Mein Umgang mit Geld war die meiste Zeit über miserabel. Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass es sich lohnt, eine gute Beziehung zum Geld aufzubauen, um finanziell unabhängig zu werden und mir meine Träume zu verwirklichen. Das war nicht immer leicht und ich muss mich zwischendurch immer wieder am Riemen reißen. Aber letztendlich klappt es.

Mir hilft dabei besonders, Gewohnheiten zu entwickeln. Wenn ich weiß, dass bestimmte Sachen einfach auf bestimmte Weise ablaufen, kenne ich kein Pardon. Dann wird nicht lange (mit mir) diskutiert, sondern ich mache.

Wenn du im Umgang mit deinem Geld noch zögerst und nicht weißt, wie du dein Verhältnis verbessern kannst, zeige ich dir heute 6 einfache Gewohnheiten, die du leicht umsetzen kannst.

1. Überlege vor dem Griff ins Portemonaie!

Thomas Mangold hat es in seinem Gastbeitrag über Minimalismus bereits geschrieben: Bevor du im Geschäft ein Produkt in deinen Einkaufswagen legst oder der Finger auf die „Kaufen“-Taste drückt, warte kurz und überleg dir, ob du es wirklich brauchst.

  • Ist der Rock wirklich so schön, dass er Potential zum neuen Lieblingsstück hat? Oder wird er einer von vielen?
  • Liest du den Krimi tatsächlich am nächsten Wochenende? Oder sind erst die zehn anderen Bücher dran, die du neulich so günstig auf dem Flohmarkt bekommen hast?
  • Lohnt es sich, drei Kilogramm Äpfel aus dem Angebot zu kaufen oder fängt die Hälfte davon bei dir regelmäßig an zu faulen?

Es geht nicht darum, dass du auf alles verzichtest und dir nix mehr gönnst. Aber wenn du Probleme mit deinem Geld hast, lohnen sich solche Überlegungen.

Bei gewissen Sachen kannst du außerdem versuchen, sie über Tauschbörsen auszuleihen oder gebraucht zu kaufen. Es gibt so viele Menschen, die unüberlegt zuschlagen und nach einiger Zeit versuchen, ihren Krams wieder loszuwerden. Sei du schlauer als sie!

2. Benutz Spardosen

Es ist wichtig, dass du weißt, wie viel Geld du zur Verfügung hast und wie du es ausgibst. Erst dann kannst du dir deine Unabhängigkeit aufbauen und selbst deine Träume verwirklichen.

Verschaff dir einen Überblick über deine Finanzen und rechne dann aus, wie viel Geld dir im Monat für deine privaten Angelegenheiten übrig bleibt.

Das Wissen, dass du monatlich 50, 100 oder vielleicht 300 Euro für dich ausgeben kannst, hilft dir weiter, um leichter hauszuhalten. Hast du ein spezielles Ziel, stell dir Spardosen auf, in denen du einen Teil des Geldes aufbewahrst. Ich vermeide es immer, mein Luxus-Geld im Portemonaie aufzuheben, weil sonst die Gefahr zu groß ist, dass es langsam aber sicher für Lebensmittel, Porto und andere Kleinigkeiten unbemerkt verschwindet.

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3. Schreib dir deine Ausgaben auf

Apropos unbemerkt verschwinden: Wenn du einkaufen warst, bitte die nette Dame an der Kasse, dir den Bon zu geben. Zuhause sammelst du sie oder führst ordentlich ein Haushaltsbuch. 

Wir machen das zwar nicht, legen aber all unsere Bons in unser Mäppchen. In der Haushaltskasse befindet sich immer ein Teil unseres Monatsbudgets. Wenn wir einen Monat nicht mit dem veranschlagten Geld auskommen sollten, können wir anhand der Quittungen nachrechnen, wo wir zu viel ausgegeben haben.

Ach ja, vergiss bloß nicht die Sachen, die du im Internet bestellst. Am besten druckst du dir die Rechnungen SOFORT aus, wenn du die Bestätigung per Mail bekommst.

4. Wie oft kontrollierst du dein Bankkonto?

Als mir Geld noch egal war, habe ich das genau einmal im Monat gemacht. Nämlich dann wenn ich Anfang des Monats meine Rechnungen geschrieben habe. Dann musste ich checken, ob ein Kunde im vorherigen Monat nicht gezahlt hat und eine Erinnerung raus muss.

