Businesspunk

Schon vor ein paar Monaten hat es mich in der Bahnhofsbuchhandlung angelacht. Mit coolen Menschen auf dem Cover, knalligen Farben und dem Namen „Business Punk“ hat das Magazin meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Beim ersten Mal hab ich es noch liegen lassen. Als ich letzte Woche aber von Kiel nach Emden mit dem Zug fahren wollte, habe ich zugegriffen. Um meiner finanziellen Freiheit und Unabhängigkeit näher zu kommen, schadet Business-Lektüre schließlich nie. Und im Inneren bin ich auch ein kleines bisschen Businesspunk.

Was bietet das Magazin optisch?

Optisch unterscheidet sich das Magazin innen nicht sonderlich von anderen, die ich bisher gelesen habe. Abgesehen davon, dass sowohl die Models als auch die Protagonisten der Artikel meistens männlich sind. Okay, ein Bild von großen Brüsten, einem sportlichen Rücken und einem knackigen Frauen-Po gibt es auch. Außerdem ist ein Interview mit Mia Hansen-Love enthalten.  Mehr Frauen kommen großartig nicht vor. Schade eigentlich.

Zumal sich das Magazin aus dem Hause Gruner + Jahr nicht nur an Männer wendet.

Business Punk ist das Lifestyle Magazin für den edgy Mann – aber auch für die selbstbewusste Frau, für die Frauenzeitschriften einfach zu weichgespült sind.

Quelle: Objektprofil G+J

Aber gut, ist nicht so schlimm. Hübsche Männer gucke ich mir ganz gerne an.

Was gab`s für den Businesspunk zu lesen?

Der Aufmacher der Ausgabe ist ein Bericht über die Jungs von der Fitness-App Freeletics. Die App ist mega erfolgreich, was natürlich Grund genug ist, das Unternehmen einmal vorzustellen. Toller Beitrag – lang, ausführlich, interessant, bebildert. Gefällt mir.

News zu Start-ups oder ausgefallenen Produkten gibt es auch. Na klar, die dürfen in keinem Magazin fehlen. Ansonsten stellt es viele Unternehmen und Unternehmer vor, die schon etwas erreicht haben. Die Geschichten dahinter sind interessant und zeigen, dass es oft ein langer Weg zum Erfolg ist.

Kleine Auswahl: Cromatics, Prozone, Marcin Iwinski, Brewdog oder der WordPress-Erfinder Matt Mullenweg.

Mein Lieblingsbeitrag kam übrigens schon auf Seite 16.  Christoph Rathke von der Berliner Startup-Academy gibt drei Startups die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen und erklärt dann, wie die Zukunftschancen der Unternehmen sind. Das beschränkt sich leider nur auf eine Seite in Tabellenform, davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Dazwischen kommen immer mal wieder Artikel, die mich nicht interessieren. Aber das mich in einer Zeitschrift jeder Beitrag interessiert, kommt extrem selten vor.

Leider nicht alle Kriterien erfüllt

Bevor ich mein Fazit ziehe, muss ich etwas vorwegstellen: Ich habs mir fast schon gedacht, aber ich gehöre nicht mehr zur Zielgruppe.

Business Punk richtet sich an Digital Natives zwischen 18 und 35 Jahren, die berufstätig und überdurchschnittlich gebildet sind. Sie verfügen über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen und gehören zur kreativen Elite einer urbanen, kosmopolitischen Generation.

 

Quelle: Objektprofil G+J

  • Berufstätig = Jo
  • Überdurchschnittlich gebildet = Gerne
  • Hohes Haushaltsnettoeinkommen = Ich arbeite dran
  • Kreative Elite einer urbanen, kosmopolitischen Generation = Klingt hübsch
  • Zwischen 18 und 35 Jahren = Mit 42 schon nicht mehr knapp verfehlt

Die Jungs können also nichts dafür, dass sie meinen Geschmack nicht ganz getroffen haben. Ich finde das Magazin nicht schlecht. Während meiner Zugfahrt hat es mich einige Stunden nett unterhalten. Für diesen Zweck würde ich es mir durchaus noch einmal kaufen, häufiger aber nicht.

Business Punk bekommt daher eine Schulnote 3. Für eine bessere Note hätte ich mir mehr Hintergrundinfos zum „Wie“, „Wieso“ und „Warum nicht“ in Unternehmen gewünscht. Eben wie auf Seite 16.

Kaufen oder nicht kaufen?

Meine Empfehlung:

Kauf es dir, wenn du gerade anfängst, dich mit Selbstständigkeit und deinem Business auseinanderzusetzen. Dann können dich die Geschichten der Unternehmer durchaus motivieren.

Lass es liegen, wenn du schon mit einem Auge zu „Impulse“ schielst.

Kennst du das Magazin schon? 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar!

 

PS: Und ich bin trotzdem ein kleiner Businesspunk. Genau wie du.


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

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