Auf mein Glas Cola hab ich mich nach dem anstrengenden Seminartag echt gefreut – und nun? Da steht das Glas auf dem Tisch vor mir und schmeckt wie lauwarmer Tümpel.

Spaß macht das nicht.

In der Hoffnung, dass ich mich irre, frage ich meine Tischnachbarn, ob sie einen Schluck probieren wollen. Vielleicht kann ich mich um eine Beschwerde herumdrücken. Sowas ist mir nämlich total unangenehm!

Doof ist nur, dass die beiden Mädels anscheinend keinen Bock auf abgestandene Cola haben und die Kostprobe verweigern.

„Draufgeschissen! Ich mach das jetzt trotzdem“, verkünde ich, nehme mein Glas und gehe damit zur Küche, um zu reklamieren. Drei Minuten später sitze ich wieder am Tisch und freue mich über die Kohlensäure, die mir bei den ersten Schlucken ins Gesicht spritzt.

Warten auf den Durchbruch mit Raho Bornhorst

Okay, ich bin eh keine feine Dame, aber eine solche Ausdrucksweise hab ich normalerweise trotzdem nicht. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Aber ich habe gerade einen Tag mit Raho Bornhorst beim Durchbruch-Seminar in Kirchzarten hinter mir und bin mutig.

Durchbruch 4

Wenn Raho auf der Bühne aus voller Kehle brüllt „What the fuck! I go for it anyway!“ gefolgt von „Drauf geschissen! Ich mach das trotzdem!“ und 200 Teilnehmer in der gleichen Lautstärke zurückbrüllen, macht das nicht nur Spaß, sondern bewirkt etwas.

Ich merke, dass so viel mehr möglich ist, als ich manchmal denke und dass es meistens Quatsch ist, Angst vor dem nächsten Schritt zu haben. Dass der Ober leicht genervt seine Augen verdreht, als ich meine Beschwerde vortrage, ist mir daher auch egal.

Ich bin.

Was war bisher passiert?

Ich muss zugeben, dass ich mir das Seminar im Vorfeld anders vorgestellt habe. Was genau dort passiert ist, kann ich nur schlecht in Worte fassen. Zumindest haben wir keine Techniken gelernt, wie ich ratzfatz in ein paar Minuten Glaubenssätze vernichte. Mehr ging es darum, zu dir zu stehen, dich zu lieben und DEIN Leben zu leben.

Durchbruch 5

Eine wirklich coole Erkenntnis hatte ich bei einem Ritual, das Raho zusammen mit seiner rechten Hand Selina durchgeführt hat. Gemeinsam ein Mantra zu singen, in eine Flamme zu schauen, aus der Bergpredigt vorzulesen, sich an den Händen zu halten, um Energie in den Raum zu holen, hört sich ziemlich abgedreht an.

Wenn mir vorher jemand gesagt hat, dass ich bei so etwas mitmache und es sogar toll finde, hätte ich mir dezent an die Stirn getippt. So eso bin ich schließlich wirklich nicht!

Aber als Selina zum Ende hin anfängt, alleine zu singen und mit ihrer wahnsinnig schönen Stimme den Raum erfüllt, bin ich nicht die einzige mit einem Kloß im Hals. Teilweise fließen jetzt Tränen.

Als die Übung fast zu Ende ist, merke ich es in mir.

Das Einzige, was in dem Moment wirklich wichtig ist, ist dass ich bin. Ich bin frei. Ich bin gerade so eins mit mir, dass ich nicht mehr brauche. Für den Augenblick zählt nur das Sein.

Anschließend gibt es eine Pause, um alles sacken zu lassen.

Es ist alles gesagt

Anstatt wie sonst mich mit anderen Teilnehmern zu unterhalten, sitze ich jetzt geschlagene 30 Minuten auf meinem Stuhl und starre vor mich hin. Ich habe überhaupt keine Lust zu reden.

Und sage ein paar Mal, nachdem ich Anstupser auf der Schulter spüre, dass mir nicht nach Reden zumute ist.

Durchbruch 2 Durchbruch

Ich bin nicht schlecht gelaunt, es gibt nur nichts zu sagen. Ich weiß weder, was ich denken noch was ich sagen soll. Und mit Worten will ich diesen Zustand nicht zerstören. Also bin ich lieber ruhig, bei mir und gebe mich dem hin.

