Mit viel Schwung in den nächsten Abschnitt. Quelle: Pixabay.com @ RyanMcGuire (CC0 1.0)

Der 40. Geburtstag hat für viele Frauen eine besondere Bedeutung – in vielen Fällen eine negative. Irgendetwas hat diese Zahl an sich, die das Grauen auslöst. Die Lebenserwartung von Frauen in Industrieländern liegt mittlerweile bei 83 Jahren, bei der durchschnittlichen Frau ist also tatsächlich Halbzeit angesagt. Ich werde demnächst 42, habe also den Zenit bereits überschritten. Und lebe immer noch. Gut sogar.

Wie sieht das Alter aus?

Ich war ebenfalls nicht begeistert, 40 zu werden. Als ich noch 39 Jahre alt war, fand ich, dass sich diese Zahl fürchterlich alt anhört. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Frauen in diesem Alter sich den Wechseljahren nähern und damit ein weiterer Schritt des Alterns genommen wird. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Kind bekommen hat, muss sich mit dem Gedanken anfreunden, ohne Nachwuchs alt zu werden.

Die Fortpflanzungsfähigkeit ist wahrscheinlich ein Punkt, der eine wichtige Rolle spielt, selbst wenn es sich im Unterbewusstsein abspielt. An mangelnder Attraktivität kann es zumindest nicht liegen – die meisten Frauen sind heutzutage auch mit 50 oder 60 Jahren äußerst attraktiv. Selbst wenn es im späteren Alter zu einer Trennung vom Ehepartner kommt, mit dem sie die vergangenen 20 Jahre verbracht hat, ist es möglich, einen neuen Partner zu finden. Die hohe Scheidungsrate hat einen nicht unwesentlichen Anteil daran.

Mein Körper zeigt mir die Grenzen

Bei mir hat der Eintritt in die zweite Hälfte des Lebens einiges verändert. Der Spruch „Komm du erstmal in mein Alter!“ hat für mich eine neue Bedeutung bekommen. Gelegentlich verwende ich ihn sogar selbst. Ich merke jetzt, dass ich alt werde. Zumindest zeigt mir mein Körper das.

Meine Gedanken und Gefühle haben sich nicht sonderlich in den vergangen 40 Jahren verändert. Natürlich habe ich viele gute und schlechte Erfahrungen gemacht und weiß mehr, aber das Grundgefühl ist geblieben. Etwas, was ich mir als Teenager nicht vorstellen konnte. Alt ist alt, auch im Kopf. Heute denke ich: Wer mit 40 alt im Kopf ist, war es wahrscheinlich schon mit 20.

Zurück zu meinem alternden Körper. Mit 39 diagnostizierte ein Arzt die erste chronische Krankheit, mit 40 folgte die zweite. Außerdem muss ich seit einiger Zeit den Arm ausstrecken, wenn ich Kleingeschriebenes entziffern will.

Dem Verfall entgegenwirken

Nachdem ich mich mit dem Abwärtstrend abgefunden habe, galt es, die Ärmel hochzukrempeln. Da chronische Krankheiten oft nur schwer zu behandeln sind, ist es wichtig, das beste daraus zu machen. Sport ist immer eine gute Möglichkeit, um den Körper zu stärken. Es ist zudem kein Geheimnis, dass Frauen über 40 schneller zunehmen. Der Grundumsatz sinkt, die Pfunde steigen.

Ich habe daher angefangen zu laufen, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen. Seit Dezember 2013 bin ich nun dabei. Meine Fortschritte lassen zu wünschen übrig, aber ich bin hartnäckig. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ich meinen Körper überliste und (eigene) Rekorde brechen werden. Ich bin mir sicher.

Sport hilft dir, jung zu bleiben. Quelle: Pixabay.com @ Survivor (CC0 1.0)

Der 40. Geburtstag als Chance

Außerdem habe ich im Mai 2013 angefangen, mich gesünder zu ernähren. Nach einigen Monaten veganer Ernährung bin ich nun vegetarisch unterwegs, allerdings ohne Milch und Eier. Hat mir noch nie sonderlich geschmeckt, also lasse ich es auch weiterhin sein. Durch die vegane Phase habe ich Sojamilch, Joghurt,  Tofu und Seitan kennengelernt und bin sehr froh über diese Alternativen. Das Essen schmeckt mir ohne Fleisch besser. Ich nehme mir mehr Zeit zum kochen und bin kreativer.

Mir geht es heute besser.

Sich bewusst zu werden, dass es mit dem 40. Geburtstag in die zweite Halbzeit geht,  kann also eine positive Veränderung in deinem Leben bewirken. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.

„Bin ich zufrieden mit meinem Leben oder will ich etwas ändern? Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Worum es dir dabei geht, kannst nur du alleine entscheiden. Vielleicht reicht schon eine kleine Veränderung aus, damit du dich wieder wohl fühlst, eventuell ist jedoch ein großer Schritt notwendig.

Wie hast du diesen Geburtstag empfunden? Als Fluch oder Segen?  

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Titelbild: Pixabay.com @ RyanMcGuire (CC0 1.0)

 

 


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    4 replies to "Der 40. Geburtstag – Halbzeit oder was?!"

    • […] meinem 40. Geburtstag war ich mit meinem Freund für drei Tage in einem Schlosshotel auf Rügen. Luxus pur! Weil es ein […]

    • Nuria

      Hallo Linda

      Von chronischen Krankheiten bin ich bisher verschont geblieben, aber ansonsten kann ich alles nachvollziehen. Ich hatte nie verstehen können, warum wegen des 30. Geburtstag soviel Aufheben gemacht wird, aber 40 ist irgendwie anders. In ein paar Wochen werde ich 45 und habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass ich zum Lesen eine Brille brauche und manche Sachen einfach anstrengender sind als mit 30. Aber im Allgemeinen kann ich mich nicht beklagen.

      LG, Nuria

    • Linda

      Hallo Nuria,
      das freut mich 🙂

      Meine Augen werden auch immer schlechter… In 1 – 2 Jahren brauche ich bestimmt eine Gleitsichtbrille. Fällt aber eh keinem auf, weil ich sowieso meistens ne Brille trage.

      Dafür können wir jetzt andere Sachen besser 🙂

      Viele Grüße
      Linda

    • […] meinem 40. Geburtstag war ich mit meinem Freund für drei Tage in einem Schlosshotel auf Rügen. Luxus pur! Weil es ein […]

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