„Pling!“ macht es in meinem Kopf. Endlich!

Seit mehr als einer Stunde bin ich damit beschäftigt, einen Glaubenssatz zu bearbeiten, der sich hartnäckig in meinem Kopf hält. Aber gerade eben hat sich in mir etwas verändert. Ich spüre, wie sich das belastende Gefühl in Aufregung verwandelt, fast Freude.

Und ich merke, dass ich endlich eine Übung gefunden habe, mit der ich tatsächlich Glaubenssätze beackern kann und die mir dauerhaft etwas bringt.

Bei den meisten anderen Methoden, die ich ausprobiert habe, hatte ich zwar ebenfalls ein gutes Gefühl, aber diesmal ist es tiefer und echter. Ich glaube wirklich an das, was ich mir gerade in meinem Hirn zusammengereimt habe.

Wie habe ich die Methode gefunden? Ich habe Bildungsurlaub gemacht.

Das will ich dir heute wärmstens ans Herz legen. Nimm deinen Anspruch auf Bildungsurlaub wahr! Dein Geld dankt es dir doppelt und dreifach.

Nimm deinen Anspruch auf Bildungsurlaub wahr

Sofern du nicht in Bayern oder Sachsen wohnst, sieht die Lage für dich super aus. Jedes Jahr stehen dir bis zu fünf Arbeitstage zu, an denen du Bildungsurlaub in Anspruch nehmen darfst. Das ist eine zusätzliche Woche Urlaub im Jahr!

Oder du hebst dir in einem Jahr deine Tage auf und gehst alle zwei Jahre für zehn Arbeitstage zum Bildungsurlaub. Cool, oder?

Das ist sogar gesetzlich geregelt. Allerdings gibt es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede: Schau auf dieser Seite nach, wie das Gesetz für Bildungsurlaub in deinem Bundesland geregelt ist: Gesetze nach Bundesland.

Du wärst übrigens nicht die einzige, die aus diesem Grund ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahrnimmt.

Als wir Teilnehmer uns in meinem Seminar vorstellen musste, hat eine Frau offen zugegeben: „Ich bin hier, weil ich zu wenig Urlaub habe.“ Die anderen haben verständnisvoll genickt.

Sobald du sechs Monate in einem Betrieb angestellt bist, hast du diesen Anspruch. Also ran an die Buletten!

Anspruch auf Bildungsurlaub
Ich drücke wieder die Schulbank.

Geld sparen beim Bildungsurlaub

Aber nun zu deinem Geld – was hat das mit Bildungsurlaub zu tun?

Sehr viel, wenn du es richtig anstellst.

Offizieller Bildungsurlaub ist nämlich relativ günstig. Wenn du dich bei Angeboten von Seminaren umsiehst, merkst du schnell, dass da hohe Summen zusammenkommen können.

Wenn dir das zu teuer ist, schau dich beim Bildungsurlaub um.

Ich hatte einen Kurs NLP (Neurolinguistisches Programmieren), der über fünf Tage ging und nur 150 Euro gekostet hat. Mir ist klar, dass ich nicht die gleichen Inhalte bekomme wie bei einer klassischen NLP-Ausbildung, aber das wusste ich vorher.

Viele der Angebote liegen in diesem Bereich. Einige sind günstiger, andere teurer.

Weiterbildung: Gut für deinen Job

Für die 150 Euro hab ich die Methode und ein paar Übungen kennengelernt, konnte reinschnuppern und weiß jetzt, dass ich NLP ziemlich interessant finde.

Unter anderem hab ich dort einen neuen Ansatz gefunden, mit dem ich Glaubenssätze bearbeite, die mich im Umgang mit Geld und Erfolg behindern. Funktioniert hervorragend. Bingo!

Da mich Persönlichkeitsentwicklung brennend interessiert, wollte ich unbedingt einen Kurs in dieser Richtung besuchen. Aber es gibt auch tolle Geld-Kurse, in denen du zum Beispiel Buchhaltung lernst.

Hilfreich, um mehr Geld in dein Leben zu holen, wären aber auch

  • Projektplanung
  • Management
  • Gesprächsführung
  • Mitarbeiterführung
  • Sprachkurse.

Das kannst du im Job direkt einsetzen und hast dadurch eine höhere Qualifikation.

Allerdings muss die Weiterbildung nichts direkt mit deinem Job zu tun haben. Es reicht aus, wenn (ich zitiere mal) „sie in der beruflichen Tätigkeit zumindest zu einem mittelbar wirkenden Vorteil des Arbeitgebers verwendet werden können.“ (Quelle: Bildungurlaub.de)

Heißt im Klartext: Solange du deinem Arbeitgeber verklickern kannst, dass dir der Kurs in irgendeiner Form hilft, besser im Job klar zu kommen, sollte es klappen mit deiner Fortbildung.

Ein paar Seiten mit Seminaren in Hülle und Fülle zum Stöbern:

Anspruch auf Bildungsurlaub
Belohnung auf dem Nachhauseweg für fleißiges Lernen.

Du wächst durch Weiterbildung

Weiterbildung ist IMMER ein wichtiger Punkt, wenn du deine Geldbeziehung verbessern willst.