Und ich denke, dass es eigentlich egal ist, wie viel Geld ich habe. Ob ich meine Privatinsolvenz noch im Nacken habe, ob ich Schulden habe. Mein Leben ist auf jeden Fall geil und ich sollte mich in Zukunft noch mehr darauf stürzen, dass es noch besser wird. Dafür brauche ich nicht mehr Geld, sondern muss mich trauen, mehr Ich zu sein, mehr Sachen machen, die ich wirklich will.

Darauf kommt es an.

Dann kommt der Rest von alleine.

Meine Empfehlungen für dich

Ich weiß jetzt schon, dass das nicht mein letztes Seminar bei Raho Bornhorst gewesen ist. Vor allem für den Preis solltest du dir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, bei einem Durchbruch-Seminar dabei zu sein und an dir zu arbeiten.

Mir sind ein paar Punkte klar beziehungsweise klarer geworden, die ich dir mit auf den Weg geben möchte.

1# Du musst es wirklich wollen

Es ist nicht leicht, Gewohnheiten zu ändern, die du schon seit Jahrzehnten mit dir herumschleppst. Und es kann anstrengend sein. Sogar unbequem.

Die Theorie kennst du schließlich, darum geht`s bei dir nicht. Dass du nur so viel Geld ausgeben darfst, wie du zur Verfügung hast, weißt du. Dass das trotzdem nicht funktioniert, hat also andere Gründe. Daran musst du arbeiten.

Je mehr du es also willst und Verantwortung für dein Leben übernimmst, desto besser bekommst du deine Geldprobleme in den Griff.

2# Es geht nicht ums Geld

Theoretisch bist du ein Finanz-Jongleur, praktisch landet alles auf dem Boden.

Stell dich darauf ein, dass es nicht ums Geld geht, sondern darum, an Einstellungen und Meinungen zu arbeiten, zur dir zu stehen, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen und zu sehen, was in deinem Leben möglich ist.

Und da ist so viel mehr möglich, als du dir im Moment vorstellst!

3# Such dir Hilfe

Ich hab`s selbst gemerkt. Alleine mit Hilfe von Büchern, Selbstlernkursen und Videos an mir zu arbeiten, ist super und bringt mich weiter. Aber eben meistens nur bis zu einem gewissen Punkt. Dann ist es total wichtig, dass du dir Hilfe von außen holst.

Ich habe zum Beispiel seit einiger Zeit einen Coach, der durch seinen Blick von außen andere Dinge sieht als ich, mich motiviert und voranbringt. Eine Investition, die sich total lohnt!

4# Du schaffst, was du dir vornimmst

Egal welchen Weg du gehst, wichtig ist, dass dein Wille stark ist und du dran bleibst. Lies meinen oder andere Blogs, Bücher, mach Kurse, lass dich coachen und entwickel dich weiter.

Das hilft dir, dein Leben auf die richtige Spur zu bekommen.

Such dir die Methode aus, die am besten zu dir passt. Heute ist es ein Buch, in ein paar Monaten ein Kurs, dann vielleicht ein Coaching – alles zu seiner Zeit.

Wichtig ist, dass du einen Entschluss fasst und dich dann dafür stark machst.

Dann klappt das!

Titelbild: Raho Bornhorst


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    23 replies to "Drauf geschissen! Ich mach das trotzdem!"

    • Carmen

      Wow, das ist einer der powervollsten Artikel, die ich je gelesen habe, Hut ab!

      • Linda

        Huch, Carmen! 😀
        Freut mich total, dass bei dir so viel Energie ankommt 🙂

    • Ivana

      Wow, toller Artikel und ich freue mich, dass es so viel bei Dir bewegt hat. Bei mir sackt das Seminar auch langsam.

      Ja, es geht um MICH und erst einmal um sonst niemand. Den Mut zu finden, zu sich und seinen Ansichten, Wünschen und Bedürfnissen zu stehen, ist sicher für viele nicht einfach. Aber darauf zu hoffen, dass sich alles wie von Zauberhand von allein fügt, ist Quatsch. Du musst aufstehen und das tun, was in dem Moment richtig ist.

