist nun häufig aufgefallen, dass es immer wieder darum geht, dass Frauen finanziell abhängig von ihren Männern sind. Mir persönlich ist diese Einstellung völlig fremd und schwer nachvollziehbar. Ich komme allerdings auch aus den neuen Bundesländern und habe in meiner Kindheit nur wenige Hausfrauen kennengelernt. In meinem Umfeld war es immer sehr verpönt, wenn man sich von seinem Mann aushalten lässt. Arbeit hatte in meiner Erziehung einen sehr hohen Stellenwert. Nun wohne ich inzwischen in Franken und bin auch Mutter eines Kleinkindes. Was das Frau- und Muttersein angeht, fühle ich mich fast wie in einer anderen Welt. Deshalb stellt sich bei mir die Frage ob es da evt. Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern gibt?

      • Linda

        Hallo Britta,
        ob es einen Unterschied zwischen den alten und neuen Bundesländern gibt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hast du da einen besseren Einblick 🙂
        Wie erlebst du das denn? Ist der Unterschied so krass?

        Ich sage nicht, dass die meisten Frauen finanziell abhängig von ihren Männern sind. Das ist nur die Erfahrung, die ich selbst in der Vergangenheit erlebt habe (ich war auch finanziell abhängig) und was ich bei anderen Frauen noch erlebe. Darum ist es der Schwerpunkt meines Blogs und ich will Frauen in ähnlichen Situationen helfen.

        Ich würde mich freuen, wenn du mir von deinen Erfahrungen erzählst. Vielleicht mach ich dazu mal einen Beitrag oder Interview 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

        • Britta

          Hallo Linda,

          das ist ein schwieriges Thema. Ich kann auch nur aus meiner persönlichen subjektiven Wahrnehmung berichten und hatte eigentlich gehofft, dass Du Dich schon mal damit beschäftigt hast und eine neutrale Aussage dazu machen kannst.

          Für mich ist der Unterschied wirklich krass und ich denke, dass es sie auch gibt. Selbst im Geburtsvorbereitungskurs hatte die Hebamme die Unterschiede thematisiert. Daheimbleiben war für mich selbst also nie ein Thema und ich musste mir wirklich das Lachen verkneifen als mir jmd. eine Krabbelgruppe für meine fast dreijährige Tochter empfohlen hatte. Als ich dann sagte, dass sie bereits in die Kita geht, sagte mir die Frau, dass ihre Tochter daheim bleibt bis die Kinder 3 1/2 Jahre alt sind und dann hatte ich gemischte Gefühle. Einerseits dachte ich, man hat sie das gut. Sie muss sich um viele Dinge, die mir Sorgen bereiten keine Sorgen machen und auf der anderen Seite konnte ich mir meine Tochter ohne täglichen Kontakt zu Gleichaltrigen gar nicht vorstellen. Für mich persönlich wären 20 Stunden in den ersten Lebensjahren der Traum gewesen.

          Ich gehöre zur letzten Generation, die ein wenig DDR erlebt hat. Bevor ich nach Bayern zog, kannte ich genau ein Hausfrau. Alle Mütter meiner Freunde haben gearbeitet, in der Regel Vollzeit und das bereits mit dem ersten Geburtstag des Kindes. Das ist heute ein wenig anders. Viele arbeiten in den ersten drei Lebensjahren des Kindes halbtags. Das ist aber auch ein Thema, das eng mit Wertvorstellungen zusammenhängt. Ich dachte immer das es kein Problem sei, gleich nach dem ersten Geburtstag wieder voll einzusteigen, bin der Vereinbarkeitslüge also voll aufgesessen. Es funktioniert, aber nicht ohne Preis. Ich kann Mütter, die daheim bleiben auch verstehen. Momentan bemühe ich mich um eine 30-Stunden-Anstellung. Von unserer Elterngeneration höre ich aber oft, dass es ein anderes Vollzeitarbeiten zu DDR-Zeiten war. Es gab einen Haushaltstag im Monat (nur für Frauen, was für eine Ironie) und 24-Stunden-Kinderbetreuungsangebote für Krankenschwestern beispielsweise. Das hört sich für viele schön an, aber ich wünsche mir in keinster Weise die DDR zurück.

          Ich würde auch zwischen Müttern und Hausfrauen nochmal unterscheiden. Reine Hausfrauen, also Frauen, die daheim bleiben und keine Kinder (mehr) im Haus haben, sind im Osten wirklich selten anzutreffen. Zumindest Frauen, die freiwillig daheim bleiben (Arbeitslosigkeit ist leider auch ein großes Thema in meiner Heimat, M-V). Vielleicht kommt auch daher das Unverständnis, wie man freiwillig daheim bleiben kann, weil man selbst wäre ja froh, Arbeit zu haben. Es ist recht schwierig sich eine Meinung zu bilden, da die Gehaltsunterschiede extrem stark sind, also fast alle auf ein zweites Gehalt angewiesen sind. Viele Männer arbeiten in den alten Bundesländern und kommen nur am Wochenende nach Haus. Hinzukommt bei mir, dass meine Mutter den Großteil der Jahre alleinerziehend war, ich habe also nie mitbekommen, dass meine Mutter einen Mann um Geld bitten musste. Das sind alles Faktoren, die man berücksichtigen muss. Also was ist freiwillig und wie würde es sein, wenn die Umstände andere wären. In Großstädten,wie Leipzig, Dresden und Berlin, sieht es auch wieder anders aus als in Kleinstädten und auf dem Land. Nun habe ich auch nur Unterschiede aufgezählt, die mir auffallen. Es gibt natürlich auch Gemeinsamkeiten, wie bspw. die starken Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Das sind nur meine Erfahrungen und ein Thema, dass mich beschäftigt. Aus Erfahrung weiß ich, dass solche Themen immer heikel sind und oft Missverständnisse auftauchen.

          Wenn Du das Thema mal thematisieren würdest, würde ich mich freuen. Deinen Blog lese ich sehr gern und gerade die Interviews finde ich unglaublich interessant, da es in meiner Wahrnehmung immer nur wenige Frauen gab, die sich mit der Thematik Geld und finanzielle Freiheit befassen. Zurzeit lese ich das Buch „Zwischen Karriere und Krabbelgruppe“ und kann es für berufstätige Mütter sehr empfehlen, weil es gut tut zu lesen, dass man nicht allein ist mit seinen alltäglichen Problemen und auch zu sehen,wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, mit der Vereinbarkeit umzugehen.

          Liebe Grüße,
          Britta

          • Linda

            Hallo Britta 🙂
            den Preis für den längsten Kommentar in meinem Blog hast du soeben gewonnen! 😉
            Aber ich freu mich echt, dass du so ausführlich und ehrlich geschrieben hast.

            Ich überlege mir mal, wenn ich für ein Interview dazu ansprechen könnte…
            Wäre schon interessant zu wissen, welche Erfahrungen andere Frauen gemacht haben und heute noch machen.
            Und sonst komm ich einfach noch mal auf dich zurück 😉

            Lieben Gruß
            Linda

    • Maren

      Hallo Linda,

      ich fand’s für mich vollkommen ungewohnt, meinen Job aufzugeben und (erstmal) kein eigenes Einkommen mehr zu haben. Aber generell verteufeln würde ich es jetzt nicht. Ich sehe es jetzt als Starthilfe für mein Lebenstraum und als Geschenk, dass ich mich komplett um mein Kind kümmern kann. Das muss ja nicht heißen, dass ich für immer abhängig sein und nie wieder arbeiten muss.

      Liebe Grüße,
      Maren

      • Linda

        Hallo Maren,
        ne, das muss es nicht heißen 🙂
        Das was du beschreibst, ist ja wahrscheinlich auch das, was Uta meint.
        Du weißt deine Situation zu schätzen, nimmst sie als Geschenk an und entwickelst daraus etwas. Ziehst dein Kind groß und verwirklichst deinen Lebenstraum. Das klingt sehr schön, bewusst und zufrieden.
        Das ist es anderes, als sich bequem zurückzulehnen und den Mann machen zu lassen – so wie ich es getan habe 😉

        Lieben Gruß, Linda

        • Maren

          Hallo Linda,

          genau so ist es zumindest bei mir. Doch wie sieht es bei anderen aus? Ich finde es gut, dass da noch mal nach gebohrt wird. Top!

          Liebe Grüße,
          Maren

          • Maren

            Ach so, was ich noch vergessen habe. Ich mag dich gerne in den Videos sehen. Das machst du echt super!:-) ich würde mich das ja nieeeeee trauen!;-)

            Lg!

            • Linda

              Danke! 😀

              Pass auf, irgendwann schreibst du hier einen Satz, den ich für ein Interview total interessant fände und schwups hast du ne Mail mit einer Einladung 😀
              Die du dann natürlich annimmst, weil das eine tolle Gelegenheit ist 😉 Ich hab ja auch keine Interviews gemacht, bis Raho mich gefragt hat. Was meinst du, wie aufgeregt ich da war!
              Montag mach ich ein Video-Interview mit einer, bei der das auch das erste Mal ist 🙂

              Schönes Wochenende wünsch ich dir.

    • […] habe ich eine klare Rollenverteilung erlebt, die ich sehr kritisch hinterfragt habe. Mein Vater hat sich um das große Geld gekümmert, […]

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