Meistens habe ich bis zu dem Zeitpunkt Zahlungen von Rechnungen, die an mich gingen, hinausgezögert, sodass für mich kein Grund bestand, häufiger auf meinem Konto nachzusehen.

Heute weiß ich, dass das so nicht richtig ist.

Es fühlt sich gut an, zu wissen, was auf meinem Konto los ist. Selbst wenn es Momente gibt, in denen der Kontostand nicht erfreulich ist, kann ich dadurch wesentlich besser damit umgehen. Ich weiß, wann ich neue Eingänge habe, welche Kunden mir Geld schulden und kann dadurch besser planen.

Täglich schaue ich zwar nicht in mein Konto, aber ich nähere mich diesem Ziel. Solltest du auch machen.

5. Lerne den Wert schätzen

Leider hat sich die Gesellschaft in vielen Bereichen zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt.

Wie schon im ersten Punkt beschrieben, hilft es dir, vor dem Kauf nachzudenken, ob das Produkt wirklich notwendig ist. Ist die Katze schon in den Sack gefallen und du hast zugeschlagen, behandel das gute Stück entsprechend wertvoll und sei dankbar.

Mir tut es zum Beispiel im Herzen weh, schlechte Lebensmittel wegzuwerfen. Darauf achte ich sehr darauf, dass verderbliche Sachen erst dann gekauft werden, wenn die Lebensmittel im Kühlschrank sich dem Ende zuneigen.

Ist vom Mittagessen etwas über geblieben, ist es meistens kein Problem, die Reste zu verwerten. Wenn dir die Ideen fehlen, kannst du beispielsweise bei www.reste-essen.de deine Lebensmittel eingeben und bekommst Rezepte geliefert.

6. Tausch dich mit anderen aus

Hast du Probleme, dir neue Gewohnheiten anzutrainieren, hilft es dir, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Frag deinen Partner oder Freunde, ob sie mitmachen. Vielleicht könnt ihr sogar eine kleine Challenge daraus machen.

Vielleicht hast du aber einen ganz anderen Weg, wie du deine Geldangelegenheiten besser in den Griff bekommst.

Ich freue mich, wenn du mir dazu einen Kommentar hinterlässt.

 


HAPPY MONEY - für dein Geld sorgen anstatt Geldsorgen_opt

 


Linda
Linda

Ich war in der Privatinsolvenz, selbstständig und hatte ständig Angst, dass mein Einkommen nicht ausreicht – auch wenn ich eigentlich immer genug verdient habe. So sah mein Leben vorher aus. Heute weiß ich, dass der Umgang mit Geld sich gut anfühlt, wenn du dein Geldbewusstsein änderst: Genieß dein Leben und spür die Fülle!

    13 replies to "6 Gewohnheiten, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen"

    • Nico von Finanzglück

      Hi Linda,

      sehr hilfreiche Tipps. Ich hätte noch einen weiteren Vorschlag: Die Wish-List!

      Bevor meine Frau oder ich irgendeine größere Anschaffung vornehmen (Pasta-Maschine, neuer Fernseher, …) kommte es erst mal auf die Wish-List. Da bleibt der Gegenstand dann erst mal einige Wochen stehen. Wenn wir dann nach dieser Zeit immer noch den Wunsch haben es zu kaufen, dann tun wir es. Meistens lassen wir es aber bleiben, weil es nach einigen Wochen dann doch nicht mehr so wichtig scheint.

      Ist simpel, hilft aber ungemein.

      VG, Nico

      • Linda

        Hallo Nico,
        coole Idee!
        Find ich echt gut!
        Ich glaube, im Blog von Thomas Mangold habe ich so etwas ähnliches mal gelesen. Der wartet 4 (?) Wochen, wenn er etwas sieht, was er unbedingt braucht.
        Und macht dann die gleichen Erfahrungen wie du/ihr.
        Danke für die Erinnerung 🙂

        Lieben Gruß
        Linda

    • Manuel

      Wirklich schöner Artikel. Da kann ich gerade als Student einiges von anwenden, denn bei uns ist es schließlich immer etwas knapp mit dem Geld 🙂

      • Linda

        Freut mich, wenn ich dir ein bisschen helfen konnte 🙂

    • Claudia

      Liebe Linda,
      viele ganz konkrete Tipps. Danke. Da es bei mir noch ein paar Baustellen gibt, werde ich sicher einige Ratschläge anwenden können. Im Bereich unnütze Käufe und Lebensmittel wegwerfen, muss ich definitiv bessere Qualitäten entwickeln. Einige andere Bereiche funktionieren – durch harte Arbeit an mir – schon gut.
      Liebe Grüße

      Claudia

      • Linda

        Hey Claudia,
        gut ist ja, dass du dir bewusst bist, dass du dort Schwachstellen hast 🙂
        Andere Leute werfen einfach Lebensmittel weg und merken nicht einmal, was sie da tun.