      Hättest Du die Cola getrunken, hättest Du Dich ewig geärgert und das war es nicht wert. Und sie sah schon lack aus, da muss man nix probieren ;-))

      Liebe Grüße,
      Ivana

      • Linda

        Huhu Ivana,
        genau – es geht um dich!
        Bin gespannt, was noch so hochkommt bei dir in den nächsten Wochen und Monaten. Da passiert bestimmt einiges 🙂

    • Chantal Perrinjaquet

      Wow. Voll Klasse, liebe Linda.

      Du beschreibst derart authentisch, dass die Energie rüber kommt und berührt. Dazu kann ich gar nicht mehr sagen.

      Ich sende Dir eine Umarmung <3
      Danke für deinen Mut des Mit-Teilens!

      • Linda

        Danke Chantal <3

        Ich glaube, das war der persönlichste Artikel bisher hier im Blog.
        Übers Geld und Schulden zu schreiben, juckt mich nicht. Aber dies war ne andere Nummer.
        Freut mich daher sehr, dass er so gut bei dir ankommt 😀

        Liebe Grüße
        Linda

    • Sabine

      Hallo Linda….danke für Deine Zusammenfassung Deines Erlebens In Kirchzarten….ich war auch dort….und habe es ähnlich erlebt….dies wird auch Thema meines nächsten Blogs und ich bin happyyyyyyy, dass ich mit so vielen tollen Menschen diesen Tag erleben durfte….auf bald❤❤❤Sabine Werlich, Köln

      • Linda

        Hallo Sabine,
        ah, du warst auch da! 🙂
        Auf deinen Beitrag bin ich gespannt. Ist ja interessant, das noch mal aus einer anderen Perspektive zu lesen.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
        Linda

    • Gisela

      Liebe Linda,

      ich lese Deinen Blog schon eine Weile und ich freue mich sehr über Deinen Weg zu Dir selbst. Der ist sicherlich nicht einfach, aber wer hat schon einen einfachen Weg.
      Danke, dass Du mit Deinem Blog soviel teilst, es macht immer wieder Gänsehaut – besonders dieser Artikel – und natürlich ist er Inspiration.

      Viele Grüße
      Gisela

      • Linda

        Hallo liebe Gisela,
        danke für deinen schönen Kommentar 🙂
        Es freut mich, dass ich dich damit inspirieren kann!

        Liebe Grüße
        Linda

    • Claudia Münster

      Liebe Linda,

      ich mag es sehr auch diese leise, zarte und emotionale Seite von dir kennenzulernen. Danke, dass du uns teilhaben lässt.

      Liebe Grüße

      Claudia
      PS Und ich mag es auch dich online fluchen zu hören

      • Linda

        Hallo Claudia,
        hehe, dann hätte es dir sicherlich noch besser gefallen, 200 Leute live fluchen zu hören 😉
        Und es freut mich, dass dir diese Art von Artikel gefällt!

        Liebe Grüße
        Linda

    • Sabine

      Liebe Linda,

      ich habe schon sehnlichst auf Deinen Erfahrungsbericht gewartet.
      Danke für Dein Teilen.
      Was Du schreibst, klingt nach tieferer Transformation.
      Sehr berührend schilderst Du das Gefühl der Ruhe in Dir und das Angekommensein in Deiner Mitte. Danke für Deine Offenheit.
      Ich habe mir auch schon Hilfe von außen geholt und meist sind das die Augenöffner.
      Alles Liebe Dir,
      Sabine

      • Linda

        Hallo Sabine,
        freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat 🙂
        Mittlerweile glaube ich auch, dass man alleine nur bis zu einem gewissen Punkt kommt – die ersten Schritte zu gehen ist eh das Wichtigste. Wobei ohne äußere Hilfe natürlich auch tolle Schritte möglich sind.
        Was hast du denn gemacht? Auch ein Coaching, Seminar oder etwas anderes?