  • Sie hilft dir dabei, dein Wissen zu vergrößern.
  • Du lernst neue Menschen kennen, musst auf sie zugehen und dich mit ihnen auseinandersetzen.
  • Du wirst selbstbewusster, weil du in seltsame Situationen geschupst wirst. Ich musste zum Beispiel in meinem Kurs nach vorne kommen und meine Tischnachbarin der versammelten Mannschaft in einer kleinen Rede vorstellen. Nicht so prickelnd, aber ich hab`s überlebt und weiß jetzt, dass ich das kann.
  • Machst du Kurse in Persönlichkeitsentwickung, beackerst du Probleme, die dich vielleicht schon lange einschränken.

Dadurch wächst dein Selbstwertgefühl und du vertraust dir mehr. Du fängst an, DEIN Leben zu leben, übernimmst dafür Verantwortung und merkst, wofür es sich lohnt, dass du dich um dein Geld kümmerst.

Anstatt ein lästiges Übel zu sein, um das du dich zwangsläufig kümmern musst, weißt du dein Geld jetzt zu schätzen.

Hast du schon einmal deinen Anspruch auf Bildungsurlaub wahr genommen?

Schreib`s mir in die Kommentare


PINN FÜR SPÄTER

bildungsurlaub


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    13 replies to "Bildungsurlaub: Wieso dein Geld sich 3x freut"

    • Herbert Gruber

      Hallo guten Morgen,

      wie ist das mit dem Bildungs-Urlaub in Baden Württemberg ?
      gilt es für Beschäftigte und für Arbeitslose gleichermaßen ?

      Danke im voraus

      Herbert Gruber, Kuchen

      • Linda

        Hallo Herbert,
        da fragst du am Besten dein Arbeitsamt, das weiß ich nicht 🙂
        Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass die etwas dagegen haben, weil du dich dort ja weiterbildest, aber man hat schon Pferde kotzen sehen …

        Teilnehmen kann zumindest jeder. Ich bin ja auch nicht angestellt, sondern selbstständig.

        Liebe Grüße und viel Erfolg,
        Linda

    • Kornelia

      Das ist eine super Idee. Daran gedacht habe ich schon einmal, wusste aber nicht, dass das gesetzlich so geregelt ist und wo ich Seminare finde, die anerkannt sind. Das werde ich angehen. Vielen Dank für die hilfreichen Tipps.

      Kornelia

      • Linda

        Hallo Kornelia,
        freut mich, dass ich dir helfen konnte. 🙂
        Du kannst auch einfach im Programm der Volkshochschule deiner Stadt nachsehen. Mein Kurs fand auch von der VHS aus statt.

        Liebe Grüße
        Linda

    • mkuh

      der Bildungsurlaub ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt
      Dazu kommen noch die Reglungen aus den Tarifverträgen
      Ja ich habe ihn schon genutzt um Kinder in ein Zeltlager zu betreuen

      Viele Grüße

      Mkuh

      • Linda

        Danke für die Info, Mkuh 🙂
        Hab ich im Text aktualisiert.

        Viele Grüße
        Linda

    • Felix

      Hallo Linda,

      sehr inspirierender Artikel – ich werde wohl auch mal darüber nachdenken 🙂
      Allerdings bietet mein Arbeitgeber zum Glück auch zahlreiche Weiterbildungen an.
      Um über den Tellerrand zu schauen und neue Themen kennenzulernen, ist der Bildungsurlaub trotzdem eine prima Möglichkeit!

      Viele Grüße
      Felix

    • Denise

      Bildungsurlaub ist eine feine Sache. Ich arbeite bei einem großen Unternehmen, über unsere Gewerkschaft haben wir „jungen Dinger“ Bildungsurlaub in Frankreich genommen. Wir waren an der Côte d’Azur und haben halbtags über die Europäische Union gelernt und hatten den Rest des Tages frei. Monaco, Nizza, Cannes – alles kennengelernt durch diese wunderbare Möglichkeit des Bildungsurlaubs. Da kommen Erinnerungen hoch. 🙂

      • Linda

        Hey Denise,
        DAS klingt mal nach einem wirklich gelungenen Bildungsurlaub!
        Super 😀

        Liebe Grüße
        Linda

    • […] Auf MyMoneyMind wurde im März das große Thema Bildungsurlaub diskutiert. Ein toller Artikel mit viel Motivation zu berufsbegleitender Weiterbildung und ein paar Tipps, wie du beim Bildungsurlaub auch noch bares Geld sparen kannst. […]

    • Miriam

      Hallo Linda!

      Ich war 6 Monate in Bildungskarenz und habe in dieser Zeit in den USA gelebt. Es war eine wunderbare Zeit! Ich kann das nur jedem empfehlen! Viel zu wenige nützen dieses Angebot.

      • Linda

        Oh super! 😀
        Das glaube ich gerne, dass dir 6 Monate USA gefallen haben.
        Was genau ist Bildungskarenz? Kannst du das kurz erklären?

        Viele Grüße
        Linda

    • […] dir dein Job keinen Spaß macht, engagierst du dich kaum, bist unmotiviert und machst nur das Nötigste. Solange du noch […]

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