Job

So gewinnst du mit deinem Blog als Visitenkarte neue Jobs

 

Blog als Visitenkarte

Krass! Ich schreibe eine Bewerbung als Texter, suche einige passende Beiträge als Referenz raus. Von denen ist der Auftraggeber leider nicht überzeugt. Stattdessen liest er diesen Blog, ist begeistert und schreibt mir zurück.

Bist du auf der Suche nach einem neuen Job oder baust ein Netzwerk auf, ist ein eigener Blog hilfreich, um dich als Experte zu zeigen.

Für potentielle Arbeitgeber bist du dadurch interessanter und hast mehr Chancen als Kollegen, die darauf verzichten. Ich habe meinen Blog erst seit Oktober (also seit drei Monaten) und konnte ihn schon jetzt erfolgreich als Visitenkarte nutzen.

Was ist überhaupt ein Blog?

In den Anfängen wurden sie als Online-Tagebücher geführt, heute gibt es viele Blogs, die sich auf ein Nischen-Thema spezialisiert haben:

Ich wende mich mit meinem an Frauen, die sich ihre finanzielle Freiheit aufbauen wollen, Mischa von Adios-Angst.de macht Menschen Mut, die Ängste haben und Katharina von bloggenfuerschlauenfrauen.de gibt (schlauen) Frauen Tipps rund ums Bloggen.

Schreibe über ein Thema, das dich fasziniert

Entscheidest du dich für einen eigenen Blog, veröffentlichst du dort in regelmäßigen Abständen neue Beiträge zu deinem Thema. Bist du Gärtner, berätst du Hobbygärtner zu Stauden, Rosen oder Kübelpflanzen, als Frisörin erklärst du Hochsteckfrisuren oder schreibst als Hotelfachfrau über die große Welt der Cocktails.

Hast du eine Leidenschaft oder ein Hobby und möchtest dich beruflich in diese Richtung umorientieren, bietet es sich an, neben deinem jetzigen Beruf einen Blog aufzubauen, der sich damit beschäftigt.

Damit ein potentieller Arbeitgeber einen guten Eindruck von dir bekommt, ist es notwendig, dass du ein modernes Design auswählst. Meine Seite läuft mit WordPress, viele andere Blogger sind mit Jimdo ebenso zufrieden.

Schreibe regelmäßig in deinem Blog

Außerdem ist es gut, regelmäßig einen neuen Beitrag zu schreiben und online zu stellen. Überleg dir im Vorfeld, wie viel Zeit du investieren kannst.

Für einen Artikel rechne inklusive Recherche, Korrektur und Bildersuche mindestens zwei Stunden ein. Schaffst du das einmal pro Woche oder alle zwei Wochen neben deinem Hauptjob? Mindestens einmal im Monat sollte auf jeden Fall drin sein.

Für einen Interessenten ist es wichtig, dass zumindest eine Regelmäßigkeit zu erkennen ist.

Die Beiträge, die in deinem Blog zu lesen sind, müssen nicht „genial“ oder „herausragend“ sein, wie teilweise zu lesen ist. Wichtig ist, dass dein Leser sich angesprochen fühlt und du ihm – in irgendeiner Form – hilfst.

Nutz den Blog als Visitenkarte

So, die ersten Schritte hast du gemacht. Dein Blog steht und ein paar Artikel hast du hochgeladen. Und nun?

Nun ist es Zeit, deinen Blog als Visitenkarte zu benutzen.

Natürlich wäre es ideal, wenn du dich in den sozialen Netzwerken austobst, auf anderen Blogs kommentierst und Gastbeiträge schreibst – das volle Programm eben. So baust du dir ein Netzwerk auf und viele Menschen sehen dich.

Das nimmt aber viel Zeit in Anspruch, was neben einem Job nicht immer leicht ist.

Einfach und schnell: die E-Mail-Signatur

Ein erster Schritt, der dich einmalig nur eine Minute Zeit kostet, ist, dir eine Signatur in deinem E-Mail-Programm anzulegen.