        Lieben Gruß
        Linda

    • Maren

      Hallo Linda,

      das ist ein sehr guter Artikel und von mir aus gibt’s keine weiteren Ergänzungen.:-)

      Liebe Grüße,
      Maren

      • Linda

        Da bin ich froh 😀

        Lieben Gruß
        Linda

    • Jasmina

      Hi Linda,

      wieder tolle Tipps von Dir und den Wish-List-Tipp von Nico finde ich auch klasse. Ich finde, dass das „Haushalten mit Geld“ vor allem als selbständige(r) Einzelunternehmer(in) wichtig ist. Die Grundlage sind hier schon mal mindestens zwei Konten, um private und geschäftliche Finanzen besser auseinander zu halten.

      Viele Grüße
      Jasmina

      • Linda

        Hallo Jasmina,
        danke für die Ergänzung! 🙂
        Daran denke ich nie, weil ich in der Privatinsolvenz nur ein Konto haben darf.

        Lieben Gruß
        Linda

    • Marina

      Liebe Linda,
      auch zu diesem Artikel, der mir sehr gut gefällt, gebe ich aus eigener Erfahrung gerne einen Tipp weiter.
      Ich begann 1995, bevor wir meine Eigentumswohnung bauten, damit, unsere Finanzen per PC zu verwalten und zwar mit dem Programm „Quicken“. Natürlich wurde es im Laufe der Jahre immer wieder angepasst, aber mich begleitet es noch immer, und ich weiss so nicht nur, für was ich das Geld ausgebe oder auch spare, sondern finde ruckzuck heraus, wann ich was wo zu welchem Preis kaufte oder wann wir wo was unternommen haben. (Ein kleiner Nebeneffekt des konsequenten Eingebens). Am besten sind natütlich die Berichte, die z.B. die Erstellung der Steuererklärung wesentlich vereinfachen; besonders auch für Selbständige oder „Vermieter u. Hausverwalter. ganz toll finde ich die Auswertung, die mir zeigt, wie sich mein Vermögen positiv entwickelt. Ich freue mich darüber, dass inzwischen auch meine Tochter und mein Sohn diese Software verwenden, und ich habe gute Hoffnung, dass sie so einen besseren Überblick über ihre Finanzen bekommen und sie sich leichter entscheiden können, ob oder was sie sich leisten wollen oder auch nicht.
      Mir macht es jedenfalls viel Spaß, mich um mein / unser Geld zu kümmern.
      Auch damals las ich das 1. Buch von Bodo Schäfer und seit dem noch seine weiteren, kaufte DVD – Kurse und nahm sieben Jahre lang an seinem und Bernd Reintgens Coaching – Programm teil. Ich bin noch keine Millionärin, aber ich habe sehr viel gelernt und befolge seit dem auch schon einige deiner Empfehlungen, die du im letzten webinar angesprochen hast. (Dankbarkeits – u. Erfolgs-Journal….)
      Ich wünsche dir und all deinen Lesern viel Freude und Erfolg, lasst das Geld bewusst und sinnvoll fließen. Liebe Grüße von Marina St.

      • Linda

        Das klingt ja super, wie du deine Finanzen im Griff hast 🙂

        Bodo Schäfer begegnet mir immer wieder, aber bisher habe ich mich noch nicht mit ihm beschäftigt. Die amerikanischen Money-Coaches sprechen mich irgendwie mehr an 🙂
        Aber Bodo Schäfer kommt sicherlich auch irgendwann.

        Lieben Gruß
        Linda

    • […] Kapitel aufgeschrieben sind. Ein kurzes Lexikon und Linkempfehlungen (auch Mymoneymind ist mit einem Link vertreten) sind dort ebenfalls zu […]

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