        Liebe Grüße
        Linda

    • ANDREA

      TOLLER ARTIKEL, DANKE FÜR’S TEILEN, LINDA

    • Petra Wolff

      Vielen Dank für den schönen Artikel, Linda.
      Zu der Sache mit der Cola-Reklamation kann ich nur sagen: So gut wie niemand reagiert genervt, wenn Du Dein Anliegen höflich vorträgst, und zwar so, dass sich niemand schuldig fühlen muss. Beispiel: Zum Kellner: Entschuldigen Sie bitte, hier muss ein Versehen passiert sein usw. In der Regel reagiert der Angesprochene dann höflich und erfüllt Dir Deinen Wunsch freundlich. Ich habe bisher meist nur solche Erfahrungen gemacht. Wenn Dein Gegenüber dann trotzdem genervt ist, kann er einem nur leid tun. So sehe ich das.
      Viel Glück und viel Erfolg weiterhin!

      • Linda

        Hallo Petra,
        danke für deinen Kommentar 🙂
        Genervt war er wahrscheinlich, weil es noch andere Probleme gab, die aber nix mit mir zutun hatten.
        Der arme Kerl konnte nichts dafür 🙂

        Liebe Grüße
        Linda

    • Gina Haschke

      Ein toller Artikel Linda. Ehrlich – authentisch – kraftvoll.
      Ja, ich stimme dir zu. Wichtig ist anzufangen. Man kann viel für sich und die eigene Entwicklung tun. Hier mal ein Buch lesen, dort einen Blogbeitrag lesen und kommentieren, verschiedene Webinare besuchen, auch mal ein Seminar oder Coach buchen. Hauptsache ist, dass man es tut und nicht nur immer jammert, es sein lässt aus den verschiedensten Gründen.
      Mittlerweile gibt es Dank des Internets so viele kostenfreie Möglichkeiten sich Wissen anzueignen und sich mit anderen auszutauschen. Einfach toll! Und danke für deine Empfehlung!
      Und was die Cola betrifft: warum fällt es dir so schwer? Du bezahlst dafür. Und letztendlich ist der nette „Ton“ ausschlaggebend.

      • Linda

        Hallo Gina,
        genau – nix zu tun und sich dann zu beschweren, ist der falsche Weg 😀
        Warum mir das schwer fällt? Kleines Kindheitstrauma wahrscheinlich. Bei anderen Situationen (außerhalb von Restaurants) habe ich keine Scheu, zu reklamieren.
        Aber ich weiß ja jetzt, was ich mir in Zukunft innerlich zurufe! 😉

        Liebe Grüße
        Linda

    • Barbara

      Haaaaalllooooo Linda und herzlichen Dank für Deine so energiegeladene und authentische Zusammenfassung des – auch für mich – so fantastischen Seminars mit Raho und seinem Team 🙂

      Es hat sehr viel bewegt …gaaanz tief in mir und wird in den nächsten Wochen und Monaten an Nachhaltigkeit nicht verlieren! Für mich ist besonders wichtig, auf MEINE Gedanken zu achten, meine inneren „Selbstgespräche“ zu verfolgen, um dann an den richtigen bzw. falschen Stellen laut STOPP zu sagen, um neu zu transformieren.
      Wie sagt Mara doch so schön: HÖRE BITTE AUF, (all) DEINEN GEDANKEN ZU GLAUBEN 😀
      … und lass den Zweifel verrecken! 😉

      Nach diesem mega Seminar und dem darauf folgenden Strategiegespräch mit Romana erlaube ich mir, mit Leichtigkeit und Gelassenheit meinen Herzenswunsch erfolgreich wachsen zu lassen … mit viel Selbst-Liebe, mit viel Selbst-Bewusstsein, mit positiver Energie und Durchhalte“vermögen“!!!

      Ich freue mich, Dich persönlich kennengelernt zu haben und war übrigens auch eine, die angestupst hat 😉

      Mit vielen lieben Grüßen bis bald

      <3 – lichst Barbara

      • Linda

        Hallo Barbara,
        super, dass dir das Seminar auch so gut gefallen hat und du deinem Herzenswunsch nun mehr Raum und Leichtigkeit gibst 🙂
        Sieh mal an, du hast mich auch angestupst? Kann ich mich gar nicht dran erinnern, irgendwie war ich anscheinend da in meiner eigenen kleinen Welt …

        Liebe Grüße
        Linda

    • […] am Steuer sitzen muss. Schließlich will ich nicht an meine Kleinstadt gefesselt sein, sondern Fortbildungen besuchen und die Welt […]

    • […] Lange habe ich sie sofort rausgehauen, wenn ich ein tolles Buch, eine teure Jeans oder ein Seminar entdeckt […]

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