Dort schreibst du deine Kontaktdaten und den Link zu deinem Blog auf und stellst das Programm so ein, dass es die Signatur bei jeder Mail automatisch ans Ende hinzufügt.

Mach das sowohl bei deiner privaten als auch bei deiner beruflichen E-Mail-Adresse. Je mehr Menschen deinen Blog auf diese Weise kennenlernen, desto besser ist es.

Vergiss nicht, Briefpapier und Visitenkarten neu zu gestalten und die URL zu ergänzen.

In sozialen Netzwerken angeben

Bist du in Foren oder sozialen Netzwerken aktiv, trag dort deine Homepage ebenfalls ein. Schau in deinem Profil nach, dort gibt es meistens die Möglichkeit dazu.

Hast du bei Facebook ein privates Profil und eine berufliche Seite, liste sie dort ebenfalls auf. Außerdem lohnt es sich, von deinem privaten Profil auf die Seite zu verlinken. Meistens hat ein privates Profil mehr Besucher, die dadurch deinen beruflichen Auftritt sehen.

Interesse von Unternehmen ausnutzen

Eine Firma, die jetzt ein Anschreiben von dir per Mail oder durch die Post bekommt, und einen neuen Mitarbeiter aus deiner Branche sucht, guckt nun mit etwas Glück interessiert auf deinen Blog.

Er sieht, dass du dich fachlich auskennst, engagiert und organisiert bist. Beste Voraussetzungen für Gehaltsverhandlungen oder?

NanaMia.de habe ich in meine Signatur genommen, als fünf Artikel dort zu lesen waren und der Blog ordentlich aussah.

Erste Erfolge sind sichtbar

Der Auftraggeber, den ich neulich angeschrieben habe, hat sich aufgrund der Signatur in meinem Blog umgesehen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, weil die Texte thematisch überhaupt nicht zu seiner Website passen.

Macht aber nix, ich bin zufrieden.

Die Verhandlungen für einen tollen Job laufen noch 🙂

 

Hast du schon einen Blog?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar!

 

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst.Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0

6 Kommentare

  1. Huhu!

    Den Artikel finde ich super! Wirklich klasse geschrieben – und klasse, dass das bei dir so gut klappt! 🙂

    Das mit der Signatur unter der Mailadresse ist eine gute Idee. Sollte ich direkt mal umsetzen…

    Liebe Grüße,

    Bine

    • Hallo Bine,
      mach das mal!
      Man weiß ja nie, wer deine Mail letztendlich liest und darüber auf deinem Blog landet 😉

      Lieben Gruß zurück,
      Linda

  2. Ich weiß nich.. ich hatte mir mehr erhofft. Besonders, weil immer die Frage ist, was modern ist und wie man das Vorurteil „Heute hat doch jeder einen Blog“ überwindet. Wie baust du den Blog in die Bewerbung ein? nennst du ihn im Anschreiben? Legst du Auszüge als Arbeitsproben bei?

    • Hallo Evy,
      du hast sicherlich recht, deine Fragen wäre auch interessant zu beantworten. Aber darum ging es mir in meinem Beitrag nicht 🙂
      Es ging mir wirklich um den Blog als Visitenkarte.

      Was mache ich mit einer Visitenkarte im Bewerbungsgespräch?
      Ich überreiche sie maximal und gehe nicht weiter darauf ein.
      Der Arbeitgeber kann sie sich bei Interesse anschließend ansehen oder auch wegwerfen 😉

      Genauso sehe ich den Blog (als Visitenkarte). Deswegen schreibe ich die Url in die Mail-Signatur und überlasse dem Empfänger, was er damit macht.
      Ich habe damit bisher gut Erfahrungen gemacht 🙂

      Wenn ich mich als Texte auf ein Gesuch melde, kann ich natürlich meinen Blog nennen oder auf einzelne Texte verlinken.

      Viele Grüße
      Linda

  3. Pingback: Blogblink: Dein eigenes Coachingprogramm entwickeln - NanaMia

  4. Pingback: Blogblink #2: Dein eigenes Coachingprogramm entwickeln - MyMoneyMind

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *