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Geld sparen: Tipps, wie du zum Sparfuchs wirst

Zugegeben – Sparen ist (noch) nicht meine Paradedisziplin. Allerdings weiß ich, wie sinnvoll es ist, zu sparen und Rücklagen zu bilden, sodass ich ab sofort Besserung gelobe.

Alleine schon aus dem Grund, weil dir das Geld auf dem Konto ein sicheres Gefühl gibt.

Wenn du weißt, dass du selbst wenn alles schief geht, ohne einen Cent Einkommen ein halbes Jahr gut leben könntest, wärst du sicherlich entspannter, oder?

Aber.

Konsequent zu sparen und sich ein kleines Vermögen anzuhäufen, klingt verlockend, fällt vielen Frauen aber schwer. Du kannst es dir leichter machen, wenn du dir einige Fragen beantwortest und dadurch weißt, warum es sich für dich lohnt.

Darum habe ich mich gefreut, als Cora Christine Döhn, Redakteurin bei Finanzen.de, angeboten hat, dir zum Geld sparen Tipps zu verraten.

Gibt es typische Fehler, die beim Sparen und bei der Geldanlage gemacht werden?

Die Niedrigzinsphase stellt jeden Menschen, der Geld sparen will, vor eine Herausforderung. Denn einfaches Geldsparen wie früher – also Geld auf einem Tagesgeldkonto oder Sparbuch bunkern – bringt keine Zinsen mehr.

Aufgrund der Inflation, ist sie noch so gering, verliert das Vermögen sogar an Wert, wenn es einfach nur auf einem zinsfreien Konto auf seinen Besitzer wartet.

Kurz gesagt: Heutzutage ist Nichtstun ein Fehler.

Es ist aber nicht so, dass im Umkehrschluss jede Geldanlage, die Zinsen bringt, eine richtige Entscheidung darstellt.

Bei der Wahl der Geldanlage sind Besonnenheit und ein klarer Kopf gute Begleiter. Das gilt sowohl bei der Entscheidung für eine Anlage als auch während der Zeit, in der man sie besitzt.

Die drei größten Fehler, die begangen werden, sind dass Anleger

  • nicht verstehen, wie die Geldanlage funktioniert
  • ihr Risiko nicht streuen
  • aus Panik eine Geldanlage mit Verlust verkaufen

Diese drei Fehler kann man jedoch in der Regel einfach dadurch vermeiden, dass man den eigenen Spartyp kennt.

Warum hilft es mir, wenn ich weiß, welcher Spartyp ich bin?

In Bezug auf Geldanlagen hört man oft die altbekannte Weisheit „Wissen ist Macht“.

Meiner Ansicht nach stimmt dies auf mehreren Ebenen.

Zum einen haben diejenigen, die sich an den Finanzmärkten gut auskennen, allein durch ihren Zugang zur Finanzwelt viel größere Chancen.

Wer Bescheid weiß, weiß auch mehr über Risiken, Möglichkeiten und gute Gelegenheiten.

Zum anderen gilt die Lebensregel auch für Anlageeinsteiger, die noch am Anfang ihrer Anlagekarriere stehen. Denn, jetzt wird es eher emotional, je mehr Anleger über sich und das eigene Verhalten wissen, desto besser können sie einschätzen, welche Anlage für sie richtig ist.

Nehmen wir ein Beispiel: Wer überhaupt keine Lust hat, sich mit einer Geldanlage zu beschäftigen und zudem sehr ängstlich ist, wenn es um (temporäre) Verluste geht, der sollte sich nicht mit riskanten Aktienkäufen unglücklich machen.

Das Wissen über den eigenen Spartyp kann also nicht nur helfen, die passende Geldanlage zu finden, sondern auch dabei, wie man mit ihr glücklich bleibt beziehungsweise wird.

In meinem eBook „Wohin mit dem Geld? Spartipps im Überblick“ kann jeder mit einem kurzen Test herausfinden, zu welchem Spartyp sie gehört.

Welchen Geld-sparen-Tipps gibst du Frauen, die keine Rücklagen haben und nun anfangen wollen, zu sparen?

Die Erwerbsbiografien von vielen Frauen sehen noch immer ganz anders aus als die von Männern. Frauen arbeiten nicht nur öfter im sogenannten Niedriglohnsektor, sondern haben oft auch berufliche Auszeiten für die Kindererziehung.

Das alles hat natürlich Auswirkungen auf ihren finanziellen Spielraum.

Je nachdem, in welchem familiären Kontext sich Frauen befinden, haben sie zudem unterschiedlich große Fixkosten, die sie gegebenenfalls allein stemmen müssen.

Wer also de facto kein extra Geld zur Verfügung hat, kann selbstredend auch keines zur Seite legen, geschweige denn gewinnbringend anlegen. Dann müssen Frauen einen Weg finden, ihre finanzielle Situation zu verändern.

Der erste Schritt:

Unabhängig von den unterschiedlichen Lebensentwürfen sollte jeder, der anfangen möchte zu sparen, die folgenden Fragen für sich beantworten.

  • Was sind meine aktuellen Bedürfnisse und wie viel kosten sie mich?
  • Was möchte ich in meiner Zukunft besitzen beziehungsweise mir leisten können?
  • Wie kann ich meinen Bedarf finanzieren?
  • Wo könnte ich Abstriche machen?

Diese Fragen sollen dabei helfen, ehrlich mit sich ins Gericht zu gehen.

Das Geld, das zum Beispiel ins Fitnessstudio fließt, was aber erst dreimal besucht wurde, kann besser gespart werden.

Im zweiten Schritt müssen Frauen ihr genaues Sparziel definieren.

Geht es um den Aufbau einer Altersvorsorge, die Ausbildung der Kinder oder um eine große Reise? In Abhängigkeit davon habe ich als künftige Anlegerin unterschiedliche Voraussetzungen und Möglichkeiten.

Im dritten Schritt können Frauen herausfinden, welcher Spartyp sie sind und sich anschließend eine Geldanlage suchen, die zu ihren individuellen Lebensumständen passt.

Dabei kann eine Beratung durchaus hilfreich sein.

Ich rate aber immer, dass sich Frauen vor einer Beratung schon mit den oben genannten Fragen beschäftigen. So wissen sie viel genauer, was sie wollen. In der Beratung bekommen sie dann noch eine Reihe an Möglichkeiten mit den Vor- und Nachteilen genannt, wie sie ihre selbstgesteckten Ziele verwirklichen können.

Vielen Dank für das Interview!

Kennst du zum Geld sparen noch eigene Tipps?

2 Responses

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